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Ampeg Rocket Bass RB-108 Test

Die legendäre Amp-Schmiede Ampeg ist zwar in erster Linie für leistungsstarke Bass-Stacks populär, darüber hinaus kümmert sich die Company aber auch um jene Tieftöner, die nur eine kleine Lösung zum Üben oder für dezente Gigs suchen. Seit dem Frühjahr 2021 steht die Nachfolgegeneration der sehr erfolgreichen 2014 erschienenen BA-Basscombos in den Läden: Die brandneuen Basscombos hören auf den Namen “Rocket Bass” bzw. abgekürzt “RB” und sind abermals in verschiedenen Größen und Leistungsklassen erhältlich (RB-108, RB-110, RB-112, RB-115, RB-210). Der leistungsstarke Ampeg RB-115 konnte ja in einem vorangegangenen Test bereits sehr gute Noten einfahren. Als nächstes knöpfen wir uns mit dem RB-108 das kleinste Modell der Serie vor – mal sehen, ob der kompakte Übecombo genauso überzeugend abschneidet!

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Details

Beim Design der neuen RB-Serie orientiert sich Ampeg erfreulicherweise abermals an der eigenen Vergangenheit und spendiert den Combos einen eleganten Retro-Look. Von vorne betrachtet sieht der kompakte RB-108 wirklich wie ein eingedampfter Portaflex B-15 aus den 60er-Jahren aus. Der schicke Tolex-Überzug nennt sich “Black Diamond”, zudem verwendet Ampeg bei den RB-Basscombos wieder eine klassisch anmutende Frontgrillbespannung in Schwarz-Silber, die den legendären Retro-Look komplett macht.

Fotostrecke: 3 Bilder Der Ampeg RB-108 Basscombo verfügt …
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Auf der Oberseite des 433 x 411 x 306 mm messenden Ampeg-Basscombos sitzt ein Schlaufengriff für den Transport. Mit einem Gewicht von gerade mal 10,45kg geht der RB-108 ohnehin locker als Leichtgewicht durch und lässt sich absolut mühelos zum Einsatzort bewegen. Die Ecken werden mit Chromkappen vor Remplern geschützt.
Hinter dem abnehmbaren Frontgrill finden wir den Lautsprecher des RB-108. Wie man der Bezeichnung bereits entnehmen kann, kommt beim kleinsten Modell der Rocket-Bass-Serie ein 8-Zoll-Lautsprecherzum Einsatz. In die Schallwand wurden zudem zwei runde Bassreflexlöffnungen gesägt, die zur Verstärkung der tiefen Frequenzanteile dienen.

Fotostrecke: 4 Bilder Der solide Schlaufengriff ist angesichts des geringen Gewichts locker ausreichend!
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Das Herzstück unseres Testkandidaten ist ein 30 Watt starker Verstärkerteil, der bei den neuen RB-Basscombos rückseitig verbaut wird, sodass alle Regler und Anschlüsse leicht von oben zugänglich sind.
Ganz links parken zwei Inputklinken (1 x für passive und 1 x für aktive Bässe mit -15dB Pad) zur Verbindung mit dem Bass. Darauf folgt eine komplett neu entwickelte Overdrive-Schaltung mit der Bezeichnung “Super Grit Technology” bzw. kurz “SGT”. Beim kleinsten Modell gibt es für die Zerre lediglich einen On/Off-Schalter, weitere Parameter (wie etwa die Stärke der Verzerrung) können am Combo leider nicht beeinflusst werden.

Fotostrecke: 5 Bilder Blick von oben: Hier seht ihr die Schaltzentrale des RB-108, die …
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Mittig auf dem Panel finden wir den Volume-Regler für die Lautstärke sowie die Klangzentrale des handlichen Übecombos. Der Equalizer bietet drei Regler mit Mittenrastung für Bässe, Mitten und Höhen, sodass jeweils die gewünschte Frequenz abgesenkt oder angehoben werden kann.
Den Abschluss auf der Bedienpanel bilden zwei Miniklinkenbuchsen zum Anschluss eines Kopfhörers und für das Einspielen von externen Signalen via MP3-Spieler, Smartphone oder ähnlichen Gerätschaften.

Bei der Ausstattung des Einstiegsmodells verzichtet Ampeg also auf jeglichen Schnickschnack, wie wir sehen. Dennoch hat der RB-108 sämtliche Features an Bord, die man zum Üben und Jammen in den eigenen vier Wänden benötigt. Alle Parts wirken sehr robust und hochwertig – das Gehäuse ist stabil, der Tolexbezug wurde tadellos verarbeitet, und sämtliche Bedienelemente machen einen sehr soliden Eindruck!

Ampeg: Kaum ein anderer Name in der Szene steht derart stellvertretend für kraftvollen Basssound!
Ampeg: Kaum ein anderer Name in der Szene steht derart stellvertretend für kraftvollen Basssound!
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Profilbild von BonedoLeser

BonedoLeser sagt:

#1 - 07.01.2022 um 07:31 Uhr

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Ein schöner Test, danke!
Nach dem qualitätsmässigen Abstieg der letzten Jahre (die Endstufen von Ampeg gingen sehr häufig kaputt, so dass einige Händler sie schon ganz aus dem regulären Programm genommen haben und die Verstärker nur noch nach Nachfrage und mit expliziten Warnungen verkauft haben) scheint es ja wieder Berg auf zu gehen. Es wäre auch schade um diesen Traditionshersteller gewesen.
Ich frage mich wie groß der Einfluss von Yamaha dabei ist.
Viele Grüße
BonedoLeser

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Martin sagt:

#2 - 26.04.2022 um 22:18 Uhr

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Habe diesen Amp für den Hausgebrauch, klingt eindeutig nach Ampeg, schön satt, ideal mit meinem Preci. Auch die Optik finde ich sehr gelungen, ein Leckerbissen auch fürs Auge. Nur den Zerrsound finde ich absolut nicht verwendbar, aber kein Problem, diesen SGT Knopf einfach auslassen und das Problem ist gelöst.

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