Hersteller_Tama
Test
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05.10.2016

Praxis

Wie bei sämtlichen bisher getesteten S.L.P. Snares wird auch diese Snares in einem simplen Karton spielfertig geliefert. Die gute Verarbeitung bestätigt sich auch im Umgang mit den Hardware-Bauteilen. Mit dem mitgelieferten Stimmschlüssel lassen sich alle bereits vorgefetteten Schrauben leichtgängig und ohne Quietschen anziehen, und auch die Snare-Abhebung ist dank des simplen Mechanismus blitzschnell eingestellt. Um unabhängig von der gewünschten Stimmung eine optimale Teppichansprache zu erzielen, ziehe ich das Resonanzfell sehr stark an.

Tiefe Stimmung: Erstaunlich breiter Sound

Um der Snare den tiefstmöglichen Sound zu entlocken, ziehe ich alle Schrauben über Kreuz nur ein wenig an. Sobald das Fell keine Falten mehr wirft, entfaltet sich ein auffällig breiter und tiefer Klang. Mit ein bisschen Dämpfung durch einen zwei Finger breiten Streifen Gaffa-Tape am äußersten Rand offenbart sich bei mittlerer Teppichspannung ein fetter Snaresound, den man sonst eher von einer Snare mit tieferem Kessel erwarten würde. Die Durchsetzungsfähigkeit des Stahlkessels zeigt sich in dieser tiefen Stimmung schon sehr deutlich mit einer, im Vergleich zu einer gewöhnlichen Holz-Snare, recht hohen Lautstärke und ordentlichem Punch. Der hochwertige Snareteppich spricht durch die hohe Spannung des Resonanzfells sensibel an und lässt auch leiseste Ghostnotes nicht pappig klingen. 

Mittlere Stimmung: Es wird rockig

In der mittleren Stimmung zeigt die Snare den klanglichen Charakter einen typischen Rocksnare. Sie ist sehr laut und durchsetzungsstark, wirkt aber vor allem wegen eines sehr präsenten und eher dumpfen Kesseltons nicht ganz so flexibel, wie ich es von den beiden anderen Neuvorstellungen der SLP Serie gewohnt bin. Dennoch lassen sich auch in diesem Bereich akzeptable Klänge erzeugen. Der Teppich spricht weiterhin optimal an und erhöht so die Spielfreude.

Für die weiteren Klangbeispiele stimme ich die Snare Stück für Stück höher und entferne die Dämpfung.

Hohe Stimmung: Trocken und funky

Mit zunehmender Fellspannung wird die Snare so richtig lebendig. Die Obertöne sind sehr präsent, der Sound crisp, und vor allem die messerscharfen Rimshots sorgen für ordentliche Lautstärke. Durch den gehämmertem Kessel bleibt die Snare auch ohne Dämpfung stets unter Kontrolle. In dieser höheren Lage ist das Dynamikspektrum am größten und auch die Teppichansprache am sensibelsten.

Zu guter letzt ziehe ich alle Stimmschrauben noch ein Stückchen weiter an. Der Snare wird mit zunehmender Fellspannung noch präsenter und verbreitet vor allem in Funk- und Rockgrooves große Spielfreude.

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