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Hagstrom Ultralux XL5 Test

Korpus
Der komplett schwarz lackierte Korpus der XL-5 besteht aus 48 mm starker Linde, auf die ein Furnier aus geflammtem Ahorn geleimt wurde. Außer in Schwarz (Cosmic Black Burst) ist die XL-5 auch in den Ausführungen Satin Black, Wild Cherry Transparent und Indian Summer erhältlich. Das Shaping lässt sich am ehesten als moderne Stratform beschreiben, mit versetzten, spitz zulaufenden Cutaways, die weit ausgeschnitten sind, damit man auch im oberen Griffbrettsegment problemlos spielen kann. Der Korpus ist sehr ergonomisch gefräst und passt sich bestens an den Körper des Gitarristen an. Da zwickt nichts an den Rippen oder am Bauch, wenn das Instrument tief hängt. Drei Pickups gehören genau so zur Ausstattung wie ein FCS-2 Tremolosystem, das nach dem Messerkanten-Prinzip gelagert ist. Die Grundplatte des Systems greift in eine Metallplatte, die mit vier Schrauben am Korpus befestigt ist. Auf der Rückseite wird das Ganze von zwei Federn gehalten. Der Tremolo-Arm wird in eine Kunststoffhülse gesteckt, sitzt fest und lässt sich problemlos bedienen.
Alle Regelelemente findet man gut zugänglich in Strat-Positionierung unterhalb des Tremolos. Hier versammeln sich die drei verchromten Regler, der fünffach Pickup-Wahlschalter und ein zusätzlicher Mini-Switch zum Splitten der Humbucker-Pickups.

Pickups
Die Ultralux XL-5 ist in H-S-H (Humbucker- Singe Coil – Humbucker) Konfiguration bestückt. Bei den Humbuckern handelt es sich um Custom 52 Pickups aus dem Hause Hagstrom. Am Hals hat ein Custom 52N-4-0 und am Steg ein Custom 52B-4-0 Platz genommen. Der Single Coil in mittlerer Position hört auf den Namen HS-2. Die üblichen Pickup-Kombinationen erreicht man über den verbauten 5-Weg-Schalter:

1.    Hals
2.    Hals & Mitte
3.    Mitte
4.    Mitte & Steg
5.    Steg 

Zusätzlich dazu, steht ein Mini-Switch zur Verfügung, der eine Spule der Humbucker-Pickups ausschaltet (Coil Split) und so die beliebten Single-Coil Zwischenpositions-Sounds zur Verfügung stellt. Die Gesamtkontrolle über die Show übernehmen ein Master Volume- und zwei Tone-Regler – einer für den Hals-Pickup und einer für den Single Coil in der Mitte.

Hals
Wie bereits eingangs erwähnt, erfüllt der schmale Hals mit seinem flachen C-Profil die Träume von Griffbrettartisten. Er besteht aus einteiligem Ahorn, das mit einem Griffbrett aus Resinator-Wood belegt wurde. Dieses Holz wird aus mehreren Schichten in einem aufwendigen Verfahren unter Vakuum verleimt und ist deshalb sehr stabil und verwindungssteif. Es weist eine ähnliche Dichte wie Mahagoni auf und hat laut Hersteller sogar das bessere Schwingungsverhalten. Parallel dazu schützt der mehrschichtige Aufbau effektiv vor dem witterungsbedingten Arbeiten des Holzes – und den daraus resultierenden Problemen.
Im Hals sorgt ein sogenannter H-Expander-Halsstellstab für die nötige Stabilität – und tatsächlich lässt sich die Halsneigung mit seiner Hilfe sehr genau und vor allem dauerhaft einstellen. Das macht es möglich, eine gleichmäßig flache Saitenlage über alle Bünde zu gewährleisten. Alle Einstellarbeiten wurden ab Werk perfekt erledigt, sodass wir uns -ohne Boxenstop- dem Praxischeck zuwenden können.

