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Hartke HD25 & HD50 Test

Praxis

Mit ihrer Leistung von 25 beziehungsweise 50 Watt bieten sich die zwei kleinen Combos natürlich in erster Linie zum Üben an, wenngleich die erreichten Lautstärken für die jeweiligen Leistungsklassen wirklich beachtlich sind. Den HD50 kann man durchaus mal zu einer Bandprobe mitnehmen, wenn sich die Kollegen extrem zurückhalten und der Musikstil keine hohen Lautstärken erfordert. Den HD25 würde ich allerdings höchstens für akustische Duo-Sessions empfehlen und ansonsten eher zu Hause im Wohnzimmer einsetzen. Neben der niedrigeren Endlautstärke im Vergleich zum HD50 kann er aufgrund des kleineren Gehäusevolumens auch nicht im Tiefbassbereich mit seinem größeren Bruder mithalten und klingt insgesamt etwas nasaler oder „boxy“, wie man auf gut neudeutsch sagt. Abgesehen von diesem Unterschied produzieren beide Amps einen erstaunlich aufgeräumten, klaren und straffen Sound, der sich mit seinem detaillierten Klangbild eindeutig der Hartke-Familie zuordnen lässt. 

Audio Samples
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Flat Treble Boost Akustik-Bass

Der präsente Hochmitten- und Höhenbereich sorgt für viel Transparenz und eine schnelle Ansprache, der untere Bereich ist ausgewogen und produziert ein ordentliches Fundament – selbstverständlich im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten. Ein wirklich schöner, moderner Allround-Sound, der zu allen möglichen Bässen passt und hartke-typisch eher im modernen Bereich angesiedelt ist. Wer es also extrem warm und vintagemäßig braucht, ist hier sicher nicht an der richtigen Adresse und sollte sich bei der Konkurrenz umschauen. Auch der Dreiband-EQ ist sehr gut umgesetzt und packt an den richtigen Stellen zu, sodass sich der Sound deutlich hörbar verändern lässt, ohne unangenehme oder gar störende Frequenzbereiche in den Vordergrund zu schieben. Mir gefällt die Performance der kleinen HD-Combos insgesamt außerordentlich gut – sie sind lauter, als man es aufgrund ihrer Leistungsklasse erwarten würde, und klingen erwachsener und ausgewogener als so manch anderer Combo der jeweiligen Größenklasse.

Tragen nicht nur das Hartke-Logo, sondern klingen auch nach Hartke: HD25 und HD50.
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