Test
8
14.06.2019

TASCAM MZ-372 Test

Analoger Installationsmixer

Puristischer Clubmixer für Geeks?

In diesem Artikel testen wir ein neues Mischpult aus dem Hause TEAC/Tascam. Der MZ-372 ist ein analoger Mischer im 19-Zoll/3-HE Gewand für Festinstallationen. Auf Effekte und digitale Gimmicks wurde zugunsten cremigen Sounds verzichtet. Sieben getrennt regelbare Kanäle verwalten Mikrofon-, Line- und sogar Phono-Signale und routen diese an zwei Hauptausgänge plus Sub-Ausgang und Monitormix. Volle Kontrolle und DJ-gerechtes Vorhören inklusive …

Details

An Tascam und dem übergeordneten Haus TEAC führt in der Karriere als Musiker und Tonschaffender kein Weg vorbei. Jeder wird früher oder später ein Produkt der Firma sein Eigen genannt haben und sich fragen: Warum eigentlich nicht schon früher? Der hier vorliegende MZ-372 folgt dem Trend des analogen Outboard-Equipments und bietet zudem drei Kanäle für Plattenspieler. Tascam bezeichnet den MZ-372 als Einbaumischer für die Festinstallation in Hotels, Konferenzzentren, öffentlichen Einrichtungen, Themenparks oder Bars. In solchen Einrichtungen würde der MZ-372 ebenfalls als Clubmixer für den genügsamen DJ dienen.

Der Mixer hat eine Baugröße von 482 x 132 x 93 mm (B x H x T / 19 Zoll, 3 HE), wiegt 3,2 kg und wird mit einem externen 15 Volt DC-Netzteil geliefert. Er weist vier Befestigungslöcher auf, die entweder den Einbau als 3-HE- oder gar als 4-HE-Modul erlauben. Letztere Variante gibt Platz über und unter dem Mixer, um Kabel respektive Abluft herauszuführen.

Eingänge/Kanäle

Der MZ-372 erlaubt es, mit Hilfe von 50 mm Schiebereglern und Tasten mehrere Audioquellen auszuwählen, zu mischen und an zwei redundante Ausgänge zu leiten. Die Tonsignale gelangen über sechs Kanäle mit je zwei unsymmetrischen Cinch-Stereoanschlüssen und einem symmetrischen XLR-Anschluss in den Mischer – insgesamt stehen also zwölf Cinch- und sechs XLR-Eingänge zur Verfügung.

Jeweils einer dieser Eingänge lässt sich nach Bedarf über drei Schalter (A/B/C) auf der Gerätevorderseite auswählen. Die XLR-Eingänge sind zudem zwischen Mikrofon- und Line-Pegel umschaltbar. Darüber hinaus ist es möglich, die Kanäle 2, 3 und 4 mit Phono-Signalen von Plattenspielern zu nutzen. Jeder der sechs Kanäle verfügt über einen Gain-Regler, Dreiband-EQ, PFL-Taster und eine fünfstellige Pegelanzeige.

Auf der Vorderseite befindet sich eine zusätzliche XLR-Combobuchse für dynamische Mikrofone inklusive zuschaltbare Talkover/Ducking-Funktion, speziell für Ansagen oder Moderationen. Neben der fünfstelligen Pegelanzeige und einem Gain-Regler verrichtet hier ein 2-Band-EQ seinen Dienst.

Ausgänge

Die beiden Hauptausgänge verfügen über symmetrische XLR- und unsymmetrische Cinch-Anschlüsse. Auf der Bedienseite regeln wir die Lautstärke mittels Poti und zehnstelliger Stereo-Pegelanzeige pro Ausgang. Die Talkover-Funktion senkt automatisch den Pegel jedes gemischten Kanals ab, sodass der Nutzer des frontal angeschlossenen Mikrofons in den gewählten Zonen problemlos zu hören ist.

Darüber hinaus gibt es einen regelbaren Sub-Ausgang, mit dem das Summensignal stereo oder mono an einen externen Recorder oder andere Räumlichkeiten, wie z. B. Bar, Lounge o. ä. geleitet wird. Zusätzlich können wir über den Monitorausgang mit eigenem Pegelsteller ein weiteres Stereosignal etwa für eine zusätzliche Monitoranlage ausspielen.

Kontrolle/PFL

Ein Kopfhörerausgang mit Pegelregler ermöglicht das Vorhören (vor dem Fader) ausgewählter Eingangskanäle. Das Abhören der Stereosumme können wir per Regler mit dem PFL-Signal überblenden und per Knopfdruck auf dem Kopfhörer links/rechts splitten.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare