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Hands-on Pioneer DJ rekordbox 5 Update: der Export Mode angecheckt

KORETECH Engine

Die Technologie, die in der neuen Version der DJ-Software schlummert, bringt mehr Stabilität für das ganze System, eine verbesserte Performance für eine flüssigere Bedienung und ein leistungsstärkeres Bibliotheksmanagement für eure Tracks und Playlists. Dazu wurde die Audio- und Video-Engine überarbeitet und für eine höhere Ausgabequalität verbessert. Haken und Ruckeln in der Software sollen ab jetzt der Vergangenheit angehören. Und das ist auch gut so! Denn live im Club vor Publikum muss man sich hundertprozentig auf seine Software verlassen können.

GUI

Die grafische Oberfläche haben sich die Designer des Herstellers ebenfalls zur Brust genommen. Auf den ersten Blick wirkt vieles ähnlich, aber trotzdem klarer und strukturierter. Insgesamt ist der komplette Look dunkler und kontrastreicher. Alle Bereiche sind besser aufgeteilt. Man hat förmlich mehr Luft zwischen den Sektionen. Das Pioneer DJ rekordbox 5 Update beeindruckt rein optisch mit einer Reife, die längst überfällig war und besitzt nun eine professionelle Oberfläche für professionelle DJs.

Audio Export

Für dieses neue Feature wird es sicherlich viele Jubelschreie, aber auch Hater aus dem Musikbusiness geben. Ab sofort könnt ihr nicht nur eure Daten einfacher auf USB-Sticks oder SD-Karten exportieren, sondern auch umgekehrt von den Datenträgern zu rekordbox. Das wird viele DJs freuen, die unterwegs schnell nochmals etwas an den Track-Einstellungen ändern wollen, aber nur der Laptop eines Freundes zur Hand ist. Oder viel schlimmer: Der eigenen Rechner streikt, ist vielleicht defekt und ich habe kein Backup meiner rekordbox Bibliothek! Das ist von nun an Geschichte.

PioneerDJ_rekordbox5_1

Mit dieser Funktion können Tracks und sogar komplette Playlists von einem zum nächsten Rechner verschiedenster Inhaber wandern. Aber nun bitte nicht ganze Playlisten hin und her kopieren, Exklusivität im Set ist bekanntlich Gold wert. DJs und Musiker sollten mit diesem Thema sensibel umgehen und das unrechte Kopieren von urheberrechtsgeschützten Songs nicht unterstützen.

Akkurate Analyse

Ein großer Pluspunkt von rekordbox war schon immer die sehr korrekte Analyse der Tracks. Meist lag die DJ-Software immer richtig mit dem errechneten Beatgrid, dem ersten Schlag des Songs und der errechneten BPM-Zahl sowie der Tonart. Ein Nachrücken ist oft nicht von Nöten. Jetzt wird diese Prozedur nochmals verfeinert. Leider auf Kosten der Berechnungszeit, die in den Vorgängerversionen schon recht lange dauerte. Neu ist die Analyse der Songstruktur, so dass sogar Intros ohne Beats besser „gegriddet“ werden. Schwierige und ungeradere Beats sollen jetzt mit dem neuen Algorithmus korrekter behandelt werden. Pioneer DJ verspricht eine baldige Zeitoptimierung dieses Berechnungsvorgangs in einer der nächsten kleineren Updates.

Leichte grafische Veränderungen, aber mit einem Leistungsschub!
Leichte grafische Veränderungen, aber mit einem Leistungsschub!

Pioneer DJ rekordbox 5 im Testlabor

Da die meisten Funktionen dieses Updates schon in rekordbox 4 (hier zu lesen) integriert waren, lohnt ein vollständiger Test allein für den Export Mode in diesen Zusammenhang nicht. Ich habe es mir aber dennoch nicht nehmen lassen, den neuen Features auf den Zahn zu fühlen und möchte euch hier verraten, ob ein Update auf rekordbox 5 lohnenswert ist (oder eben nicht).
„Never Change A Running System“ ist ein wahrer Spruch in der Geschichte der Computertechnik. Leider gab es auch in Vergangenheit oft Probleme mit rekordbox nach nur kleineren Updates. Für DJs, die mal schnell vor dem Wochenende ein paar neue Promos oder gekaufte Beatport Tracks auf den USB-Stick ziehen wollten, oftmals eine Katastrophe. Denn der sonst problemlos funktionierende Stick zeigte auf einmal im Club keine Tracks und Playlists an! Das darf absolut nicht passieren. Hier muss die Software mehr als hundertprozentig laufen. Deswegen rate ich allen Usern, vor einem wichtigen Gig niemals das Betriebssystem und rekordbox mit Updates zu erneuern.
Die neue Version 5 läuft aber nach dem Update auf meinem MacBook Pro (early 2013, 13‟ Retina, 3 GHz, i7 Dual Core, 8 GB RAM, SSD) mit MacOS 10.12.6 und meinen CDJ-2000 Nexus Playern einwandfrei. Wie es sich mit dem kommenden MacOS verhalten wird, kann ich noch nicht sagen. Hier würde ich definitiv das OS-Update verschieben und die ersten Meinungen in den Foren, beziehungsweise ein kleineres Update seitens Pioneer DJ bezüglich der Kompatibilitäten mit dem OS abwarten.
Der erste Start der Software (jetzt Version 5.01) listet mir in einem Popup-Fenster die Neuerungen des Updates auf. Das Fenster weggeklickt, kommt die neue grafische Oberfläche zum Vorschein. Zuerst bemerke ich die grafischen Verbesserungen nicht direkt. Aber auf den zweiten Blick wirkt es wirklich moderner, klarer und professioneller. Da rekordbox für mich nur eine Brücke zwischen iTunes und meinen CDJs darstellt, ist der optische Aspekt sowieso eher zweitrangig. Nur die neue Schriftkontrolle sorgt endlich für klarere Schriften, die sogar bei großen Zoomstufen superscharf sind. Also ist rekordbox jetzt auch ohne Lesebrille oder mit weitem Abstand zum Bildschirm gut lesbar. Sehr gut finde ich die spürbar verbesserte Flüssigkeit in allen Mausbewegungen aller Fenstersektionen.

