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DrumCraft Series 6 Standard & Jazz Schlagzeug Test 

Mit der DrumCraft Series 6 haben wir das aktuelle Flaggschiff der wieder auferstandenen Marke DrumCraft im Test. Die Kessel sind eine Mischung aus Ahorn und Walnuss und möchten sowohl ambitionierte Spieler als auch Profis zufriedenstellen, und das – wie nicht ganz unüblich bei Thomann – zu einem recht überschaubaren Anschaffungspreis. Nachdem die beiden Sets aus der Series 3 und Series 4 überzeugen konnten, war ich sehr gespannt, ob und wie sich die Top-Serie nochmals absetzt.

DrumCraft Series 6 Standard & Jazz Sets.

Der Postbote brachte dieses Mal eine breite Auswahl aus zwei Kesselkonfigurationen des DrumCraft Series 6 zum Test, ein Standard Set mit einer 22“ Bassdrum und drei Toms sowie eine Jazz-Konfiguration mit einer 18“ Bassdrum und zwei Toms. Mit dabei: zwei der drei aktuell erhältlichen Holzsnares in 14“ x 5“ und 14“ x 6,5“.

Keine Custom-Serie, aber eine breite Auswahl

Im Gegensatz zu den bisher getesteten DrumCraft-Serien 3 und 4, die inklusive eines Hardware-Sets ausgeliefert werden, handelt es sich bei den Trommeln der Series 6 vorrangig um ein umfangreiches Einzeltrommelsortiment aus bewährten Standardgrößen, das aktuell in vier Farbkombinationen angeboten wird. Um die Auswahl für den Kunden etwas zu erleichtern, gibt es außerdem vier vorkonfigurierte Setups – Standard, 2up 2 down, Studio und Jazz –, die mit einer passenden Snaredrum und den benötigten Tomhaltern ausgestattet sind. Sämtliche DrumCraft 6 Komponenten sind aber auch einzeln erhältlich, das gilt ebenfalls für die DrumCraft 6 Hardware-Serie, die aber nicht Teil dieses Testberichtes ist. 

Bis auf die 22“ Bassdrum sind alle Trommeln spielbereit

Das Auspacken geht dieses Mal recht fix, da alle Trommeln in einzeln verpackten Kartons angeliefert werden. Bis auf die 22“ Bassdrum, die noch um Spannreifen, Stimmschrauben und Felle komplettiert werden muss, sind alle Trommeln fertig befellt. An Zubehör befinden sich im Lieferumfang noch sechs Floortom-Beine, zwei Einzeltomhalter, die mit einer Multiclamp an Beckenstativen befestigt werden – die 22“ Bassdrum hat keine Tomhalter-Rosette – plus ein langer Einzeltomhalter, der für die 18“ x 14“ Jazz Bassdrum gedacht ist. Bei den Bassdrums in 20“ und 22“ kann man bei einer Einzelbestellung übrigens wählen, ob die Trommeln mit oder ohne Rosette ausgestattet sind. Die Bassdrums sind mit in passender Wagenfarbe lackierten Spannreifen ausgestattet. Auf den Spannreifen der Schlagseite klebt ein Sticker als Kratzschutz für die Fußmaschine. 

Jazz Set
Fotostrecke: 4 Bilder Klassischer Bopper: das Jazz Set mit 18“ x 14“ Bassdrum.
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Die Kesselhardware ist matt

Eine Besonderheit der DrumCraft Series 6 ist, dass bei drei von vier Finishes mattierte Beschlagteile und Hardware-Parts verbaut sind. Das wirkt auf jeden Fell gediegen. Bei der Anzahl der Stimmschrauben wird im Gegensatz zur Series 4 noch einmal eine Schippe draufgelegt: Die 22“ Bassdrum hat jetzt zehn statt acht Stimmschrauben pro Seite, ebenso die Snaredrum. Die kleinen Toms haben weiterhin eine Sechserteilung, während die Floortoms – wie die 18“ x 14“ Bassdrum auch – mit acht Schrauben pro Seite bestückt sind. Die Spannreifen von Toms und Snare sind dreifach geflanschte 2,3 Millimeter-Versionen, auch hier gibt es zu den darunter liegenden Serien also ein Upgrade zu vermelden.

