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Harley Benton CLD-40SM-CE Test

Praxis

Die erste Begegnung mit dem Instrument macht Lust auf mehr, denn werkseitig ist die Gitarre gut eingestellt und man findet im Prinzip überall die gängigen Abmessungen vor. Der schmale Hals liegt gut in der Hand und nicht nur im Sattelbereich kann der Spieler entspannt zugreifen – mit einer guten Saitenlage kann man das Griffbrett auf ganzer Länge nutzen. Die kräftige Werksbespannung, in unserem Fall D’Addario EXP-16 .012-.053, kommt allerdings mehr dem Picker und dem Strummer entgegen. Die Halskonstruktion macht insgesamt einen stabilen Eindruck, denn die Basstöne gehen auch nicht in die Knie, wenn ein Bending auf einer Diskantsaite die Zugspannung erhöht. Klanglich kann unsere Probandin natürlich nicht mit dem Mutterschiff von Martin mithalten, allerdings sollte man die CDL-40 nicht abschreiben, ganz im Gegenteil: Die Klangunterschiede sind nicht so gewaltig, wie es die Preisunterschiede erwarten lassen. Anders als eine D-28 von Martin produziert die CLD-40 einen ausgewogenen Sound mit einem Schub im Mittenbereich. Die Gitarre intoniert nahezu oktavrein, leichte Unreinheiten konnte ich aber nicht abstellen.
Bei den Aufnahmen kamen zwei Neumann TLM 103 Mikrofone zum Einsatz, eines in Höhe des 12. Bundes, also in der Hals-Position, und das zweite in der Stegposition etwas unterhalb des Schalllochs. Die Signale liefen über ein Fireface UC in einen iMac/Pro Tools. Das Signal des Pickups wurde ebenfalls über das Fireface UC geschickt.

Die Harley Benton CLD-40SM-CE liefert einen ausgewogenen Klang mit Fokus auf den tiefen Mittenbereich.
Die Harley Benton CLD-40SM-CE liefert einen ausgewogenen Klang mit Fokus auf den tiefen Mittenbereich.

Beispiel 1:
Wir hören den Natursound über die beiden Mikrofone, auf dem linken Kanal liegt das Mikrofon in der Stegposition und – etwas zarter „besaitet“ und mit höherer Grundfrequenz – auf dem rechten Kanal das Mikrofon in der Halsposition.
Solospielstücke kann man der CLD-40SM durchaus zumuten.

Audio Samples
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Jazzrock: 2 x Neumann TLM 103

Beispiel 2/3:
Hier gesellt sich das Pickup-Signal hinzu, das vor allem im Bassbereich noch mehr Druck macht.

Audio Samples
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Gassenhauer: 2 x Neumann TLM 103 & Tonabnehmer Ballade: 2 x Neumann TLM 103

Beispiel4:
Die Rhythmen kommen unter Studiobedingungen auch ohne Pickup-Signal klar. Die Decke ist mit größeren Dynamikunterschieden nicht überfordert.

Audio Samples
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Rhythm: 2 x Neumann TLM 103

Beispiel 5:
Der Fishman Flex Plus-T bietet einen Ton, der sich nicht unbedingt von den handelsüblichen Piezo-Tonabnehmern absetzt. Das Pickup-Signal kommt über meine Yamaha-Boxen zwar recht fett, hat mich im Studio im Stand-Alone-Modus aber nicht vom Hocker gerissen. Ein Mikrofon kann der Flex Plus T jedenfalls nicht ersetzen.

Audio Samples
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Jazzrock: Tonabnehmer
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