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Gibson G-Bird Test

Die Gibson G-Bird stellt den neuesten Streich in Gibsons Generation Collection dar, die nun fünf Modelle umfasst. Unter dem Slogan “Hear More of You” wurden im letzten Jahr erstmals die schlichten und in Bozeman, Montana gefertigten Akustikgitarren vorgestellt. Besonderheit ist der Gibson Player Port, eine zusätzliche Öffnung auf der oberen Zarge. Alle Instrumente orientieren sich an bekannten Akustikgitarren von Gibson, setzen aber auf etwas schlankere Zargen und frische Holzkombinationen.

Gibson G-Bird Test

Gibson G-Bird – das Wichtigste in Kürze

  • fünftes Modell aus der Gibson Generation Collection
  • moderne Interpretation der Gibson Hummingbird
  • Fichtendecke und Walnusskorpus
  • Hals aus Utile (Sipo) mit Ebenholzgriffbrett
  • Gibson Player Port auf der oberen Zarge sorgt für eine direktere akustische Rückmeldung an den Spieler
  • Made in Bozeman, Montana USA

Die Generation Collection zeigt sich zurückhaltend im Design

Wie unsere beiden Tests zur G-200 und zur G-00 sowie ein Audiovergleich aller vier Modelle aus dem letzten Jahr zeigten, sorgen die neuen Hölzer klanglich für ein luftiges und frisches Grund-Timbre. Nicht nur dem Aussehen nach vermitteln die bisher erschienenen Gitarren außerdem etwas Unkompliziertes. Wie sich der Neuzugang in dieser Hinsicht schlägt und ob die G-Bird trotz anderer Hölzer noch einen Teil der Hummingbird-DNA in sich trägt? Finden wir es heraus!

Fotostrecke: 10 Bilder Die Gibson G-Bird soll trotz anderer Hölzer noch einen Teil der Hummingbird-DNA in sich tragen
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Tasche im Lieferumfang der Gibson G-Bird

Genau wie ihre Schwestern aus der Generation Collection wird auch die neue Gibson G-Bird in einer Tasche ausgeliefert. Sicherlich könnte man annehmen, dass bei einem Preis von aktuell knapp 1800 Euro auch ein Koffer Teil des Lieferumfangs sein könnte. Aber die mitgelieferte Tasche wirkt hochwertig, ist gut gepolstert und hat neben einem Reinigungstuch und dem Werkzeug zum Nachstellen der Halsneigung auch ein D’Addario Humidipak zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit dabei. Bei der ersten Begutachtung präsentiert sich die G-Bird mit dem typisch ausladenden Korpus der Hummingbird. Letztere steht mir im Rahmen eines Tests zur neuen Gibson Faded-Serie aktuell ebenfalls zur Verfügung, sodass ich sie erfreulicherweise immer wieder zum Vergleich heranziehen kann. Und wie der erste optische Direktvergleich auch sofort bestätigt, verfügt die G-Bird über eine sichtbar schmalere Zarge als das historische Vorbild. Ansonsten präsentiert sich auch die fünfte Ausgabe der Generation Collection mit dem typisch zurückhaltenden und unbehandelt wirkenden Design. Bei unserer G-Bird zeigen sich allerdings bei genauerem Hinsehen ein paar helle Streifen in der Maserung der Fichtendecke, die den optischen Gesamteindruck für mein Empfinden ein wenig trüben. Meines Erachtens könnte man in dieser Preisklasse etwas sorgfältiger bei der Holzauswahl sein.

Fotostrecke: 2 Bilder Genau wie ihre Schwestern aus der Generation Collection wird auch die neue Gibson G-Bird in einer Tasche ausgeliefert.
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Bei der G-Bird trifft Fichtendecke auf Walnusskorpus

Für den tendenziell frischen Sound der Serie zeigen sich alternative Holzkombinationen verantwortlich, die man bei akustischen Gitarren nicht alle Tage antrifft. Den Auftakt macht der Korpus mit einer Fichtendecke und Walnussholz für Boden und Zargen. Durch die dünne und satinierte Nitrolackierung wirkt der Korpus der G-Bird naturbelassen und die Maserung des Walnussholzes kommt gut zur Geltung. Verdeckt werden die Korpuskanten ansonsten nur von einem schwarzen Binding, das das zurückhaltende Design unterstreicht. Das ausladende Hummingbird-Pickguard ist ebenfalls schlicht in Schwarz. Die hauseigenen Saiten in den Stärken .012 – .053 werden in einem Ebenholzsteg mit schwarzen Pins aus Kunststoff fixiert und laufen anschließend über eine Stegeinlage aus TUSQ, unter der auch das Piezoelement des verbauten Pickups sitzt. Für die Verbalkung im Inneren des Korpus kommt ansonsten das traditionelle Scalloped X-Bracing der originalen Hummingbird zum Tragen.

Fotostrecke: 3 Bilder Die hauseigenen Saiten in den Stärken .012 – .053 werden in einem Ebenholzsteg mit schwarzen Pins aus Kunststoff fixiert.
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Utile für den Hals der G-Bird 

Was die Holzauswahl betrifft, wird es beim Hals noch exotischer. Dort kommt Utile zum Einsatz, das auch unter der Bezeichnung Sipo-Mahagoni oder schlicht Sipo firmiert. Darüber hinaus ist der Hals deutlich moderner abgestimmt als bei der klassischen Hummingbird. Verantwortlich dafür sind neben dem sogenannten Advanced-Response-Profil auch das Ebenholzgriffbrett mit 16-Zoll-Radius sowie 20 sauber eingesetzte und verrundete Bünde, die etwas schlanker ausfallen. Wie bei allen tendenziell hochpreisigeren Modellen der Serie offenbart das Griffbrett außerdem statt einfacher Punkteinlagen die schön anzuschauenden G-Collection Single-Bar-Intarsien, die nur die obere Hälfte des jeweiligen Bundes verzieren. Die Mensur beträgt 628,65 mm und die Sattelbreite 43,815 mm. Grover Mini Rotomatic Tuner sorgen an der Kopfplatte für die richtige Stimmung.

Fotostrecke: 6 Bilder Für den Hals kommt Utile zum Einsatz, das auch unter der Bezeichnung Sipo-Mahagoni oder schlicht Sipo firmiert.
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Ein LR Baggs Element Bronze Pickupsystem verstärkt die G-Bird

Für die elektrische Verstärkung steht das simple LR Baggs Element Bronze System bereit. Es besteht aus einem Piezo-Element unter der Stegeinlage und einem Preamp, der mit einem Lautstärkeregler an gewohnter Stelle unter dem oberen Schalllochrand sitzt.

Fotostrecke: 1 Bilder Ein LR Baggs Element Bronze System dient zur Verstärkung der Gitarre auf der Bühne.
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