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Electro Harmonix Silencer Test

Der Electro Harmonix Silencer macht laut Hersteller dem Rauschen und Brummen zwischen Gitarre und Amp ein Ende. Eine auf jeden Fall sinnvolle Maßnahme, denn was nützt die edelste Gitarre, der teuer erworbene Boutique-Treter und das teuerste Kabel, wenn der Amp am Ende vor allem Nebengeräusche zu Gehör bringt. Kaum ein Hersteller von Gitarrenelektronik, der sich diesem Thema nicht widmet, und so unterschiedlich die Ansätze, so verschieden sind auch die Geräte, die Abhilfe versprechen.

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Aus dieser Masse sticht unser Testobjekt nicht nur heraus, weil es sich um ein Pedal handelt, das einen eigenen Einschleifweg mitbringt, sondern auch, weil es für wenig mehr als sechzig Euro den Besitzer wechselt. Trotzdem verspricht die Beschreibung des Silencers eine professionelle Performance.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das 262 Gramm schwere und 60 x 109 x 51 mm große Pedal besitzt ein Metallgehäuse, wird im Karton geliefert und ist EHX-typisch für härtere Belastungen ausgelegt. Die schwarze Lackierung samt weißer Schrift verleiht dem Silencer einen fast schon nüchternen Auftritt, aber ehrlich gesagt braucht ein Rausch-Vernichter auch keinen Glamour-Faktor.

Fotostrecke: 4 Bilder Ob die Band DISTURBED in ihrer Version von “The sound of silence” auch auf den EHX Silencer gesetzt hat,…
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Drei griffige Kunststoffknöpfe mit weißem Skalenstrich lassen ein Einstellen von Release, Threshold und Reduction zu. Mit Threshold wird der Pegel bestimmt, der das Noise Gate passieren darf. Wird der Regler ganz nach links gedreht, hat das komplette Signal Durchfahrt, je weiter rechts es steht, desto mehr Pegel wird gebraucht, um das Gate zu öffnen. Der Reduction-Regler steuert die Absenkung des Signals von -70 bis hin zu +4 dB womit sich der Rauschpegel sogar anheben ließe! Und schließlich legt Release die Zeit fest, in der das Gate bei Unterschreiten des eingestellten Threshold-Levels schließen soll. Hier reicht die Spanne von acht Millisekunden bis zu vier Sekunden. Acht Millisekunden können für den modernen Hardcore-Gitarristen, der Stakkato-Riffs spielt, immer noch zu lang sein, aber das werde ich im Praxisteil noch etwas näher betrachten.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Bedienoberfläche wird von drei schwarzen Potiknöpfen mit weißem Skalenstrich beherrscht.…
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Wird das Pedal mit dem Metallfußschalter aus seinem gebufferten Bypass-Schlaf geweckt, leuchtet eine kleine grüne LED. Neben den Ein- und Ausgangsbuchsen finden sich zusätzlich noch eine Send- und Return-Buchse an den Gehäuseseiten, und das macht durchaus Sinn! Die beste Platzierung eines Noisegates ist grundsätzlich hinter dem Instrument, da hier die meisten Nebengeräusche durch die Pickups entstehen. Allerdings kommen durch die verwendeten Effektpedale weitere hinzu, und genau dort greift der Einschleifweg des Silencers. Mit ihm kann das Pedal an jeder beliebigen Position des Signalflusses platziert werden und dort sein segensreiches Werk verrichten.

Fotostrecke: 4 Bilder Beim Anblick von je zwei Klinkenbuchsen pro Seite, denkt man reflexartig an eine Stereo-Auslegung des Pedals.
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Das Pedal lässt sich wahlweise mit einem 9-Volt-Block oder einem 9-Volt-DC-Netzteil betreiben, ein passender Stromspender sollte in jedem Gitarristenhaushalt in Form einer zentralen Spannungsversorgung oder eines einzelnen Netzteils zu finden sein. Sollte jedoch Batteriebetrieb gewünscht sein, muss die Bodenplatte mit vier Kreuzschlitzschrauben entfernt werden. Im Inneren des sauber verarbeiteten Pedals befindet sich dann der Anschluss für den 9-Volt-Block. Glücklicherweise hat Electro Harmonix dem Silencer vier Gummifüßchen spendiert, die ihn auf glatten Flächen am Platz halten. Das kriegt so mancher Boutique-Hersteller nicht hin! Die Verarbeitung ist gut, die Klinkenbuchsen und auch der Fußschalter sind mit dem Gehäuse verschraubt und damit auch härteren Belastungen gewachsen. Wenn ich mir dann noch einmal kurz den Preis vor Augen führe, dann ist das schon erstaunlich.

Fotostrecke: 2 Bilder Zur Spannungsversorgung kann man entweder eine 9V-Block Batterie verwenden,…
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