Gitarre Hersteller_Zoom
Test
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11.06.2019

Zoom G1X Four & Zoom G1 Four Test

Multieffektpedal für E-Gitarre

Preiswerter Sparringspartner

Mit dem Zoom G1 Four und dem G1X Four hat der japanische Hersteller zwei kleine Multieffekte für Gitarristen im Angebot, die mit 79 Euro bzw. 99 Euro noch im zweistelligen Bereich liegen.

Beide Geräte sind fast baugleich und identisch ausgestattet, das Zoom G1X verfügt zusätzlich über ein Expression-Pedal und hat dadurch bedingt sechs Effekte mehr an Bord. Was man mit den beiden Gerätschaften alles anstellen kann und ob sie auch für Bühneneinsätze taugen, erfahrt ihr gleich.

Details

Gehäuse/Optik

Beide Geräte kommen im schwarzen Kunststoffgehäuse mit kompakten Maßen, das G1 Four mit 130 x 156 x 42 mm (B x T x H) und das G1X Four ist durch das angebaute Expression-Pedal etwas ausladender, es misst 216 mm in der Breite. Somit kann man die kleinen Multis natürlich noch locker im Gigbag verstauen, sonderlich schwer sind sie mit einem Gewicht von 340 (G1 Four) bzw. 610 Gramm (G1X Four) auch nicht.

Auf der Oberseite haben Display und Bedienelemente ihren Platz eingenommen. Neben dem Display sind links und rechts je ein Taster zum Editieren und unter dem Display findet man vier Parameter-Regler. Darunter sind sieben Taster, mit denen einzelne Effektsektionen sowie Drumbeats und Looper aktiviert werden können. Die Taster sind hintergrundbeleuchtet, so hat man eine direkte Kontrolle, welche Sektionen gerade aktiv sind. Am unteren Rand sind die beiden Fußtaster befestigt, mit denen man Presets umschalten und den Looper bedienen kann. Das G1X Four hat auf der rechten Seite noch ein kleines Expression-Pedal angebaut.

Die Anschlüsse sind an der Front angebracht, ein Input und ein Output, wobei Letzterer für Kopfhörer und Gitarrenamp genutzt werden kann. Für externe Player mit Line-Signal ist ein Aux In mit Miniklinken-Anschluss vorhanden und zum Editieren am Computer mit der Zoom Guitar Lab Software gibt es einen USB-Anschluss. In der Mitte befindet sich der Anschluss für ein optionales Netzteil (9V, 500 mA) es besteht aber auch die Möglichkeit, die beiden Geräte mit vier AA-Batterien zu speisen. Der Hersteller bescheinigt Alkaline-Batterien eine Lebensdauer von von 18 Stunden, wenn die Hintergrundbeleuchtung des Displays deaktiviert ist. Das reicht auf jeden Fall für eine ausgiebige Strand- oder Straßenmusik-Session bzw. mehrere Übungseinheiten zuhause.

Bedienung

Es stehen drei unterschiedliche Bedienungs-Modi zur Verfügung: Der Memory Mode, bei dem Patches mit Effektkombinationen mit den Fußtastern abwärts (linker Taster) oder aufwärts (rechter Taster) geschaltet werden können. 50 Speicherplätze sind verfügbar. Dann gibt es den Stomp-Mode, bei dem einzelne Effekte mit den Fußtastern oder den fünf kleinen Tastern unter dem Display ein- und ausgeschaltet werden können. Im Edit-Mode werden die Effekte eingestellt. Die Bedienung ist mittlerweile Standard: Im Display werden vier Parameter dargestellt, die dann mit dem jeweils darunter liegenden Regler eingestellt werden. Wenn ein Effekt mehr als vier Parameter hat, wird durch Drehen am vierten Parameter-Regler "weitergeblättert" und die nächsten werden angezeigt.

G1 Four und G1X Four kommen mit fünf Effektsektionen, die gleichzeitig genutzt werden können. Hier lassen sich nach Belieben Effekte aus dem Sortiment parken und nutzen. Die Effekte sind in zehn Gruppen geordnet: Dynamics, Filter, Drive, Amp, Cabinet, Modulation, SFX, Delay, Reverb, Pedal (nur G1X Four). Dort können dann diverse Simulationen von bekannten Effektpedalen bzw. Amps und Cabs ausgewählt werden. Insgesamt 52 Effekte, 13 Amps und 13 Cabs stehen im G1 Four zur Verfügung, das G1X Four hat sieben Effekte mehr, weil hier noch welche mit Expression-Pedal-Bedienung (Wah, Pitch, Rotary) an Bord sind.

Etwas bequemer geht das Editieren natürlich mit der Zoom Guitar Lab App, denn hier wird übersichtlich am Bildschirm an den Sounds geschraubt. Das Installieren der App und das Verbinden mit dem Gerät per USB funktioniert absolut problemlos.

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