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Finneas sauer auf Pitchfork Kritik – „Hit Me Hard and Soft“ kein Jahrhundertalbum

Am 17. Mai veröffentlichte Billie Eilish ihr drittes Studioalbum „Hit Me Hard and Soft“.  Das Pitchford Magazin schreibt eine mittelmäßige Kritik (6,8 Punkte), bescheinigt dem Album, kein Jahrhundertalbum zu sein. Finneas, Producer und Bruder von Billie Eilish, ist sauer. Das Album erreicht Platz zwei bei den amerikanischen Billbord-Albumcharts und setzt eine neue Karriere-Verkaufsbestmarke für Billie Eilish mit 339.000 Albumeinheiten in der ersten Woche.

© Shutterstock, Rob Latour

Aber der Reihe nach. Am Erscheinungstag von „Hit Me Hard and Soft“ postet Finneas auf Instagram: „Ich gehe jetzt offline, denn was ihr alle von diesem Album haltet, ist eure Sache, nicht meine, aber ich hoffe wirklich, dass es euch gefällt – wir machen alles mit Blick auf euch und wir verdanken euch alles – danke für den kranken Job/das kranke Leben. Wir sind so glücklich.“

>>>Finneas auf Instagram<<<


Vier Tage nach Erscheinen des Albums veröffentlicht das Pitchfork Magazin seine Album-Review. Die Autorin Hannah Jocelyn beendet die Review wie folgt:

„Jeder Song auf diesem großen Album hat ein hörenswertes Detail, aber das Beharren auf mehrteiligen Epen und Balladen nimmt dem Ganzen den Schwung…Die viel gepriesene Live-Instrumentierung ist mehr Augenwischerei als wichtiger Teil der Kunst, und Jon Castellis heller, gesättigter Mix überlässt es den fremden Elementen, um den Platz in den überfüllten Abschnitten kämpfen. All diese Verbesserungen heben sich gegenseitig auf bis HMHAS einfach eine weitere gute Platte von Billie und Finneas ist – sicherlich geschmackvoll und manchmal fesselnd, aber alle Session-Musiker der Welt können es nicht zu einem Meisterwerk machen.“

Harter Tobak. Finneas antwortet laut Musikexpress in einem mittlerweile wieder gelöschtem Kommentar, dass er glaube, Pitchfork wolle nur eine exklusive Meinung vertreten und dass es nicht cool sei „eine positive Kritik über ein Album zu schreiben, das jeder mag – sie müssen einen anderen Standpunkt haben. Sie gaben ‚Born To Die‘ (von Lana Del Rey) eine 5,5 – das zeigt ihren ganzen Hass“.

Im großen Rolling Stone Interview sprechen Finneas und Billie über ihre Vision von „Hit Me Hard and Soft“. Finneas sagt, es sei kein Konzeptalbum, aber es sei „inspiriert von Autorenwerken der letzten 15 Jahre, wie Viva La Vida von Coldplay, Born to Die von Lana Del Rey, Goblin von Tyler, the Creator, Electra Heart von Marina and the Diamonds und Big Fish Theory von Vince Staples.“ HMHAS sei ein “album-ass album”.

Dazu Pitchfork:

“Diese Platten sind ebenfalls ehrgeizige Mini-Pop-Epen, auf denen etablierte Künstler ihr Können unter Beweis stellen, aber in der Regel gibt es einen Außenstehenden wie Brian Eno oder SOPHIE, der die Musiker aus ihrer Komfortzone herausholt. Mit Finneas am Ruder ist HMHAS ein weiteres Mal dasselbe…das Album weist dieselben dichten Gesangsschichten und einfallsreichen Perkussionsinstrumente auf, die Finneas zu einem der am ausführlichsten dokumentierten Produzenten der Popmusik machen. Aber es gibt keine wirkliche Wendung, nur größere Versionen dessen, was sie bereits gemacht haben.“

Der Name des Albums, Hit Me Hard and Soft, entstammt übrigens einem Missverständnis. Eilish dachte, dass ein Synthesizer in Logic Pro „Hit Me Hard and Soft“ heißt. „Ich dachte, es wäre eine perfekte Zusammenfassung dessen, was dieses Album macht“, erklärt sie dem Rolling Stone Magazine. „Es ist eine unmögliche Anforderung: Man kann nicht hart und weich getroffen werden. Man kann nicht gleichzeitig etwas Hartes und etwas Weiches machen. Ich bin ein ziemlich extremer Mensch, und ich mag es, wenn die Dinge körperlich sehr intensiv sind, aber ich liebe es auch, wenn die Dinge sehr zart und süß sind. Ich will zwei Dinge auf einmal. Ich dachte also, das wäre eine wirklich gute Art, mich zu beschreiben, und ich liebe es, dass das nicht möglich ist.”

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