Gitarre Hersteller_Fender
Test
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06.04.2012

Fender Hot Rod Blues Junior III LTD Test

Röhren-Combo

Blues Kobold

Die kleinen leistungsstarken Röhrencombos der Hot Rod Serie aus dem Hause Fender erfreuen sich bei Gitarristen großer Beliebtheit, und das beileibe nicht nur wegen ihrer kompakten Abmessungen. Bei Bedarf sind sie nämlich in der Lage, richtig Lärm zu machen und sich locker gegen die trommelnde und tieftönende Zunft in Szene zu setzen - und das zu einem recht moderaten Preis.

Das klingt alles sehr vielversprechend und bezieht sich auf die gesamte Serie. Allerdings fällt ein Sondermodell ins Auge, das sich mit kleineren und größeren Unterschieden vom Rest absetzt. Der größere Unterschied ist zweifellos das Erscheinungsbild, genauer gesagt die Farbe. Und die ist in unserem Fall tatsächlich ganz schön rot. Ob der Blues Junior III LTD aus Fenders Hot Rod Serie noch weitere signifikante Änderungen erfahren hat, das wollen wir herausfinden.

DETAILS

Gehäuse/Optik

Man könnte fast meinen, der FC Bayern München hätte sein Merchandise-Programm erweitert, denn der Amp im roten Vinyl ist ein echter Hingucker und das nicht nur auf der Bühne. Er kommt im fast quadratischen Toploader-Design mit schwarzem Boxenbespannstoff, hinter dem sich der 12" Lautsprecher befindet. Und hier zeigt sich auch der nächste Unterschied zu den Standard Blues Junior Amps: Für die Limited Edition hat man auf einen Eminence-Lautsprecher mit der Bezeichnung Redcoat Wizard zurückgegriffen.

Die Rückseite des Amps ist im unteren Drittel offen, hier hat man auch Zugang zur Hallspirale, denn unser Proband ist selbstverständlich mit einem echten Federhall mit Accutronics-Hallspirale ausgestattet. Ansonsten zeigt er sich von dieser Seite sehr spartanisch - außer dem festen Netzkabel gibt es keine weiteren Anschlüsse oder Buchsen, lediglich eine kleine Öffnung ermöglicht den Blick auf die hinter Kühlrippen befindlichen Glaskolben. Hier glühen drei 12AX7 Vorstufen- und zwei EL84 Endstufenröhren. Mit 14 Kilo ist der Blues Junior nicht unbedingt ein Leichtgewicht unter den 1x12 Combos, aber er lässt sich noch angenehm am oberseitig angebrachten und gut geformten Kunststoffgriff tragen. Für sicheren Halt, auch auf glatten Oberflächen, sorgen vier große Gummifüße.

Bedienfeld

Das schwarze Amp-Paneel beheimatet sechs schneeweiße Chickenhead-Regler, mit denen der Blues Junior dem eigenen Sound-Geschmack angepasst werden kann. Zusätzlich findet man dort den sogenannten "Fat-Switch", der - wie der Name vermuten lässt - eine Boost-Funktion aktiviert, um mehr Zerre aus dem Würfel zu locken und den Klang entsprechend fetter zu gestalten. Die Einzelheiten dazu erfahrt ihr selbstverständlich im Praxisteil. Der Amp ist sehr schlicht strukturiert, es gibt lediglich einen Kanal mit Master-Volume und Reverb. Eine Dreiband-Klangregelung mit den drei üblichen Verdächtigen Bass, Middle und Treble steht zu Diensten, der Verzerrungsgrad der Vorstufe wird per Volume-Regler bestimmt und die Endlautstärke per Master Volume. Wie schon erwähnt, ist der Blues Junior ist mit einem echten Federhall ausgestattet, dessen Intensität mit dem Reverb-Regler bestimmt wird. Zur besseren Orientierung sind die Reglerpositionen mit Zahlen von 1 bis 12 versehen, also noch "one louder" als der Marshall von Nigel Tufnel bei Spinal Tap. Die Anschlussbuchse für die Gitarre wartet links außen, der Netzschalter mit der dazugehörigen LED ganz rechts. Ein zweiter Schalter für Standby-Betrieb existiert nicht, der Amp braucht nach dem Einschalten einen kleinen Moment, bis die Röhren aufgewärmt und komplett betriebsbereit sind.

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