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Gear-Chat Reset Robot

Hallo Dave! Sehr schön dich hier bei unserem Gear-Chat zu haben. Wann startete deine musikalische Reise? Was hat dich von Kind auf an Musik fasziniert oder wurdest du von deinen Eltern verdonnert ein Musikinstrument zu spielen?

Es ist sehr schwierig für mich zu sagen, wann meine eigentlich musikalische Reise begann. Aber ich kann mich definitiv daran erinnern, dass ich mich schon früh im Kindesalter für Musik begeistern konnte. Meine Eltern waren schon immer Musik-Fans und die heimische Stereo-Anlage war immer der Mittelpunkt unserer Familie.

Welche Werkzeuge hast du für deine ersten musikalischen “Werke” eingesetzt? Hattest du von Anfang an eigene Hardware und ein Home-Studio?

Ich startete eigentlich mit einem Music-Production-Kurs am College, die wirklich sehr gut ausgestattet waren. Dort war ein cooles Mackie-Desk, eine Reihe an Akai-Samplern, Roland JV-1080 und einige FX-Einheiten. Zu dieser Zeit nutzte ich Cubase, bis mir ein Lehrer eine Kopie von Reason zeigte, was mich sehr fesselte.

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Dave und seine Synthesizer
Dave und seine Synthesizer

Du tourst durch die ganze Welt, spielst live und als DJ in den verschiedensten Locations und vor einer tobenden Menge Zuhörer. Bist du immer noch nervös, bevor du die Bühne oder das DJ Booth betrittst? Gibt es eine Zauberformel die Nervosität in den Griff zu bekommen?

Ich werde immer sehr nervös. Mir geht es teilweise sogar richtig schlecht vor einem Gig. Sobald ich aber mein Set mit der ersten Platte beginne, ist dieses Gefühl sofort verschwunden.

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Aus deiner Sicht: Wie hat sich die Musikszene in den letzten Jahren geändert?

Es hat sich auf jeden Fall geändert. Dinge ändern sich nun mal. Smartphones haben hier sicherlich eine große Rolle gespielt.

Dein neues Release, also deine zweite EP “Aposiopesis” auf Alan Fitzpatricks Label “We Are The Brave”, wurde gerade veröffentlicht. Was hat dich dazu inspiriert, diese zwei eher atmosphärischen Techno-Tracks zu produzieren? Und warum hast du Alans Label hierfür ausgewählt?

Diese Tracks sind sehr ähnlich aufgebaut. Ich liebe diesen härteren Techno-Sound, aber auf der anderen Seite mag ich auch, wenn es ein wenig deeper wird, durch Addition von Pads und passenden Stab-Sounds. Alan und ich sind seit etlichen Jahren gute Freunde. Deswegen schicke ich ihm immer meiner neuesten Tracks. Und dieses Mal hat er gefragt, ob er sie releasen darf!
Aposiopesis@Beatport

Du hast schon unzählbar viele EPs und ein Artist-Album veröffentlicht, an dem du auch mit anderen Künstlern zusammen gearbeitet hast. Was ist so speziell an Kollaborationen? Oder arbeitest du lieber alleine im Studio?

Ich mag beides. Wenn du für dich alleine bist, passiert es sehr oft auf einzelnen Sounds hängen zu bleiben oder etwas sehr schnell nervig zu finden. Ich finde, wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, dass wir viel schneller zum Ziel kommen.

Analog und digital bei Reset Robot auf dem Tisch
Analog und digital bei Reset Robot auf dem Tisch

Hast du eigentlich nochmals darüber nachgedacht Songs für ein weiteres Album zu sammeln? Ist es eigentlich in der heutigen Zeit überhaupt noch wirtschaftlich ein Artist-Album zu veröffentlichen?

Ja, ich werde auf jeden Fall ein neues Album machen … Beobachtet meine Nachrichten! Alben sind großartig und es ist immer wieder eine Herausforderung mit vielen Stilen und Texturen herumzuexperimentieren.

Erinnerst du dich an deinen ersten Synthesizer oder Drum Machine, die du für deine ersten eigenen Produktionen eingesetzt hast? Welche Hard- und Software ist heute dein Favorit?

Meine erste Hardware war ein Akai S3000. Das war ganz schön limitiert, aber auch viel Spaß mit der Maschine. Jetzt habe ich einiges mehr und eins meiner Lieblingsgeräte ist ein Korg MS2000.

Fotostrecke: 3 Bilder Korg MS2000
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Welcher Synthesizer, Drum-Synth oder Effekt macht den typischen Signature-Sound von Reset Robot aus?

Reason ist mein Haupt-Tool. Eigentlich nutze ich hauptsächlich Thor und Redrum aus dieser DAW.

Wie sieht ein typischer Tag im Studio mit Reset Robot aus? Verrate uns doch den kreativen Prozess des Titel-Tracks deiner neuen EP.

Zuerst ein Kaffee. Immer zuerst eine Menge Kaffee. Dann gehe ich meist an die Drums oder suche mir ein paar interessante Samples. Bei “Aposiopesis” habe ich, glaube ich, mit der Kick, Bass und dem atmosphärischen Pad angefangen. Dann ging alles recht schnell und ich addierte mehr Drums und das Hauptelement, den Rave-Stab-Sound.

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Dein Studio ist vollgepackt mit Gear und Software. Was denkst du über digital vs. analog?

Ich würde nicht sagen, dass es überladen ist. Ich habe hier und da noch ein wenig Stellplatz über für ein oder zwei Dinge. Keine Ahnung, was das sein könnte, aber das wird sicherlich bald gefüllt werden. Ich mag beides. Die beiden Arten laufen so gut zusammen und nebeneinander, dass ich eigentlich gar nicht mehr darüber nachdenke. Einiger meiner großen Songs sind komplett “in-the-box” entstanden. Aber wenn ich eins sagen kann: Den meisten Spaß habe ich mit Hardware.

Fotostrecke: 2 Bilder Moog Moogerfooger MF-108M
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Hast du andere Projekte, die du in deinem Studio neben Reset Robot bearbeitest?

Ich arbeite beruflich täglich mit vielen anderen Künstlern zusammen. Die Zusammenarbeit mit Jacks/Somnium ist für eins meiner persönliches Projekte sehr wichtig. Er ist ein großartiger Produzent, und ich lerne sehr viel von ihm und seiner Arbeitsweise. Ich habe ein weiteres Projekt namens “Mister Woo”, aber hierfür haben wir schon lange nichts mehr geschrieben. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern.

Du tourst sehr viel und bespielst die unterschiedlichsten Orte. Welches war dein “place to be”, also der Club oder das Festival, an das du mit Gänsehaut-Feeling zurückdenkst? Und warum?

Ich hatte vor einem Jahr im Foster Club in Cordoba (Argentinien) einen unglaublichen Gig. Es herrschte eine extreme Verbindung zwischen der Crowd und mir.

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Du bist auch als DJ unterwegs. Was bevorzugst du: live mit Instrumenten, USB Sticks und CDJs oder Laptop und Audio-Interface?

Auf jeden Fall USB und CDJs!

Was sind deine fünf Lieblings-Geräte in deinem Studio und auf der Bühne?

  • Allen & Heath Xone 92
  • Elektron Machinedrum
  • Korg MS 2000
  • Empirical Labs Distressor
  • Moog Sub37

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von Marcus Schmahl

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