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Test
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12.05.2010

Toontrack Superior Drummer 2 Test

Das Schwergewicht aus dem Hause Toontrack

Die Firma Toontrack ist ein echter Spezialist in Sachen Drumsounds. Angefangen hat alles im Jahr 1999 mit einer Sample-Library, die den bezeichnenden Titel „Drumkit From Hell“ trug. Mit dem gerne auf seine Initialen abgekürzten DFH wurden zur Jahrtausendwende erstmals Multichannel-Samples angeboten, die es dem Benutzer erlaubten, das Direktsignal und den Raumanteil einzelner Trommeln getrennt voneinander zu bearbeiten und je nach Gusto aufeinander abzustimmen. Ein Feature, das für einen aus damaliger Sicht unerhörten Realismus sorgte. Trotzdem passte aber noch alles auf eine einzelne CD.

Der wahre Sample-Wahnsinn um den natürlichen Drumsound brach bei dem schwedischen Hersteller erst 2004 aus. Angespornt von der britischen Konkurrenzfirma FXpansion und deren virtuellem Vorzeigeschlagzeuger BFD, veröffentlichte Toontrack das ebenfalls sehr umfangreiche DFH Superior. Beide Drum-Module trennten die Aufnahmen einer Trommel nun nicht nur in Signale des Close-Mikes und der Overheads, sondern machten den nächsten logischen Schritt im Wettrüsten: Übersprechen auf den Kanälen. Beispielsweise war somit eine Snaredrum nun auch auf den Mikros der Hi-Hats und Toms zu hören – wie im richtigen Leben eben. Gepaart mit verschiedenen Spieltechniken und einer hohen Anzahl von verschiedenen Anschlagstärken zwischen zart und hart, pumpte dieses Konzept die Größe der Libraries in bisher ungeahnte Maße auf.

Verständlicherweise wurde damit auch der Anspruch an Festplattenplatz und Arbeitsspeicher vervielfacht, wobei es sich um eine Entwicklung handelt, die sich in den letzten Jahren im kompletten Markt der virtuellen Instrumente und Effekte abzeichnet und nicht immer nur auf Zuspruch stößt. Abgesehen davon braucht es zur Arbeit mit hochgradig realistischen Drum-Samples auch eine gewisse Erfahrung, wenn es darum geht, sie in einen Mix einzupassen. Als Konsequenz wurden in den Reihen der Anwender wieder die Forderungen nach einfacheren und schlankeren Libraries laut. Die Antwort darauf lieferte Toontrack 2006 mit dem EZdrummer (Easy Drummer), der sich auf das Wesentliche konzentriert und einen bereits vorbearbeiteten Klang bietet, der sich auch in dichten Arrangements gut durchsetzt. Die Samples des originalen DFH wurden übrigens für diese Engine wieder aufbereitet und sind neben einer ganzen Riege von anderen Erweiterungspacks erhältlich.

So viel zum Stammbaum der Toontrack-Familie. Der Superior Drummer 2 (S2), um den es in diesem Testbericht gehen soll, kam im Juli 2008 als Nachfolger des DFH Superior in die Läden und hat bis heute den Ruf des Sample-Schwergewichts für akustische Drumsounds. Die Philosophie des Vorgängers wurde größtenteils beibehalten: Für jedes Instrument im Drumset gibt es unzählige Samples in verschiedenen Lautstärken und Spielweisen, die mit bis zu 22 Mikrofonen gleichzeitig aufgezeichnet wurden und so auch abrufbar sind.  Zusätzlich wurden gemäß dem Trend zur Vollständigkeit ein flexibler Mixer mit Effekten und eine eigene MIDI-Engine integriert. Auf den nächsten Seiten werden wir tief in die Welt des Instant-Drummings eintauchen und sehen, was Versionsnummer 2.2.1 konkret zu bieten hat und ob es die Bezeichnung „Superior“ auch wirklich verdient hat. Vorhang auf!

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