Gitarre Workshop_Folge
Workshop
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08.09.2008

Aber die aktuelle Workshop-Ausgabe hält noch eine weiter interessante Neuerung bereit. Wenn du das Special aufmerksam verfolgt hast, wird dir sicher aufgefallen sein, dass alle bisher vorgestellten Übungen und Lix ausschließlich triolisch angelegt waren. Um die Vielfalt in Sachen Rhthmik zu erhöhen, lassen sich, mittels eines beliebten Trix der Profis, aus den triolischen Pattern Sechzehntel- bzw. Zweiunddreißigstel-Lix basteln. Klicke auf den Play Button und hör dir das Beispiel an. Der Cursor, der über das Notenbild läuft, zeigt dir den Weg!

Die Grundlage für die oben abgebildete Studie liefert unser vertrautes Tapping Pattern. Wie eben schon erwähnt wurde es wegen seiner Dreitonstruktur bisher ausschließlich triolisch rhythmisiert. Dadurch entstand eine sehr gefällige, rhythmisch einfach zu erfassende Linie. Doch im aktuellen Fall ist das anders. Um das Gelernte so vielfältig wie eben möglich einsetzbar zu machen, haben wir die Linie in einen 16tel Zusammenhang gebracht. Dies wurde erreicht indem wir jeweils vier Töne der Studie zu einer neuen Einheit zusammenfassten (Zur besseren Orientierung sind die ursprünglichen Dreier-Strukturen farblich kenntlich gemacht). Der Sachverhalt ist zwar schnell beschrieben, aber gar nicht so leicht in die Tat umzusetzen, denn die sinngemäße Dreierfolge, die durch jeweils einen Tap-Ton, und zwei weitere Tönen gebildet wird, lechzt förmlich nach einer triolischen Rhythmik. Aber es gibt Lösungen. Der beste Weg den Lick zu trainieren, sieht folgendermaßen aus:

  1. Schnapp dir dein Metronom (falls du eins hast, ansonsten reicht auch der Fuß) und stelle ein gemäßigtes Grundtempo ein (ca. 100 BpM)
  2. Wähle einen einzelnen Ton aus und spiele gleichmäßig 16tel Noten, so dass dir die Rhythmik in Fleisch und Blut übergeht.
  3. Nach einiger Zeit versuchst du, den »Drei gegen Vier Lick« zu spielen. Du wirst sehen: Es wird klappen. Dadurch, dass du dich an die 16tel Rhythmik gewöhnt hast, ist es für dich kein Problem mehr, die Studie intuitiv in der korrekten Rhythmisierung zum Besten zu geben.

ÜBRIGENS: Um dir das Üben zu erleichtern, haben wir dir eine pure Metronom-Spur anzubieten. Die Glocke markiert die Viertel. Die Rim-Shots die 16tel. Lade dir das Audio herunter und versuche die oben abgebildete Übung parallel zum Track mitzuspielen!

Auf die gesamte Scale angewendet, sieht das Ganze dann so aus:

ÜBRIGENS: Im »Hold The Line« Audio habe ich das Ende des Lix leicht variiert, um es so besser an den Jam Track anzupassen. Das SloMo ist aber komplett original!

Aber Vorsicht! Die Studie hat es wirklich in sich. Gerade zu Beginn neigt man dazu, im Laufe des Spiels den Faden zu verlieren. Auch hier hilft das eben beschriebene Übeprinzip. Wenn du merkst, dass dein Timing aus dem Ruder läuft, brich die Übung ab, spiele 16tel auf einem Ton und starte dann erneut mit der Studie. Du wirst sehen: Es wirkt!

Das war’s für heute. In der nächsten Workshopfolge werden wir uns neuen Tapping-Betätigungsfeldern zuwenden. Wiederkommen lohnt sich!

Bis bald

Hansi Tietgen

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