Practice_Pad
Test
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01.04.2017

Vic Firth 12“ Single Sided Pad Test

Practice Pad

Eins auf die zwölf!

Vic Firth, Weltmarktführer für Drumsticks aller Arten, hat auch ein umfangreiches Zubehör-Angebot im Portfolio. Vom Drummer-Kopfhörer über den Stimmschlüssel bis zur Stocktasche ist alles dabei, und selbstverständlich dürfen auch Practice Pads nicht fehlen. Das vorliegende Pad 12 ist das größte Standard Pad, welches dem Rebound einer Drumset Snare nachempfunden ist. Darüber hinaus gibt es auch eine Vielzahl von speziellen Marching Pads zu kaufen.

Da Vic Firth selbst nur Stöcke und Mallets herstellt, wird ein Großteil der Zubehörteile im Firmenauftrag bei (mutmaßlich fernöstlichen) Zulieferern produziert. Das sollte man - in Bezug auf den alles andere als günstigen Anschaffungspreis von knapp 52 Euro - im Hinterkopf behalten. Jetzt schauen wir mal, was sich unter der Haube verbirgt.

Details & Praxis

Auspacken und lostrommeln.

Das Pad 12 kommt, in Folie eingeschlagen, im Pappkarton ins Haus. Schon die bedruckte, gut aufgemachte Außenhülle mit markigen Slogans und Endorser-Fotos spricht eine klare Sprache: Hier haben wir es mit etwas Besonderem zu tun. Die Basis des Pads hat eine zwölfeckige Form und besteht aus schwarz lackiertem Holz. Obendrauf ist eine mausgraue, fünf Millimeter starke Gummischicht verklebt. Die ansonsten runde Form wird auf der Oberseite ausgespart, um die Aufmerksamkeit auf das aufgeklebte Firmenlogo zu lenken. Die Spielfläche misst 27,2 Zentimeter von links nach rechts, man hat also genug Platz, um sich mit dem Pad auf der Unterlage seiner Wahl auszutoben. Auf der Unterseite ist eine runde, komfortabel dimensionierte Anti-Rutsch Schicht aufgeklebt. Auch wenn es an einer Stelle eine kleine Klebstoffnase gibt, wirkt das Pad insgesamt langlebig und wertig. Zudem hat das Pad einen erfreulich geringen Eigengeruch, hier lauert also im Vergleich zu manchen Konkurrenzprodukten keine Chemiebombe, die sich nach dem Auspacken im Raum entlädt. 

Das Pad im Spieltest

Ob auf einer Snare, dem Snareständer oder der Tischplatte: Das Pad spielt sich auch über längere Zeiträume sehr angenehm. Im Vergleich zum direkten Konkurrenten, dem Evans HQ Speed Pad (EUR 34,30), produziert es einen etwas höheren Grundton und auch einen minimal stärkeren Rebound, erzeugt dabei aber trotzdem ein angenehmes Stock-Signal. Die Körperschallentfaltung hält sich, wie bei dickeren Gummi-Pads üblich, in Grenzen. Die Artikulation ist dabei sehr gut und genau, beim Spielen auf dem Pad wird quasi jede kleine Ungenauigkeit schonungslos aufgedeckt. Zum Vergleich habe ich euch ein altes 13“ HQ Pad der ersten Generation aufgenommen, dessen Spielfläche etwas weicher ist und sich durch insgesamt sehr geringen Körperschall auszeichnet.

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