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ESP LTD F-205FM Test

Praxis

Der LTD F-205FM ist ein ausgewachsener Fünfsaiter mit extralanger Mensur – viele Bassisten würden den “Heavy-Bass” vermutlich auf den ersten Blick eher in der Schwergewichtsklasse einstufen. Tatsächlich wiegt mein Testexemplar allerdings gerade mal 4 Kilogramm – ein absolutes Fünfsaiter-Idealgewicht, das sicherlich in erster Linie durch die Verwendung der leichten Linde beim Korpus erreicht wird.
Trotz des leichten Bodies hängt der F-205 erfreulicherweise gut ausbalanciert am Körper und leidet nicht unter lästiger Kopflastigkeit. Aus ergonomischer Sicht könnte man vielleicht die harten Korpuskanten kritisieren. Insbesondere für Bassisten, die den rechten Unterarm auf den Korpus stützen, wäre ein üppigeres Shaping an der oberen Zarge durchaus wünschenswert. Rockbassisten, die den Bass ohnehin recht tief hängen haben und mit dem Plektrum bearbeiten, wird das vermutlich ziemlich egal sein. Und schließlich gehört der kantige Korpus ja auch irgendwie zur Optik eines Heavy-Basses!

Leichter als er aussieht: der LTD besitzt mit gerade mal 4 kg ein ideales Gewicht für einen Fünfsaiter!

Der relativ schmale und flache Hals liegt dagegen ausgesprochen gut in der Hand und das Satin-Finish auf dem Halsrücken fühlt sich ausgesprochen geschmeidig an. Virtuose Läufe gehen auf dem LTD F-205FM bis zum 24. Bund wirklich leicht von Hand, und aufgrund der relativ engen Saitenabstände von 17 mm lassen sich auch Akkorde mühelos umsetzen. Beim Spielkomfort macht der günstige Fünfsaiter also wirklich eine gute Figur!

Angenehm – dieser Bass lässt sich tatsächlich bis zum 24. Bund hervorragend beackern.

Außerdem sollte der LTD f-205FM mit seinen zwei Soapbars und einer aktiven Elektronik auch soundmäßig einiges zu bieten haben. Für die Beurteilung habe ich wie immer einige Audiobeispiele aufgenommen, die den Sound des Basses ohne den Einsatz von zusätzliche Preamps oder EQs zeigen:

Audio Samples
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Beide Pickups, flat

Mit dem Tonabnehmer-Balance-Regler in Mittelstellung liefert der LTD F-205FM einen breiten, relativ ausgewogenen Sound mit vollen Bässen, warmen Mitten und dezenten Höhen. Die Qualität der ESP-Tonabnehmer geht durchaus in Ordnung, sie übertragen den Sound nur eben nicht so detailreich und transparent wie hochwertigere Soapbars. Auch die H-Saite des Fünfsaiters kann sich durchaus hören lassen – die tiefen Töne klingen voll und gut definiert!

Die tiefe H-Saite dieses Fünfsaiters kann sich hören lassen!

Mit dem Onboard-Equalizer kann man beim F-205FM zudem noch einiges bewegen und dem Klang somit auf die Sprünge helfen. Wenn man mit dem EQ beispielsweise die Mitten und die Höhen deutlich boostet, erhält der Sound ein deutliches Plus an Kontur und Durchsetzungskraft – der EQ packt also an den richtigen Punkten an.

Audio Samples
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Fingerstyle, beide PU, Mid-Boost, Treble-Boost Plektrum, Beide PU, Mid-Boost, Treble-Boost

Komplett auf den Halstonabnehmer geblendet, produziert der LTD F-205 Preci-ähnliche Sounds mit einer modernen Note:

Audio Samples
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Neck-PU, flat

Um diesen Sound in eine etwas klassischere Richtung zu trimmen, habe ich für den nächsten Clip den Equalizer des Basses heftig eingesetzt: Mehr Bässe sorgen für mehr Volumen, ein kräftiger Mitten-Boost bringt mehr Wärme, und mit komplett zugedrehtem Höhenregler geht es direkt in eine vintagemäßigere Richtung:

Audio Samples
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Neck-PU, Bass-Boost, Mid-Boost, Treble-Cut

Im nächsten Clip hört ihr die gleiche EQ-Einstellung, allerdings kommt nun der Stegtonabnehmer im Solobetrieb zum Einsatz. Man höre und staune: Wer gedacht hätte, dass der LTD-F-205 nur Metal kann, hat sich gründlich getäuscht. Mit diesem aufgemotzten Bridge-Pickup-Sound kann man nämlich durchaus auch in Fusion-Bands bestehen!

Audio Samples
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Bridge-PU, Bass-Boost, Mid-Boost, Treble-Cut
Extravagante Optik, tolle Bespielbarkeit und flexible klangliche Möglichkeiten – was will man mehr?
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Profilbild von Kaplan1273

Kaplan1273 sagt:

#1 - 30.12.2018 um 23:30 Uhr

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Die Hardware scheint die gleiche zu sein wie beim B205 – spiele ich seit einigen Jahren und kann nicht bestätigen, dass sie gut ist. Alle Einstellschrauben sind weich und verschleißen schnell, die Saitenreiter der Brücke sind unpräzise und eine Mechanik ist an der Achse beim Stimmen gebrochen. Irgendwo muss der Preis ja herkommen. Ach ja, die Bilder der Brücke hier zeigen, dass fast alle Saiten nicht richtig eingehängt sind, hätte man für das Foto korrigieren sollen ;-)

    Profilbild von lars.bonedo

    lars.bonedo sagt:

    #1.1 - 31.12.2018 um 12:50 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo Kaplan!Danke für den Hinweis, da hast du uns mit deiner "Langzeitstudie" zweifellos etwas voraus. Wobei wir ad hoc leider auch nicht sagen können, ob die Harware bei beiden Modellen wirklich die gleiche ist.Unsauber in die Brücke eingehängte Saiten werden wir für unsere Fotosessions allerdings nicht extra korrigieren, da wir die Produkte stets so ablichten, wie sie uns geliefert werden. Hier wäre natürlich der Hersteller mit mehr Akribie beim Setup gefragt. Aber andererseits ist dieses Thema ja auch nicht wirklich ein Beinbruch ... spätestens beim ersten Saitenwechsel macht eh jeder das, was er für richtig hält.Danke für dein Feedback und einen GUTEN RUTSCH! :-)Lars

    Antwort auf #1 von Kaplan1273

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