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Electro Harmonix Grand Canyon Test

Das Electro Harmonix Grand Canyon Delay- und Looper-Pedal präsentiert sich als der große Bruder des 2017 erschienenen Canyon Delays und tritt dementsprechend mit mehr Features auf den Plan. Auch wenn das kleine Canyon schon sehr reich bestückt war, fällt beim Grand Canyon die Vielfalt an Anschlüssen und Steuerungsoptionen sofort ins Auge.

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Natürlich gehört der legendäre Sound des Deluxe Memory Man zum Angebot, und komplettiert wird die Vielfalt durch zwei weitere Delay-Simulationen, die man dem Pedal implantiert hat. Ob das Grand Canyon mit all diesen Features auch klanglich so überzeugend auftreten kann, wie es der kleiner Bruder in seinem Test vorgemacht hat?

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Details

Lieferumfang/Gehäuse

Farblich und grafisch gibt sich das robust verarbeitete Grand Canyon Pedal identisch mit seinem Vorgänger, fällt aber mit seinen Maßen von 121 x 102 x 57 mm größer aus. Geliefert wird unser Proband in einem Pappkarton, der EHX-typisch auch gleich ein 9,6V-Netzteil und eine ausführliche Bedienungsanleitung bereithält. Vier Gummifüßchen sorgen dafür, dass es auf der Bühne sicher am Platz bleibt.

Fotostrecke: 3 Bilder Mit jeder Menge Echo-, Delay- und Halleffekten und einem Looper bestückt, präsentiert sich das Grand Canyon bei unserem Tester.
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Anschlüsse und Stromversorgung

Wie schon erwähnt, liefert der Hersteller das Netzteil gleich mit. Dennoch lässt sich das Gerät auch mit anderen 9V-Netzteilen betreiben, die 150 mA bereitstellen. Alle Anschlüsse sind an der Stirnseite untergebracht. Hier gibt es neben dem Netzteilanschluss und dem Mono-Eingang für das Gitarrensignal zwei Ausgänge für Stereo-Anwendungen, einen separaten Fußschalter-Anschluss und einen Anschluss für ein Expression-Pedal. Da das Pedal nur über einen Mono-Input verfügt, dürfte es weiterhin vor allen Dingen für Gitarristen interessant sein. Tastenspieler hingegen, die häufig schon mit einem Stereosignal aufwarten, müssen also außen vor bleiben. Aber auch die Möglichkeit, weitere Stereopedale vor dem Grand Canyon im Signalweg zu platzieren, ist nicht gegeben.

Fotostrecke: 3 Bilder Auch an Anschlüssen mangelt es dem Grand Canyon nicht.
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Bedienelemente und Funktionen

Auch auf der Oberseite des Grand Canyon präsentieren sich einige Bedienelemente, dennoch fällt die Bedienung recht übersichtlich und zum größten Teil selbsterklärend aus. Möchte man etwas tiefer in die Materie einsteigen, lohnt sich aber dennoch ein Blick in das gut gestaltete Manual. Vier weiße Potis regeln wahlweise die Grundeinstellungen des Delays oder des Loopers. Zwei ebenfalls weiße Taster sind außerdem für die Anwahl der Hauptmodi und der Subdivisions bzw. Notenwerte zuständig, in die das eingegebene Delay-Tempo unterteilt werden soll. Für die Basis-Konfiguration stehen drei Modi zur Verfügung. Hier kann der Anwender wählen, ob er nur das Delay, das Delay und den Looper oder nur den Looper nutzen möchte. Je nach angewähltem Modus ändern dabei die Potis zur Grundeinstellung ihre Funktionen. Möchte man den Looper aufwendiger konfigurieren, geht das nur im Loop-Einzelmodus, was bei den Doppelbelegungen der Potis aber auch nur logisch ist.

Fotostrecke: 4 Bilder An Bedienelementen wurde auch nicht gegeizt und so zeigt sich die Oberseite vielfältig bestückt.
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Nutzt man also den Looper parallel mit dem Delay, arbeitet ersterer rudimentärer.
Vier weitere kleine Taster stehen zum Aktivieren von Zusatzfunktionen zur Verfügung.
Hier kann im Stereobetrieb ein Ping-Pong-Delay aktiviert werden. Außerdem kann der Anwender mit dem Tails-Poti entscheiden, ob das Signal bei der Deaktivierung des Pedals ausklingen soll. Eine Moment-Funktion aktiviert das Delay nur bei gehaltenem Fußschalter, und last, but not least lässt sich der Exp. Mode zur Steuerung mit einem externen Expression-Pedal abrufen. Hier schlummert die Möglichkeit, jeden einzelnen Parameter für die Steuerung mit einem Expression-Pedal zu programmieren, was einem kreativen Umgang mit dem Delay natürlich sehr entgegenkommt.
Über ein gerastertes Poti lassen sich dann sage und schreibe zwölf verschiedene Delay-Modi und ein Looper-Modus abrufen. Über zwei kleine Potis können außerdem zwei dem jeweiligen Modus zugewiesene Parameter konfiguriert werden. Der angewählte Delay-Typ ist dabei über eine rote LED sichtbar markiert. Da man auch bei diesem Pedal eine Menge Funktionen auf relativ kleinem Raum untergebracht hat, fällt die Steuerung der weiteren Parameter etwas fummelig aus. Erfreulicherweise lässt sich aber die gewählte Einstellung speichern, indem man das Delay-Modus-Poti länger hält. Im Vergleich zum kleinen Canyon Delay sind die meisten Delay-Typen zumindest auf dem Datenblatt identisch. Dennoch sind mit dem Drum und dem Doubler auch zwei neue Modi an Bord.

Hier eine Übersicht: 

DelayBeschreibungControl 1Control 2
Echo24 Bit Digital DelayFilterBit Crusher
ModDigital Delay mit ModulationMod RateMod Depth
MultiMulti-Tap Delay mit exakter Wiederholungsanzahl (Bis zu 31 Wdh.)FilterDecay/Swell
ReverseReverse DelaySensivityMod Depth
DMMEHX Deluxe Memory Man SimulationMod RateMod Depth
TapeTape Delay SimulationDistortionFlutter Depth
ReverbPlate Reverb + EchoVerb TimeVerb Tone
PitchPitch Shifting + Digital DelayModePitch
ShimMischung aus Octaver und ModulationsdelayFilterMod Depth
Sample/HoldDas Delay hält die Note oder den Akkord bis zum nächsten AnschlagSensivityDecay/Swell
DrumSimulation eines magnetischen ScheibenechosRhythmDrum Age
DoublerKurzes Digital Delay zum „Andicken“ oder Verbreitern des GitarrensignalsOffset TimePitch Spread
LooperModus Aktiv im Looper ModeReverseSpeed

Ist der Tails-Mode deaktiviert, arbeitet das Grand Canyon mit einem analog gepufferten Bypass. Aktiviert man ihn, schaltet das Gerät auf einen DSP-Bypass um, das Signal wird auf jeden Fall digitalisiert und eine Hallfahne beispielsweise klingt auch dann natürlich aus, wenn das Pedal zwischenzeitlich ausgeschaltet wird.

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