Die bereits bekannten Tomhalter sind mit Kugelgelenken bestückt und lassen sich bei Bedarf um 180 Grad drehen – sehr praktisch zum Beispiel, um das Resonanzfell kurz nachzustimmen. An allen wichtigen Punkten sind sie mit Memory Locks ausgerüstet. Auch die drei Standtombeine haben jetzt massivere Gummifüße, die mit Luftlöchern versehen sind. An den Hängetoms sind freischwingende Halterungen (Zero Gravity) verbaut, die allerdings sehr „stabil“ ausgeführt sind und an zwei Punkten an den oberen Spannböckchen andocken. Dadurch wackeln die Toms bei der Montage nicht hin und her und der ideale Einstellwinkel lässt sich sehr einfach und reibungslos finden. 

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Seht hier unser Video vom Standard Set:

Die Kessel: Walnut – Maple – Walnut

Ein Kaufargument für ein Set der etwas gehobenen Preiskategorien ist ohne Frage das verwendete Kesselmaterial. Die DrumCraft-Entwickler haben sich hier für eine bewährte Konstruktion aus den Hölzern Walnuss und Ahorn entschieden. Unter anderem die Mapex Saturn-Linie hat diese druckvoll klingende Mischung sehr populär gemacht. Die 6,4 Millimeter starken Schichtholzkessel der DrumCraft 6 Serie sind im Sandwichverfahren gefertigt. Die äußeren und inneren zwei Lagen bestehen aus Walnuss, während für die vier mittleren Schichten Ahornholz verwendet wird. 

Die Holzmaserung ist auf den Innenseiten gut zu erkennen, auf den Außenseiten sind die Zylinder bis an den Rand sauber hochglanzlackiert. Scottish White heißt das Finish unseres Testsets, dabei handelt es sich um eine Art Duco-Lackierung, allerdings mit einem sehr breite mittleren Streifen in einem Weißton, der zu den Rändern hin in einen Braunton ausläuft. Die Kessel sind mit einem gut sichtbaren Gegenschnitt gegratet, was für eine satte Fellauflage spricht. Alles in allem machen die Trommeln von der technischen Seite einen überzeugenden Eindruck, alles lässt sich leichtgängig und reibungslos einstellen, selbiges gilt auch für die gleichmäßig laufenden Stimmschrauben an allen Trommeln. 

Series 6 Shellpack
Fotostrecke: 6 Bilder Das Standard Set ist ein moderner Fünfteiler.
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Sehr gut ausgestattete Snaredrums am DrumCraft Series 6

Zu jedem Kesselset gehört eine Snaredrum, das Jazz Set in den Größen 18“ x 14“, 12“ x 8“ und 14“ x 14“ ist mit der 14“ x 5“ Variante bestückt, während das Standard Set in 22“ x 18“, 10“ x 7“, 12“ x 8“ und 16“ x 14“ mit dem etwas tieferen 14“ x 6,5“ Modell ausgeliefert wird. Des weiteren gibt es eine 14“ x 5,5“ Snare, die bei den Konfigurationen „Studio“ und „2up 2down“ enthalten ist. Im Gegensatz zu den Snares der 4er-Serie haben die 6er-Modelle eine 10er-Teilung und die etwas robusteren 2,3 Millimeter-Spannreifen verbaut. Auch die sehr gute Nickelworks-Abhebung kommt hier im passenden Finish zum Einsatz. Was die Fellausstattung und die glatt über die Gratung gezogenen Snarebeds betrifft, gibt es allerdings kein Upgrade zu vermelden, selbiges gilt für den eher einfachen Snareteppich. Allerdings sind beide Snares, gemessen an der Preisklasse (179 und 199 Euro) sehr gut ausgestattet. 

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Die Befellung stammt auch hier von Remo UC

Bei der Fellausstattung der 6er-Trommeln setzt DrumCraft auf dieselbe Bestückung, die auch bei der 4er-Serie zum Einsatz kommt. Die Bassdrums haben beidseitig vorgedämpfte Felle, die Toms sind mit einlagig-transparenten Fellen bestückt und die Snare hat ein beschichtetes Schlagfell mit einem Dot auf der Unterseite. Diese Mischung klang beim 4er-Set schon ziemlich überzeugend. Alle Felle liegen plan mit genügend Untermaß auf und lassen sich leicht und gleichmäßig stimmen. Jetzt bin ich gespannt auf den Praxiseinsatz.

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