Die Halsdicke ändert sich zwischen dem 1. und dem 12. Bund nicht, erst ab der “Hausnummer 13” nimmt sie allmählich zu. Das aber so entspannt, dass man auch am 24. Bund noch alle Saiten ohne Stress erreicht. Arpopos Bünde: Das Griffbrett (mit 648 mm Mensur) ist mit 24 sauber eingesetzten und abgerichteten  Jumbo-Bünden versehen. Für die problemlose Orientierung sind schmale Perloid-Streifen (Abalone-Inlays) ins Griffbrett eingelegt und auf der Halskante befinden sich Dot-Marker.
Wie alle neuen Hagstrom-Modelle ist auch die Ultralux-Serie mit Graph Tech Sätteln ausgestattet, ein selbstschmierender Werkstoff, der Teflon enthält. Das glatte Material garantiert eine hohe Stimmstabilität. Bei Bendings oder dem Einsatz des Tremolohebels gleiten die Saiten leicht durch die Sattelkerben und bleiben nicht an irgendwelchen rauen Kanten hängen. Vom Sattel aus verlaufen die Saiten auf direktem Weg zu den Hagstrom-Mechaniken mit ‘Stairstep‘ Stimmflügeln im alten Stil. Sie arbeiten mit einer Übersetzung von 15:1 sehr feinfühlig und ohne tote Punkte. Auf der ebenfalls schwarz lackierten Kopfplatte, die mit einem cremefarbenen Binding umrahmt ist, sind die Mechaniken einseitig angebracht. Unterhalb der Mechaniken zieht sich ein Hagstrom-Schriftzug über die Kopfplatte und die obligatorische Kunststoff-Abdeckplatte für den Halsstellstab findet sich direkt hinter dem Sattel.

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Franz sagt:

#1 - 09.07.2013 um 21:21 Uhr

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Hagstrom XL-5 UltraLux Test
zur Verarbeitung und Qualität der Gitarre.
schön sehr schön. alles was man sieht ist gut verarbeitet. alles andere ist schlecht sehr schlecht.
alle drei Potiachsen sind verbogen. die Knöpfe eiern deshalb. das Volumepoti schleift mächtig. Der Pickupwahlschalter hat keine Abdeckung, so schaut man in den unsauber bearbeiteten Schlitz. Der Tremolohebel stich förmlich in Richtung Publikum, ist unerreichbar, kann aber leicht gebogen werden. Der Hals kann mittels Imbus nicht weiter entspannt werden als er ist. Eine vernünftige Einstellung ist somit unmöglich. Bei der so möglichen Saitenlage schnarrt das Instrument zudem auf vier Tönen (offen nicht) was darauf hinweist, dass die Bünde nicht sauber abgerichtet sind. Ein Blick in die Elektronik zeigt ein heilloses Wirrwarr von Kabeln ohne vernünftige Abschirmung und ohne Schrumpfschläuche. Dabei stellt man auch fest das alle Befestigungsschrauben ausnahmslos schief eingedreht sind.. Die Mechaniken arbeiten aber gut.
Nun zum Musik machen mit der XL-5.
Das Griffbrett hält wenigstens das was man in allen Tests lesen kann. Die Form erinnert an die ersten eigenen Modelle der Firma Aria. z.b. Aria Pro II. Es ist schnell, sehr schnell. Die vielen Sounds die man mit den drei Pickups samt Single Coil Schalter erzeugen kann überzeugen. Es macht Spaß diese Gitarre zu spielen. Das man das Instrument für ca. 400,00 Euro nicht mit wesentlich teureren Gitarren vergleichen darf ist klar. Aber genau da möchte ich den Hagstrom Leuten mal was ins Stammbuch schreiben. Wenn man dieses Instrument an allen Teilen besser macht und sauber verarbeitet sowie am Ende vernünftig einstellt und testet (Thema Endkontrolle), würde ich für die dann wirkliche "Superstrat" gerne auch deutlich mehr bezahlen. So wie Sie ist hält die XL-5 einem Vergleich mit Gitarren aus meiner Zeit in der Preisklasse von damals ca. 800,00 DM nicht stand.

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