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Gemini CDM-4000 Test

Praxis

Gemini CDM-4000 verfügt über eine sehr übersichtliche Anordnung der Bedienelemente.  Die Steuerung der Player via Play/Pause/Cue-Tastenkombination funktioniert erwartungsgemäß reibungslos. Die Track-Search-Tasten navigieren komfortabel in Einser- oder Zehnerschritten durch die Tracklisten. Ein Highlight des CDM-4000 sind definitiv die hochwertigen, berührungsempfindlichen und erfreulich direkt agierenden Jogwheels. Ob Pitch-Bending oder framegenaues „Scannen“ der Songs: Es geht einem leicht von der Hand. Beim Scratching ist zwar eine gewisse Latenz bemerkbar, doch funktioniert die Vinyl-Emulation für ein Gerät dieser Preisklasse erstaunlich gut. Der Gelegenheits-Scratcher dürfte damit hochzufrieden sein. Sehr praktisch finde ich, dass man die Jogwheel-Gummiränder auch im Scratch-Mode für Pitch-Bends verwenden kann, ohne umschalten zu müssen.
Mit großzügigen 65 Millimetern Arbeitsweg, einer rastenden Nullstellung und Reset-Tasten ausgerüstet, unterstützen die Pitchfader einen reibungslosen Mix-Workflow. Eine Master-Tempo-Funktion ist jedoch nicht an Bord. Mit der Loop-Sektion lassen sich mit ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl trotz fehlender Quantisierung saubere manuelle Schleifen erzeugen. Auch die Reloop-Taste zum Zurückspringen in zuvor erzeugte Schleifen und zum Triggern derselben funktioniert klasse. 

Fotostrecke: 3 Bilder Die LCD-Displays sind hell beleuchtet und angenehm kontrastreich.
Fotostrecke
Audio Samples
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Loops Pitch +/-12 Pitch-Bend Scratching

Mixing und Metering

Sämtliche Fader am CDM-4000 haben einen Arbeitsweg von 45 Millimetern und sind angenehm leichtgängig. Die Schnellwechselvorrichtung des Crossfaders gefällt, denn sie ermöglicht einen Austausch ohne Öffnen des Chassis. Auch die Arbeitskurven der Fader sind perfekt gewählt, denn mit ihnen lassen sich sowohl butterweiche Übergänge als auch einfachere Scratches performen. Allerdings sind die Fadercurves nicht veränderbar und die Arbeitsrichtungen der Flachbahnregler lassen sich nicht umkehren. Das darf man bei einem Gerät dieser Preisklasse auch nicht erwarten. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Fader-Start-Option, die den entsprechenden Player automatisch in Gang setzt, sobald sich der Crossfader in Richtung Mitte bewegt. Mit dem mittengerasterten Zweiband-EQ nehme ich klangliche Korrekturen vor. Eine Full-Kill-Funktion ist zwar nicht zugegen, doch eignen sie sich hervorragend zur klanglichen Anpassung der Signale und arbeiten erfreulich übersteuerungsfest. Das Pegelmeter hat eine Länge von 2 x 40 Millimetern und zeigt den Master-Output an. Die LEDs sind leider mit diffusen Blenden versehen, was die Anzeige verschwommen und damit ziemlich ungenau erscheinen lässt. 

Gemini CDM-4000: Solide Audioeigenschaften ohne viel Tamtam
Gemini CDM-4000: Solide Audioeigenschaften ohne viel Tamtam

Klang

Das Ausgabesignal des Gemini CDM-4000 ist wohltuend rauscharm, klingt recht harmonisch und bleibt auch bei höheren Pegeln erfreulich verzerrungsarm. Die Höhen präsentieren sich angenehm klar und der Mittenbereich kommt erfreulich präsent rüber. Leider fehlt es dem Bass etwas an Transparenz, doch in Anbetracht der Preisklasse möchte ich dies nicht ernsthaft beanstanden. Es folgen Hörbeispiele.

Audio Samples
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Master-Output Original-Wav Zweiband-EQ Mikrofon
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Profilbild von dj poison

dj poison sagt:

#1 - 01.02.2016 um 13:53 Uhr

Empfehlungen Icon 0

warum spielt der cdm 4000 von gemini die turntables (line in) so leise im vergleich zu cd?

    Profilbild von Detlef Rick (Autor)

    Detlef Rick (Autor) sagt:

    #1.1 - 25.02.2016 um 15:26 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo DJ Poison, das Problem ist ein Bedienungsfehler. Turntables müssen an einen speziellen Phono-Input und nicht an einen Line-Eingang angeschlossen werden. Der Grund warum du das Signal nur sehr leise hörst, ist weil in der Signalkette ein spezieller Phono-Preamp fehlt der das leise Signal deines Tonabnhemers (circa 30 mV) vorverstärkt. Außerdem werden Phonosignale in solchen Preamps klanglich angepasst (entzerrt). Ich empfehle dir unseren Artikel über Plattenspieler. Dort findest du alle nötigen Infos. Link: http://www.bonedo.de/artike... Keep mixing!

    Antwort auf #1 von dj poison

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