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Pioneer CDJ-2000NXS2 Test

Mit dem CDJ-2000NXS2 präsentiert Pioneer nach gut 3,5 Jahren den Nachfolger seines Mediaplayer-Flottenkapitäns. In die Entwicklung flossen laut Hersteller auch die Wünsche der DJs ein und so darf sich die überarbeitete Version unter anderem mit erweiterter Audiounterstützung, Layout- und Workflow-Optimierungen, Touchscreen und verbessertem Interface brüsten. Das schlägt sich allerdings im Preis nieder, denn die Investitionssumme steigt auf stolze 2299 Euro pro Einheit.

01_Pioneer_CDJ-2000NXS2 Bild

Details

Remastered

Die Erkundungstour nach spannenden Neuerungen beginnt mit den Audioeigenschaften. Hier setzt der Hersteller auf einen 32-Bit-D/A-Wandler und ein USB-Interface, das mit bis zu 96 kHz bei 24 Bit operiert und Hi-Res-Audio unterstützt. Namentlich sind Apple Lossless und FLAC neben WAV und AIFF hinzugekommen, da muss man keine Kompromisse eingehen.
Kommen wir zum Workflow. Das zentrale Display ist berührungsempfindlich und erlaubt so Eingaben direkt am Screen. Der Bildschirm überzeugt mit detaillierteren Phasenanzeigen, verbesserten Beat-Grids und frequenzkolorierten Waveforms. Der Touch-Strip unter dem Player musste hingegen das Zeitliche segnen. Diese Funktionen sind in das Display eingeflossen, behelfs dessen sich jetzt ein Needle-Countdown setzen oder im Pausenmodus durch den Track spulen lässt.
Auf der rechten Seite gibt es zwei neue Tasten, die es in sich haben, nämlich Track Filter (Edit) und Shortcut. Track Filter ermöglicht, anwendbar auf alle Musikstücke und einzelne Playlisten, diverse Kriterien bei der Titelsuche zu verknüpfen, beispielsweise BPM, Key, Rating, Color und eigene Tags, die miteinander in Und-Oder-Beziehung stehen dürfen.
Shortcut führt zu einem Screen, über den ihr Hotcue-Settings, Phasenmeter, Wellenformdarstellung und eigene Settings ändern respektive laden könnt. Ebenso lassen sich on-the-fly die Quantisierungseinstellungen beispielsweise für das Triggern von Hotcues anpassen. Rechts außen katapultieren euch die Tasten Track, Playlist und Search zurück in das gewünschte Screen-Layout. Praktisch – und dabei habt ihr die Wellenübersicht ständig im Blick.

Fotostrecke: 5 Bilder Pioneers neuer Flaggschiff-Mediaplayer CDJ-2000NXS2 …
Fotostrecke

Unter der manuellen Schleifenbinderei, die auch Autoloops setzen kann, findet sich der Loop-Cutter, darunter die Slip-Taste. Betätigt ihr diese, erscheinen auf dem Screen blaue Loop-Roll-Felder (auch ¾, 1/3) statt der gelben Standard-Loop-Buttons von 1/8 – 32 Beats.
Links außen ist die Anzahl der Hotcue-Tasten von drei auf vier gestiegen. Damit lassen sich bis zu acht quantisierte Sprungmarken in zwei Bänken verwalten. Die Tasten leuchten grün für die Speicherplätze A – D und blau für E – H, sofern ihr nicht auf Multicolor gestellt habt. In diesem Fall lassen sich schon im Vorfeld bestimmte Stellen im Titel farblich markieren, beispielsweise rot für eine Kickdrum, grün für den Anfang einer Vocal, blau für einen Basslauf oder wie es euch beliebt.
Außerdem hat Pioneer dem Reverse-Schalter neben Vorwärts und Rückwärts eine zusätzliche Stellung spendiert: Slip Reverse. Praktisch, so braucht man keine Extrataste mehr. Dabei läuft der Track bei aktiviertem Rückwärtsgang unhörbar im Hintergrund weiter und setzt regulär vorwärts spielend wieder ein, sobald ihr den Schalter loslasst. Resultat: Ihr bleibt im Takt. Slip funktioniert auch mit Scratching und Hotcues. Nachstehend ein paar Audios dazu. Ebenso festgehalten: Die hervorragende Master-Tempo-Funktion des Players bei +/-16 Prozent und die Vinyl-Emulation fürs Starten und Stoppen des „Plattentellers“.

