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Test
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27.06.2019

Thomann DP-32 B Test

Digitalpiano

Viel Piano fürs Geld

Unter der Modellbezeichnung DP-32 präsentiert das Online-Musikhaus Thomann ein kompaktes Digitalpiano aus eigener Herstellung. Zu einem erstaunlich günstigen Preis trifft hier eine schicke Klavieroptik auf die wichtigsten, grundlegenden Funktionen eines herkömmlichen Digitalpianos. Mit modernen Features, wie USB/MIDI oder einer großzügigen Sammlung an internen Effekten und Demosongs, konzentriert sich das Piano vor allem auf den Gebrauch in den heimischen vier Wänden. Erhältlich ist das Digitalpiano in den Ausführungen Black (B) und White (WH), sodass es passend zur internen Wohneinrichtung ausgesucht werden kann. Zum Test steht uns die schwarze Ausführung DP-32 B zur Verfügung.

Wie sich das Thomann-Piano im üppig besiedelten Digitalpiano-Markt behaupten kann, haben wir für euch getestet.

Details

Äußere Erscheinung

Das geschmackvolle, kompakte Gehäuse in wahlweise matt schwarzer (B), oder matt weißer Klavierholz-Optik (WH) wirkt massiv und zuverlässig. Wie üblich bei Digitalpianos ersetzt das Rundum-Gehäuse einen Keyboardständer und haucht dem Digitalpiano den romantischen Schein eines echten Klavieres ein. Der Aufbau ist dank weniger Einzelteile und verständlicher Anleitung schnell erledigt. Auf große Design-Spielereien wurde verzichtet, weswegen das Piano und seine Bedienelemente insgesamt einen sehr aufgeräumten und übersichtlichen Eindruck machen. Schön ist, dass das DP-32 mit einem Tastaturdeckel ausgestattet ist, der die Klaviatur bei Nichtgebrauch vor Staub schützt.

Das schlanke Design hat auch positive Auswirkungen auf die Dimensionen des DP32-B. Mit seinen 1,32 x 0,44 x 0,81 m (B x T x H) nimmt es kaum mehr Raum ein als seine 88 Tasten, und findet somit selbst im eng möblierten Wohnzimmer noch locker einen Platz. Die knapp 40 kg Kampfgewicht machen das Thomann-Piano nicht unbedingt zum Reise-Klavier, aber es bleibt immer noch ein Fliegengewicht im Vergleich zu seinen Artgenossen, die gerne mal stolze 60 - 70 kg auf die Waage bringen. Im Falle eines Umzuges wird also zumindest der eigene Rücken reichlich geschont.

Bedienoberfläche und Funktionen

Durch das minimalistische Konzept erklären sich das Piano und seine Bedienung quasi von selbst. Im Zentrum steht die 88 Tasten starke Hammermechanik-Tastatur, die am oberen Ende durch einen schicken, roten Klavierfilz begrenzt wird. Im Fußbereich wird diese durch ein hochwertiges Dreifach-Pedal unterstützt. An den jeweiligen seitlichen Enden der Tastatur befinden sich On/Off-Schalter (samt Abschaltautomatik!), ein Master Volume-Poti und einige Buttons zur Menü-Führung.

Mithilfe der FUNCTION-Taste lassen sich über die Pianotasten die 16 verschiedenen Sounds anwählen. Alle klassischen Keyboard-Sounds wie mehrere Grand Pianos, Orgeln und E-Pianos finden sich hier ebenso wie Vibraphon, oder auch Strings. Die Sounds können auch kombiniert werden: Neben einem einfachen Split-Modus ist auch eine Layer-Funktion (DUAL-Modus) mit an Bord, durch die sich zwei Sounds gleichzeitig spielen lassen.

Ist gerade kein Begleitmusiker zugegen, bietet das DP32-B mit dem DUET-Modus Möglichkeiten, sich durch einen im Piano angewählten Sound und einem aus 32 Patterns wählbaren ‚Muster‘ begleiten zu lassen. Dabei handelt es sich nicht um eine Begleitautomatik im herkömmlichen Sinne, sondern lediglich um Muster, im Sinne von Tonfolgen (wie z. B. einem Arpeggio), die sich intuitiv auf die selbst gespielten Töne und Akkorde einstellen.

Entwickeln sich am Piano Song-Ideen, stehen fünf Speicherplätze bereit, um diese direkt im Piano aufzunehmen. Mithilfe der Menü-Buttons kann man beispielsweise auch einen der 60 Demosongs anspielen, das integrierte Metronom aktivieren oder Effekte hinzufügen. Zwei Effekte können gleichzeitig genutzt und kombiniert werden. Eine Engine behandelt Modulations-Effekte, wie Chorus, Flanger oder Rotary. Die zweite Instanz kümmert sich um Reverb und Delay. Somit sind die wichtigsten, grundlegenden Keyboard-Effekte abgedeckt.

Lautsprecher

Der Klang wird dann schließlich über die integrierten Lautsprecher ausgegeben, die sich unter dem Piano befinden. Somit wird der Sound etwas indirekter wiedergegeben und man hat das Gefühl, als würde das ganze Piano inklusive Gehäuse klingen und schwingen – wie bei einem echten Klavier.

Um auch auf niedriger Zimmerlautstärke in Klanggenuss zu kommen, ist im DP-32 B eine Gehör-gerichtete Lautstärke-Anpassung installiert. Das ist im Prinzip ein simpler Equalizer, der je nach Lautstärke dynamisch Höhen und Tiefen anhebt, um so - trotz geringer Lautstärke - einen stets präsenten Sound zu gewährleisten.

Anschlüsse

Alternativ kann der Sound des DP-32 B aber auch mit Kopfhörern genossen werden. Dafür sind zwei Buchsen installiert worden, wodurch z. B. ein Klavierlehrer mithören kann, was dort gerade am Klavier gezaubert wird. Steckt man seinen Kopfhörer in den rechten Kopfhörer-Ausgang, werden die internen Lautsprecher automatisch abgestellt. Dank des AUX Out-Ausgangs lässt sich das Piano auch an eine externe Lautsprecheranlage anschließen oder unkompliziert aufnehmen.

Leider wurde auf einen Split-Ausgang verzichtet, wodurch man ein Y-Kabel benötigt, um das Piano an herkömmlichen externen Geräten in Stereo genießen zu können. Es gibt schließlich noch einen AUX In-Eingang, um beispielsweise Playback-Songs einzuschleifen und dazu mit Kopfhörern zu spielen. Wer die Hammermechanik-Tastatur für externe Zwecke nutzen möchte, dem kommt die USB/MIDI-Buchse entgegen. 

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