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29.10.2018

Kaufberater: Welcher ist der beste Monitor-Controller?

Studio-Lautsprecher-Controller kaufen: Hilfe bei der Auswahl

Externe Controller zum Einstellen von Lautstärke, Boxenanwahl, Kopfhörern etc.

Einen Monitor-Controller kaufen steht bei euch an? Verständlich: Monitorlautsprecher, Kopfhörer, Audio-Interface – das sind die typischen ersten Anschaffungen von Home-Producern. Und weil die Lautsprecher meist Aktivmonitore sind, muss man die Steuerung der Abhörlautstärke auf dem Weg zu ihnen hin einstellen können. Nur die wenigsten System besitzen eine Pegelkontrolle. Und spätestens, wenn man ohne viel Umkabeln und Schalten mal eben über Kopfhörer kontrollieren will oder eine alternative Abhöre anschließen will, muss man sich eben Gedanken um Monitoring-Controller machen. Hier gibt es Tipps und Hinweise für den Kauf – vom kleinen Lautstärkeregler bis zum umfangreichen Abhörcontroller mit Talkback und Surround-Fähigkeit.

Was ist ein Monitor-Controller?

 

Ein Monitor-Controller ist ein Gerät, das im Tonstudio benutzt wird, um die Abhör-Monitore (Speaker) lauter und leiser stellen zu können.

Fast alle Monitor-Controller können zwischen verschiedenen Lautsprecher-Paaren und Kopfhörern umschalten, viele besitzen Talkback-Funktionalität (Kommunikation mit den Musikern über Kopfhörer).

Welche Alternativen zum Monitor-Controller gibt es?

 

Digitale und analoge Mischpulte sind im klassischen Tonstudio für das Monitoring zuständig. Weil auf den Mixer in manchen Homerecording-Studios verzichtet wird, übernehmen diese Aufgaben manchmal Audio-Interfaces, seltener die Software.

Auch ein kleines, einfaches Mischpult kann für Monitoring-Zwecke angeschafft werden. Es gibt auch DAW-Controller mit Monitoring-Sektionen.  

Monitor-Controller kaufen: Auswahlkriterien

Wie viele Lautsprecher lassen sich an den Monitor-Controller anschließen?

Wichtig ist natürlich, dass ihr auch alle Lautsprecher anschließen könnt, die ihr anschließen wollt. Es gibt sehr einfache Controller wie den JBL nano patch+, an die man wirklich nur ein Boxenpaar hängen kann. Andere erlauben die Connection mit Main-Monitor und zwei „Alt“-Speakern. Größere Vertreter erlauben sogar die Surround-Konfiguration. Auch bei Stereo-Controllern ist es sinnvoll, wenn man einen Subwoofer in einer 2.1-Konfiguration separat zuschalten kann. 

Zu den Ausgängen zählen auch die wichtigen Kopfhörer-Outputs. Dafür besitzt ein Monitor-Controller einen, manchmal auch zwei Kopfhörer-Verstärker.

Auf Inputs beim Kauf von Monitoring-Controllern achten!

Selten ist ein einziger analoger Stereo-Eingang ausreichend. Sinnvoll ist es, wenn der Monitor-Controller eine Quellenanwahl besitzt. Damit kann man zum Beispiel zwischen DAW1 und DAW2 auswählen. Aber auch die Stereoanlage lässt sich auf die Speaker geben, mit einem 3,5mm-Klinkeneingang oder Adaptern darf es dann auch mal der MP3-Player oder das Smartphone sein, um Mixes zu vergleichen oder einfach die Boxen besser kennenzulernen. Noch recht selten ist die Integration von Bluetooth für genau diese Zwecke – aber ungemein praktisch! Verschiedene Eingänge sind auch dann praktisch, wenn man beispielsweise ein Keyboard oder einen Synthesizer direkt auf die Abhöre geben will. Wer mal eben etwas spielen will, fährt nur ungern den Rechner hoch, macht das Interface an und beginnt zu routen. Teurere Systeme besitzen darüber hinaus auch gerne Digitaleingänge, oft im Format S/PDIF oder AES/EBU.

Zweiraum-Studio? Monitor-Controller sollte Talkback besitzen!

Vor allem, wenn man in „klassischer“ Aufteilung einen Regie- und einen Aufnahmeraum nutzt (und dazu zählt auch, dass man den Sänger oder die Sängerin in das Nebenzimmer verfrachtet), benötigt eine Kommunikationsleitung. Achtet in diesem Fall darauf, dass es eine Talkback-Funktion gibt. Ideal ist, wenn man statt eines eingebauten Mikrofons ein externes Talkback-Mikro anschließen kann und sich dieses sogar mit dem Fuß schalten lässt!

Gemeinsam mit Dim, Mute und Mono sind dies die wichtigsten Talkback- und Monitoring-Funktionen, die unter dem verlinkten Artikel genau erklärt sind.  

Immer mehr Tontechniker und Produzenten verstehen, wie wichtig gleichbleibende Abhörpegel sind. Deswegen besitzen immer mehr Monitor-Controller fixe Levels, die sich einstellen lassen – oder zumindest grob gerasterte Pegelsteller!

Was ist neben der Ausstattung noch wichtig bei Monitor-Controllern?

Es gibt einige Dinge, die jenseits von Anschlüssen und Bedienelementen wichtig sind. So ist es beispielsweise die Anordnung der letztgenannten: Einen Abhörcontroller wird man oft und viel bedienen, weshalb eine passende Ergonomie absolut wichtig ist. Durchgesetzt haben sich Pultgehäuse, manchmal als abgetrennte Controller für 19“-Einheiten. Das hat den Vorteil, dass die ganze Verkabelung bei der Main-Einheit im Rack verbleiben kann und man auf dem Tisch nur ein kleines Remote-Kabel zur Steuerungseinheit führen muss.

Technische Dinge sind natürlich ebenfalls wichtig: Wie ist der Signalweg aufgebaut? Die einfachsten Controller sind im Grunde nichts weiter als ein passiv arbeitendes Poti, das den Pegel dämpft, andere besitzen Aufholverstärker und können im Level genau angepasst werden. Knackst es beim Umschalten? Das ist schlecht für die Hochtöner und eventuell auch die Ohren. Wie ist der Kanal-Gleichlauf? Manche Potis „hängen“ (besonders bei starker Dämpfung) zu einer Seite, was bei Abhören natürlich tödlich ist!  

Und nicht zuletzt ist die Verarbeitung von Hardware und Bedienelementen ein Faktor, der über den Kauf entscheiden kann. Und, natürlich, der Preis! Es gibt immerhin auch Monitor-Controller, die einen hohen vierstelligen Betrag kosten!

Checkliste zum Kauf von Monitor-Controllern 

Wie viele Eingänge welcher Art brauche ich?

Wie viele Boxenpaare und Kopfhörer muss ich anschließen?

Bietet der Controller Mute, Dim und Mono?

Brauche ich fest einstellbare Referenzpegel?

Benötige ich Talkback-Funktionen?

Welches Geräte-/Gehäuseformat ist für meinen Arbeitsplatz sinnvoll?

Stimmen Verarbeitung, technische Daten und Preis?

Übersicht über unsere bereits getesteten Monitorcontroller:


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