So startet die DJ-Software nach der Installation
So startet die DJ-Software nach der Installation

Das Einstellungsmenü wurde leider nicht modernisiert und wirkt immer noch sehr altbacken. Hier hätte ich mir eine bessere Menüführung und vor allem Übersicht gewünscht. Aber hoffentlich wird das in einem der nächsten Updates nachgereicht. Bitte Pioneer DJ!

Leider wurde das Einstellungsmenü nicht modernisiert
Leider wurde das Einstellungsmenü nicht modernisiert

Mein Tagesgeschäft mit rekordbox bewältigt die Software mit Bravur. Tracks lassen sich einfach aus iTunes importieren und wie gewohnt in Playlisten sortieren. Auch der Export und der neue Import von meinen Tracks läuft einwandfrei und bedarf keiner weiteren Erklärung. Meine CDJs benötigen kein neues Update, um mit den neuen Exportdaten aus rekordbox 5 umzugehen. Also alles wie gewohnt – sehr schön!

Das Infofenster zeigt wie gewohnt alle Daten des angewählten Tracks
Das Infofenster zeigt wie gewohnt alle Daten des angewählten Tracks

Mein MacBook Pro kommt aber immer noch sehr ins Schwitzen mit der DJ-Software. Ist rekordbox 5 im Export-Mode geöffnet, springt recht schnell der Lüfter an, den ich ansonsten während meiner Arbeit an dem Laptop selten höre. Mit Kopfhörern oder im Studio und großen Monitoren wird dieser Lüfter-Problem-Sound einfach „weg geschallt“. Die Software läuft trotzdem flüssig weiter.
Dann existieren noch ein paar wenige kleine Darstellungsbugs. Zum Beispiel wird das Updaten von Ordnerinhalten oft nicht automatisch erneuert. Hier muss manuell der Ordner geschlossen und wieder geöffnet werden, um die neu kreierten oder hineinkopierten Playlists zu sehen. Das alles sind kleine Kinderkrankheiten, die der Hersteller mit Bugfixes schnell verbessern kann.

Natürlich rate ich allen Nutzern der alten Version, auf die Neue zu wechseln, denn der Hersteller hat viele Bugs verbessert, die in der 4 noch vorhanden waren. Die neuen genannten Funktionen sprechen definitiv auch für das Update. Wer will nicht eine bessere Performance beim Arbeiten mit einer Software spüren und in einer verbesserten und flüssigeren Umgebung arbeiten. Dazu kommt, dass die Software kostenlos erhältlich ist und mit den Pioneer DJ eigenen Hardware Playern und Controllern Hand in Hand zusammenarbeitet. Der neue Analyse-Algorithmus sowie ein paar kleinere Bugs werden hoffentlich bald von dem Hersteller beschleunigt und verbessert, was ich aber für meine Arbeit und Vorbereitung der Tracks nicht so schlimm finde. So bleibt wenigstens beim Importieren Zeit für einen Kaffee. In Sachen Track-Vorbereitung für mein CDJ-Set ist rekordbox sowieso meine erste Wahl. Hier gibt es am Markt keine Konkurrenz.
Weitere rekordbox 5 dj Tests in der Performance-Umgebung, die sich den Controller-Features widmet und über die neuen rekordbox eigenen Controller, folgen in Kürze. Hier noch der Link zu unseren rekordbox Crashkursen.

Pioneer DJ rekordbox 5 mit der Zwei-Track-Ansicht
Pioneer DJ rekordbox 5 mit der Zwei-Track-Ansicht
Spezifikationen
  • Voraussetzungen:
  • Mac OSX 10.10 oder höher
  • Windows 7 SP1 oder höher
  • vier Gigabyte RAM
  • kostenlos
  • In-App Käufe:
  • rekordbox dj: 139 Euro
  • rekordbox dvs: 109 Euro
  • rekordbox video: 159 Euro
  • RMX Effects: 10,90
  • monatliches Abonnement für 10,90 Euro für alle Zusatzpakete

Produktseite

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von Marcus Schmahl

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