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Test
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02.02.2012

Stanton 680 E V3 Test

Headshell-Tonabnehmer mit elliptischer Diamantnadel

Der Schlanke

Der Stanton 680 E V3 ist ein Headshell-Tonabnehmer mit einer ausgeprägt schlanken und hohen Bauform, der vom Hersteller als ideales Club-Mixing System angepriesen wird. Sein elliptisch geschliffener Diamant könnte diesen Abtaster aber nicht nur für Club-Sphären prädestinieren, sondern auch für die Wohnzimmer audiophiler Kunden, die zum Beispiel ihre Vinyl-Sammlung digitalisieren oder ganz einfach Highfidelity lauschen wollen.  

99 Euros sind nicht gerade ein Schnäppchen, entsprechend hoch sind meine Erwartungen. Wenngleich ich nicht verschweigen möchte, dass direkte elliptische Konkurrenten wie der Ortofon Nightclub MkII für 179 Euro und der Stanton Groovemaster V3 MP4 (Match-Pair/ 2 Stück für 261 Euro) auch nicht gerade als Sonderangebot daherkommen. Auf ähnlichem Preisniveau, allerdings mit einer sphärischen Nadel bestückt, bewegt sich der Ortofon Concorde Pro-S für 87 Euro. 

DETAILS

Das V3-System wird in einer Pappschachtel von 145 Millimetern Breite, 40 Millimetern Höhe und 90 Millimetern Tiefe angeliefert. Darin steckt ein transparentes Kunststoff-Case mit einer weißen Schale, in dem es sich der Tonabnehmer inklusive Nadel und Nadelschutzkappe gemütlich gemacht hat. Auch ein Aufbauset und ein Faltblatt befinden sich in der Box. Der „Beipackzettel“ enthält alle wichtigen Informationen zur richtigen Montage und zur Justierung des Tonabnehmers – leider jedoch nur in Englisch. Dazu gesellen sich zwei praktische Kunststoffhalterungen sowie drei verschiedene Schraubensets. Kabel oder Schraubendreher gehören leider nicht zum Sortiment.  

Die Kontaktstifte des Tonabnehmers haben eine Länge von fast fünf Millimetern, sind vergoldet und von hervorragender Qualität. Sie stellen einen optimalen Kontakt zu den Anschlusskabeln sicher. Auch die farbliche Markierung der Anschlüsse ist sehr deutlich und die Montage ein Kinderspiel. Top!  

Das Kunststoff-Case ist zwar grundsätzlich zu begrüßen und recht robust gefertigt, aber leider eignet es sich nur bedingt zum Transport eines bereits montierten Tonabnehmers. Hier ist Einfallsreichtum beim Anwender gefragt. Mein Tipp: Watte oder ein Stoffrest können als effektive Polsterung dienen. 

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