Gear_DJ-Controller Hersteller_Behringer
Test
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11.07.2013

Details

Build-Quality

Was in unserem großen CMD-Rundumschlag natürlich nicht fehlen darf, ist eine Einschätzung mechanischen und haptischen Qualität der gesamten Baureihe. Das insbesondere deshalb, weil es absehbar und Teil des Konzeptes ist, dass sich mancher Anwender mehrere und nicht nur ein Modul kaufen wird. Das daraus entstehende Gesamtsystem steht und fällt natürlich mit der Qualität jedes einzelnen Bausteins.

Verbindung

Der modularen Konzeption trägt Behringer am offensichtlichsten durch die an der Unterseite jedes Moduls angebrachte Verbindungsplatte Rechnung (ausgenommen CMD Micro). Das Prinzip ist ebenso einfach wie gut: Die Platte ist im Auslieferungszustand mit zwei Kreuzschrauben in der Mitte des Gehäuses befestigt. Soll das System nach links oder rechts erweitert werden, löst man eine Schraube, schiebt die Platte bis zur ersten Verbindungsschraube des nächsten Moduls, zieht sie fest und fertig ist der mechanische Verbund.

In Anbetracht der Tatsache, dass diese Verbindung sehr schnell hergestellt und auch wieder gelöst ist und sie nur durch zwei Schrauben hergestellt wird (die Verbindungsplatte wird allerdings seitlich durch einen Kunststoff-Rahmen „auf Spur“ gehalten), erweist sie sich als erstaunlich verwindungssteif und fest. Da die Metalllasche Prinzip bedingt genau so breit wie das Gehäuse ist, reicht sie bei der Paarung zweier Module entsprechend nur bis zur Mitte des Gehäuses. Zwangsläufig haben die Module so an der Oberseite etwas „Spiel“. Wir können daher vermuten, dass ein Fall zweier oder mehrerer Module mit der Unterseite auf einen harten Gegenstand (denkbar wären Flaschen, Floor-Monitor oder DI-Box) unter Umständen zu einem Verbiegen der Metalllasche führen könnte. Wie fast immer so auch hier ist folglich der Einbau der Module in ein entsprechend dimensioniertes Case anzuraten.

Fader und Potis

Die Fader entsprechend dem, was man an guter Großserienqualität innerhalb des Preisbereichs erwarten darf und gaben keinen Anlass zur Kritik. Auch wenn die Potenziometerachsen aus Plastik gefertigt sind und über keine Verschraubung auf dem Gehäuse verfügen (was nicht unbedingt zuträglich für die Haltbarkeit ist), das taktile Drehgefühl ist – gemessen an der Preisklasse – sehr gut. Die Drehgeber rotieren weich und „ölig“ in ihrer Achse und die leicht gummierten Potenziometerköpfe bieten trotz ihrer ansonsten glatten Oberfläche unterm Strich einen durchaus guten „Grip“.

Jogwheels

Auch den Jogwheels können wir eine gute Expertise aussprechen. Besonders die Tatsache, dass die Unterscheidung, ob der Scratch- oder der Bend-Modus aufgerufen werden soll (seitliches Anfassen oder Berühren der Metallplatte) über kapazitive Sensorik und nicht über einen simplen Druckkontakt erfolgt, konnte uns gefallen. Und das sowohl beim großen PL-1 als auch dem kleinen Bruder CMD Micro.

Taster

Alle Taster der CMD-Serie geben einen eindeutigen Schalt-Klick von sich, der von dem unter dem Plastik liegenden Microswitch erzeugt wird (kein Folienschalter). Allerdings verlangen die Taster danach, verbindlich gedrückt zu werden. Das beugt auf der einen Seite Fehlauslösungen vor, führt zum anderen aber dazu, dass man beim lockeren „Überwischen“ von kompletten Zeilen und Spalten nicht immer alle Taster betätigt. Auch gab es bei einigen großen Tasten-Modellen (siehe Einzelartikel) einen Unterschied im Druckverhalten und einen Hang zum Verkanten.

Insgesamt

In Anbetracht der Preisklasse können wir der CMD-Serie unterm Strich eine ordentliche Qualität attestieren. Klar sieht und fühlt man stellenweise, wo hier der Rotstift angesetzt wurde. Das beginnt beim „Ein-Platinen-Design“, gefolgt vom harten Tastverhalten und endet bei den nicht verschraubten Potenziometern. Aber seien wir mal ehrlich: Wer wird von einem 130-Euro-Gerät ernsthaft erwarten, dass einzeln auswechselbare Baugruppen zum Einsatz kommen? Wir jedenfalls nicht!

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es sich hierbei durchweg um vertretbare Einsparungen handelt, die unter der Prämisse „wie viel Qualität können wir zu diesem Preis realisieren“ absolut in Ordnung gehen. Richtig bedenkliche „Patzer“ oder Konstruktionsfehler konnten wir jedenfalls nicht wirklich entdecken.

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