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Test
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31.10.2018

Spitfire Audio Studio Strings Professional Test

Kontakt-Library

Definierter Streicher-Sound gefällig?

Hersteller Spitfire Audio gilt als Synonym für hochkarätige Orchester-Sample-Libraries, die vorwiegend an Komponisten und Sounddesigner im Bereich Film- und Game-Scorings gerichtet sind. Nachdem man sich mit Produkten wie Albion Tundra zwischenzeitlich eher auf moderne, Orchester-untypische Klanglieferanten spezialisiert hat, strebt man mit der Studio Serie einen authentischen aber verhältnismäßig direkten und detailreichen Grundsound an. Statt der üppigen Lydhurst Hall Philharmonie, in der Spitfire bereits die Klänge einiger Libraries eingefangen hat, wurden die Studio Strings im akustisch gesehen „trockenen“ Studio One der Air Studios in London aufgenommen, um einen möglichst minimalen Raumanteil zu erzielen.

Jetzt könnte man annehmen, das sei nichts Neues und dass Spitfire selbst bereits mit den Orchester Series eben solche Libraries im Programm hat. Doch mit den Studio Strings und den Studio Strings Professional möchte man dem Benutzer ein Streicher-Ensemble an die Hand geben, dessen akustischer Grundsound „dry“ und dementsprechend individuell formbar ist. Die Library kommt mit einer umfangreichen Auswahl an Artikulationen, mischbaren Mikrofonpositionen und einem Arpeggiator. Den Anfang machen die Studio Strings, die künftig mit Brass- und Woodwind-Libraries zu einer Serie komplettiert werden sollen. Was genau die Studio Strings Professional zu bieten haben, wie sie klingen und sich im Workflow verhalten, zeigt der Praxis-Test.

Details

Ensemble-Besetzung

Das Ensemble besteht aus Violinen (erste und zweite), Violas, Celli und Bässen. Die Library gibt es in den zwei Varianten „Studio Strings“ und „Studio Strings Professional“. Die Studio-Version besteht aus einer 8, 6, 6, 6, 4-Besetzung mit 30 Musikern. Die Pro-Version enthält ein größeres Orchester in einer 16, 12, 12, 12, 4-Anordnung, außerdem fünf zusätzliche Mikrofone, zwei zusätzliche Mischungen und zwei Divisi-Sektionen. Letztgenannte teilen ein Streicher-Ensemble in zwei Hälften, wodurch man flexibler arrangieren kann. Auch die Datenmenge der Libraries unterscheidet sich deutlich: die Studio-Version kommt mit 13,2 GB; dagegen sind die 210 GB der Pro-Version schon eine Hausnummer.

Artikulationen und Mikrofonpositionen

Die Standard-Version kommt mit 148 Artikulationen, bei der Pro-Version sind es insgesamt 232 (!), von denen einige in verschiedenen Ausführungen vorliegen. So gibt es beispielsweise Pizzicato in long und short. Bei den „Long“-Varianten kommen bis zu drei Dynamik-Layer und zwei Round Robins zum Einsatz, um das Ganze nochmals natürlicher klingen zu lassen. Insgesamt sechs Mikrofonpositionen sind auswählbar – in Kombination mit den Artikulationen ist das wirklich eine Menge Holz und erklärt auch, warum die Sample-Library so einen hohen Speicherplatz in Anspruch nimmt.

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