Fotostrecke: 4 Bilder Hotcues, wahlweise bunt oder …
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Audio Samples
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Hotcues Slip Hotcues Slip Reverse Slip Rolls Master Tempo bis +16 Master Tempo bis -25 Vinyl-Emulation halb, voll
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Profilbild von Toby O. Rink

Toby O. Rink sagt:

#1 - 13.02.2016 um 19:03 Uhr

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Merci für den Test. Ich bin gespannt den Player mal im Handel zu betouchen. Bin noch etwas sekeptisch bzgl. dem Touchscreen, da ich vom 1000er gänzlich enttäuscht bin. Den Preis finde ich absolut übertrieben, da der haptische Mehrwert beim Bedienen auf den 8 HotCues liegt. Warum der der Slipmode ins Display zum umständlichen Touchen weichen musste, ist mir ein Rätsel. Dafür hat man dann dem Reverse-Schalter etwas von dieser Funktion mitgegeben? Und ob sich die Audio-Qualität auch im Club wirklich auszahlt ist abzuwarten. Was ich gar nicht verstehe ist, warum der neue 900er und der neue 2000er den gleichen Preis haben? Was mich aber am meisten enttäuscht ist, dass man "alte" CDJ 2000 Nexus User nicht auch mit dem Nutzen der DDJ-SP1 beglückt. Ich finde diese Art von Produktupdates verdammt schlecht. Sorry.

    Profilbild von Norbert Niesing

    Norbert Niesing sagt:

    #1.1 - 16.05.2016 um 16:28 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Dem kann ich mich nur anschließen.
    Das Display ist das gleiche wie im XDJ 1000 nur ein paar Suchfunktionen wurden hinzugefügt die mann dem XDJ 1000 aber nun nicht gönnen will weil es nicht in die Verkaufs Politik von Pioneer passt.
    Gut das andere Hersteller da nicht so flexible wie eine Brechstange reagieren.
    Und auch gut wenn der DJ noch ein Selbstbewusstsein für Preis Leistung hat und Pioneer Geräte deshalb meidet.
    Mit dem Argument besser Service kann PioneerDJ def. nicht punkten der funktioniert bei Serato def. besser.

    Antwort auf #1 von Toby O. Rink

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Profilbild von The Next Generation

The Next Generation sagt:

#2 - 05.03.2017 um 22:46 Uhr

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Die Bildschirmtastatur und der Bildschirm selber sind zu klein. SD - Karten werden nur bis 32GB unterstützt. Flac Dateien können nicht von DVD wiedergegeben werden, alle Datenträger müssen auf das alte FAT32 formatiert werden. Mp3 auf DVD werden umständlich nur im ISO 9660 + Joliet Level2 Format erkannt.
Das Gerät hängt sich sporadisch komplett auf und reagiert auf nichts mehr.
Die Teile sind reine Bastelkisten für Freaks, nochmal würde ich die nicht kaufen,
aber mit einem Notebook will ich auch nicht auflegen...Nachtrag (23.03.17): Eine SD Karte von 128GB mit .flac oder mp3 wurde nun unterstützt. Das aufhängen der Einheit geschieht nur,wenn man an der Musikdatei nach der Analyse durch Recordbox nochmal etwas verändert wie z.B, eine Stille vorn und / oder hinten wegschneidet.
Hier muss man die Ursprungsdatei entfernen und nochmals analysieren lassen, dann gehts.
SD Karten und USB Sticks mir Recordbox Inhalten lassen sich zu 100% als Partition klonen, z.B. auf größere Speichereinheiten oder Sicherheitsmedien. Dabei auf jeden Fall immer SSD-Optimierung einschalten.Als USB Stick kann ich den nur 5mm kleinen 128 GB Sandisk ultra Fit Stick empfehlen. Er steht nur 4mm aus der Buchse heraus und kann dort auch verbleiben ohne Gefahr abzubrechen.

Profilbild von Ruptamei78

Ruptamei78 sagt:

#3 - 06.03.2017 um 07:11 Uhr

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Hallo, wozu Flac umständlich von DVD spielen, wenn es rattenschnelle, große USB-Festplatten gibt, die normalerweise ja schon FAT vormatiert sind und auch von allen Betriebssystemen gelesen werden. Mac HFS+ ist bei mir jedenfalls kein Problem, es wird auch unterstützt. Und die Tastatur ist doch gut.

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