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18.02.2016

Testmarathon Mic-Plug-Interfaces

Einkanalige USB-Audio-Interfaces mit Mic Pre

Die Entdeckung der Einfachheit

Kompakte, einkanalige USB-Audio-Interfaces mit Mikrofon-Vorverstärker – auch "Mic Plugs" genannt – haben wir getestet. Zu den einzelnen Reviews der mobilen Mini-Interfaces haben wir einen Audio-Direktvergleich bereitgestellt und aufgrund der Erfahrung in der Praxis ein Fazit gezogen.

Vor ein paar Jahren noch ein Wunschtraum, mittlerweile Wirklichkeit: Für wenig Geld lassen sich heutzutage quasi alle Mikrofone per USB an den Rechner hängen. Dabei reicht die Spanne von Einfachst-Lösungen in Kabelform bis hin zu selbsternannten “High-End”-Produkten. Im Rahmen unseres Testmarathons haben wir uns die wichtigsten Produkte dieses Genres besorgt und neben der Soundqualität natürlich auch unter die Lupe genommen, welchen Anforderungen des Praxisbetriebs die einzelnen Konzepte gerecht werden.   

 

Reduzierte USB-Interfaces

Im Grunde handelt es sich bei allen getesteten Geräten um soweit reduzierte Versionen von USB-Interfaces mit eingebautem Mikrofonvorverstärker, dass sie sich (oft) direkt an Mikrofone ansetzen lassen – beziehungsweise in einem Fall sogar nur noch als Kabel in Erscheinung treten. In diesem Testmarathon wird die brennende Frage geklärt, mit welchen prinzipbedingten Einschränkungen man in welchen Situationen leben kann und mit welchen eben nicht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang beispielsweise die Frage nach dem Monitoring. Muss der Rechner dieses anstellen, wird das Signal eines Mikrofons zeitverzögert wiedergegeben? Schon Latenzen im einstelligen Millisekundenbereich können stören, daher ist ein direktes Monitoring auf analoger Ebene für viele Anwendungsfälle sinnvoll. Außerdem: Ohne Phantomspeisung lassen sich nur dynamische Mikros oder – selten vorkommend – Kondensatormikrofone mit Batteriespeisung betreiben. Alternative: Man verwendet einen separaten Phantompower-Adapter. Damit verliert man jedoch einen der wichtigsten Vorteile der hier getesteten Produkte: die Kompaktheit.

 

Wichtig: Klangqualität

Natürlich spielt die Klangqualität von Vorverstärker und A/D-Wandler die entscheidende Rolle. Außerdem sind aber auch Handling und Betriebssicherheit wichtige Aspekte im Testmarathon. Und natürlich – und dafür erwarte ich keine Verwunderung: Preis und Preis-Leistungsverhältnis.

 

USB stellt alle Spannungen bereit

Die Zielgruppe für diese Geräte lässt sich nicht ganz klar umreißen. Wer ein ordentliches Mikrofon besitzt, möchte das Signal möglicherweise ohne viel Aufwand in den Rechner bekommen. Zwar gibt es dedizierte USB-Mikrofone, doch ist die Auswahl an “normalen” Mikros größer – und die Qualität oft ebenfalls. Sicher werden Podcaster genauso von diesen Systemen Gebrauch machen wie Sänger und Musiker, die nicht nur einfach Ideen festhalten, sondern “albumtaugliche” Signale auf die HD bringen wollen. Eine Spannungsversorgung ist übrigens für keines der Geräte notwendig –Preamps, Headphoneamps, Wandler, Phantomspeisung: Alles begnügt sich mit der über den USB bereitstellten Buspower.

In der nachfolgenden Liste findet ihr die Audio-Vergleiche und das Fazit sowie die einzelnen Tests der Mic-Plugs.

Blue Icicle

Blue-Produkte sind allesamt Sonderlinge, da macht selbst ein XLR-USB-Interface keine Ausnahme. Wir haben den eiskalten Exzentriker untersucht.

Shure X2u

Das SM58 ist eigentlich immer ein “shure thing”. Ist man mit dem Mic-Plug X2u auch auf der “sicheren Seite”?

CEntrance MicPort Pro

Dieses Mic-Plug-Interface ist nicht gerade preiswert. Aber es ist das einzige Mini-Interface im Test mit 96 kHz und 24 Bit A/D-Wandlung.

the t.bone MicPlug USB

Dies ist die vielleicht günstigste Möglichkeit, auch professionelle Kondensatormikrofone mit dem Computer aufzunehmen. Muss man Abstriche machen, wenn man …

the t.bone USB-1X

Noch vor wenigen Jahren wurde ausgelacht, wer nach einem “XLR-USB-Kabel” gefragt hat. Doch mittlerweile gibt es das tatsächlich.

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