Hersteller_Roland
Test
3
08.12.2015

Fazit
(4 / 5)

Mit dem Juno-DS hat Roland einen vielseitig einsetzbaren Allround-Synthesizer mit Workstation-Charakter entwickelt. Die Version mit 88 Tasten verfügt über eine Tastatur mit Hammermechanik, während das 61-Tasten-Modell eine leicht gewichtete Synthesizer-Klaviatur bietet. Funktional sind die beiden Synthesizer identisch. Neben einer breiten Auswahl an Sounds kann der Juno-DS vor allem wegen seiner vielen Features punkten und richtet sich vornehmlich an jene, die gerne von allem etwas haben wollen und einen soliden Alleskönner suchen. Über ein paar Details habe ich mich besonders gefreut, unter anderem über den Vocoder und die sehr guten und zudem kostenlosen Sounds aus der Wave-Expansion-Library, mit denen sich der Juno-DS nach dem eigenen Geschmack aufrüsten lässt. Der Pattern Sequencer arbeitet nach Art eines Loopers und bietet sich für spontane Performances an. Mit der Option des Sample-Imports kann man eigene Samples in den Synthesizer laden, wobei die Möglichkeiten nicht an jene eines ausgewachsenen Samplers heranreichen.

Im Detail verstecken sich aber auch ein paar Schwächen. Die Bedienung ist teilweise etwas kompliziert und erfordert manchmal etwas Geduld, die beiden Handbücher sind jedenfalls unverzichtbar. Die Rhythm Patterns erscheinen mir etwas uninspiriert und entbehrlich. Preislich gesehen ist vor allem die 61-Tasten-Variante des Juno-DS interessant, denn mit einem Straßenpreis von derzeit knapp 740 Euro kann man dem kleinen DS ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis attestieren. 

  • Pro
  • große Sound-Auswahl
  • Mikrofoneingang
  • sehr guter Vocoder-Effekt
  • Phrase Pads vielseitig einsetzbar
  • erweiterbar durch Wave-Expansion-Slot
  • Pattern Sequencer
  • Sample Import
  • Contra
  • empfindliches Plastikgehäuse
  • uninspirierte Rhythm Patterns
  • Druckpunkt der Tastatur kaum spürbar (Juno-DS 88)
  • Bedienung teilweise etwas kompliziert
  • Features
  • Juno-DS 88: gewichtete Hammermechanik-Tastatur mit 88 Tasten (Ivory Feel-G)
  • Juno-DS 61: 61 leicht gewichtete Tasten
  • Polyphonie: 128 Voices
  • mehr als 1200 Preset Patches
  • mehr als 30 Drum Kits, 64 Performances
  • 256 User Memory Patches: 8 Drum Kits, 128 Performances
  • Sample Import-Funktion, um Samples (User Wav-Dateien) auf der JUNO-DS-Tastatur zu spielen
  • 8 Phrase Pads zum Triggern von Samples und Songs, die zuvor als Audio-Dateien auf einem USB-Stick gespeichert wurden
  • Mikrofoneingang
  • spezielle Hall-, Vocoder- und Pitch-Effekte für beeindruckende Vocal-Performances
  • intuitiver 8 Spur Pattern Sequencer mit Nonstop Loop-Aufnahmefunktion zum schnellen Entwickeln von Songideen
  • USB Audio / MIDI und DAW Control-Modus
  • Anschlüsse: Pedalhold-Buchse, Pedalcontrol-Buchse, Mikrofoneingang 6,3 mm Klinke
  • Eingang für externe Quellen: Stereo-Mini-Klinke
  • Ausgangsbuchsen (L/MONO / R): 6,3 mm Klinke
  • Kopfhörerausgang: 6,3 mm Stereo-Klinke
  • MIDI-Anschlüsse (IN, OUT)
  • USB Memory Port, USB Computer Port (unterstützt USB MIDI/AUDIO)
  • DC IN-Buchse für Netzteil
  • Betrieb mit Netzteil oder Batterien möglich
  • Abmessungen Juno-DS 88 (BxTxH): 1415 x 341 x 144 mm
  • Gewicht Juno-DS 88: 16,2 kg
  • Abmessungen Juno-DS 61 (BxTxH): 1008 x 300 x 97 mm
  • Gewicht Juno-DS 88: 5,3 kg
  • Netzteil im Lieferumfang enthalten
  • Preis
  • Juno-DS 88:
  • UVP 1199 Euro
  • Straßenpreis ca. 1090 Euro
  • Juno-DS 61:
  • UVP 819,00 Euro
  • Straßenpreis ca. 740 Euro
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