Test
4
13.11.2018

Zildjian A-Series City Pack Beckenset Test

18“ Uptown Ride, 14“ Fast Crash & 12“ New Beat Hi-Hat

Klein aber oho!

Minimalistische Drumsets sind hip, ebenso Percussion-basierte Setups. Das dazu passende Becken-Arrangement möchte Zildjian mit dem A-Series City Pack beisteuern und kombiniert das furztrockene, 18-zöllige Uptown Ride mit einem explosiven 14 Zoll Fast Crash und einem 12 Zoll kleinen Paar New Beat Hi-Hats. Trotz der kleinen Durchmesser verspricht die amerikanische Traditionsfirma einen großen, vollen und kräftigen Sound mit ausgeprägter Definition und harmonischen Obertönen.

Interessant ist übrigens auch der Preis der drei, bzw. vier Becken im Set. Ausgehend von den aktuellen Thomann-Verkaufspreisen, beträgt die Ersparnis beim Kauf des Sets für 548,00 Euro ganze 205,00 Euro gegenüber den Einzelpreisen. Das Crash (plus 20 Euro) gibt es also quasi gratis dazu. Ob Zildjian seine vollmundigen Versprechen halten kann, und ob das A-Series City Pack auch was für dich ist, erfährst Du im Verlauf unseres ausführlichen Tests.

Details

Neben dem Hardware Case ist die Beckentasche oftmals eins der unbeliebteren Teile, wenn es beim Gig ums Ein- oder Ausladen geht. Nicht so beim City Pack, welches mit einem Gesamtgewicht von knapp 4.200 Gramm angenehm leicht zu wuppen ist. Der geringe Durchmesser der vier maschinell gehämmerten Becken aus B20-Legierung macht sich dabei natürlich bemerkbar. Doch gucken wir uns die drei Komponenten des Sets zunächst einmal genauer an.

Klassiker in klein: 12“ A Series New Beat Hi-Hat

Auf keinen Geringeren als Drummer-Legende Louie Bellson geht das Design der Original New Beat Hi-Hat-Becken der frühen 1960er Jahre zurück. Als besonderes Merkmal der inzwischen als Allrounder etablierten New Beat Hi-Hats gilt die Kombination aus schwerem Bottom- und mittelschwerem Top-Becken, was auch bei der 12“ Variante umgesetzt wurde. Stolze 1070 (Bottom) und 722 (Top) Gramm bringen die beiden auf die Waage, was für ordentlich Durchsetzungsfähigkeit und gute Projektion der Stockanschläge sorgen sollte.

Die kleinen Hammerschläge wurden von der Maschine dicht und gleichmäßig auf der oberen Beckenschulter gesetzt, wobei die Glocke und der ganz äußere Rand ausgelassen wurden. Top und Bottom erhielten beim Abdrehen weiche, breite Rillen und wurden im „Regular Finish“, also unpoliert, belassen.

Zurück in die 1990er: 14“ Fast Crash

Es gibt einige Trommel-Machos, die ein 14“ Becken wohl eher als Splash bezeichnen würden und eben nur fast als Crash. In Falle des Testkandidaten steht das „Fast“ jedoch im Sinne von „schnell aufgehend“. Seine äußeren Merkmale entsprechen denen der Hi-Hat-Becken und der A-Serie im Allgemeinen: Kleine, symmetrisch gesetzte Hämmerung, breite Tonal Grooves und kein weiteres Polieren. Damit ein Becken schnell aufgehen kann, darf es nicht zu schwer sein. Somit ist es nicht verwunderlich, dass das Fast Crash mit 688 Gramm das leichteste Becken im City Pack ist.

Wiedergeburt: 18“ Uptown Ride

Die Verwandtschaft ist auf den ersten Blick erkennbar: Das Uptown Ride ist ein direkter Nachfahre, wenn nicht gar die Wiedergeburt des inzwischen vielgesuchten 18“ Breakbeat Rides, welches zuerst in der Re-Mix Serie und später in der A-Serie erschienen war, dann aber von der Bildfläche verschwand. Mit dem extrem trockenen Ride wollte Zildjian den Sound von gesampelten Becken nachempfinden, so dass die nicht abgedrehten B20-Teller im rustikalen Look besonders bei Elektro- und Jazz-affinen Drummern und Drummerinnen (u.a. Terry Lyne Carrington) auf Gefallen stießen. Das Becken im Test wiegt 1715 Gramm und ist somit nicht gerade ein Leichtgewicht. Neben der matten, dunklen Oberfläche, die bei jedem Becken etwas anders ausfällt, fallen besonders die breiten, tiefen und kreisrunden Hammermale auf, die gleichmäßig auf der Beckenschulter verteilt sind.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare