Gitarre Hersteller_Solid_Gold
Test
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20.11.2021

Solid Gold FX Imperial MKII Fuzz Test

Fuzz-Pedal

Schiebe-Fuzz

Mit dem Solid Gold FX Imperial MkII Fuzz präsentiert die kanadische Company ein Fuzzpedal, das auf einem italienischen Klassiker aus dem Hause Jen Elettronica basiert. Diese Firma, die auch Pedale für Vox, Dallas Arbiter und viele andere herstellte, präsentierte 1970 das Jen Jumbo Fuzz, ein Pedal, das grob auf dem Sound des Ram’s Head Big Muff basierte. Allerdings hatte es ein Gate an Bord, das den Ausklang etwas beschnitt und damit in Spielpausen für Ruhe sorgte.

Die Solid Gold FX Version erscheint mit den gleichen Retro-Design-Schiebereglern wie die Legende aus den Siebzigern, hat aber statt der drei Fader des Originals mit einem zusätzlichen Contour-Regler noch eine Funktion mehr zu bieten. Auch das unterscheidet das Pedal vom Vorgänger, dem MkI Imperial BC183. Im Gegensatz zum Jen-Urvater kommen hier auch keine alten Germaniumtransistoren zum Einsatz, sondern eine moderne J-FET Vorverstärkerschaltung, die für mehr Klarheit und eine verbesserte Ansprache sorgen soll. Wie sich der Imperial MkII in der Praxis behauptet, erfahrt ihr hier.

Details

Das Imperial MkII zeigt sich in einem rechteckigen, schwarzen Metallgehäuse mit den Maßen 118 x 93 x 49 mm und ist für eine Bedienungsausrichtung im Querformat konzipiert. Die Oberfläche präsentiert in der vorderen Hälfte vier Control-Schieberegler im Retro-Look, deren Optik eine überzeugende Kopie des alten Jen-Fuzzes darstellt. Hier sieht man einen Volume-Fader für die Lautstärke des Pedals und einen Fuzz-Regler, der den Grad der Zerre bestimmt. Der Tone-Regler fungiert als Höhen-EQ und gestaltet den Sound in der Minimalposition dunkler und im Maximum heller. 

Ein Novum gegenüber dem Jen Fuzz ist jedoch der Contour-Regler, der im Mittenbereich des Tonestacks ansetzt. Das Erhöhen dieses Faders hebt die Mitten an, wohingegen das Herunterregeln zu einem gescoopten Mittensound führt. Laut Manual wird die Wirkung des Konturschiebereglers deutlicher, wenn der Tone-Fader auf eine höhenreichere Positionen eingestellt ist, allerdings ist auch bei niedrigen Tonwerten der Effekt sehr gut wahrzunehmen. Hinter den Bedienelementen ist der Fußschalter platziert, der das Pedal in den True Bypass Zustand versetzt. Davor warten zwei weiße LEDs, wovon die rechte den Betriebszustand anzeigt, die linke hingegen, ob das Noise Gate gerade zugreift. 

Sämtliche Anschlüsse sind an der Stirnseite angebracht und präsentieren sich in Form eines In- und Outputs im 6,3 mm Klinkenformat. Dazwischen befindet sich der Anschluss für ein optional erhältliches Netzteil, das 9 V und 10 mA liefern muss.
Unter dem Pedal sind vier Gummifüße angebracht und man erkennt vier Kreuzschrauben, mit denen sich die Bodenplatte entfernen lässt. Allerdings ist hier kein Batteriefach anzutreffen, da der Imperial ausschließlich auf Netzbetrieb setzt.
Zum Lieferumfang gehören ein Dustbag für das Pedal sowie ein Manual und ein Pick. Auch wenn Schieberegler, deren Verwendung hier wohl dem Verlangen nach Authentizität folgt, baubedingt immer etwas fragiler daherkommen als Potis, wirkt das Pedal insgesamt sehr wertig und tadellos verarbeitet.

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