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Test
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15.08.2014

Roland F-130R Test

Digitalpiano

Tausendsassa

Mit dem F-130R Digitalpiano präsentiert Roland den Nachfolger des F-120R. Das Instrument ist ein Digitalpiano mit vielen Extras und bringt eine umfangreiche Soundauswahl und jede Menge Zusatzfunktionen mit. Schließlich steht das R in der Typenbezeichnung für den Rhythmus, den das Ding im Blut hat.

Details

Gehäuse

Wie alle Modelle aus Rolands F-Serie präsentiert sich das Testgerät in einem zeitgemäßen Gehäuse, das aufgrund seines gradlinigen Designs sehr schlicht und elegant wirkt. Auffällig ist die Tastaturabdeckung, die beim Öffnen in der Mitte geteilt wird und sich aufstellt, um dann als Notenablage zu dienen. Das F-130R ist in mattem Weiß oder mattem Schwarz verfügbar – die forschen Hochglanzfarben des Vorgängermodells waren dann vielleicht doch etwas zu gewagt.

Bis auf die Rückseite und die Zierleiste aus gebürstetem Aluminium bestehen alle sichtbaren Gehäuseteile aus mattem Furnierholz, wodurch das Instrument sehr hochwertig wirkt, zumal die Verarbeitungsqualität hervorragend ist und keinerlei Anlass zur Kritik bietet. Mit seinen schlanken Ausmaßen bringt es 34 kg auf die Waage.

Der untere Querbalken beherbergt die drei obligatorischen Pedale für Soft, Sostenuto und Sustain. Hier offenbart sich eine kleine Schwäche, denn durch das Fehlen einer Distanzschraube gibt die Pedaleinheit ein wenig nach, wenn man beherzt zutritt. Schade, dass darüber bei der Konstruktion offenbar niemand nachgedacht hat.

Bedienfeld

Auch im geöffneten Zustand versprüht das Gerät zeitlose Eleganz. Unter dem faltbaren Deckel verbirgt sich oberhalb der Tastatur das schmale Bedienfeld, zu dem neben den 13 runden Tastern auch ein dreistelliges 7-Segment-Display gehört. Der Powerknopf hat im linken Seitenblock Platz gefunden. Ein Lautstärkeregler fehlt gänzlich, stattdessen hat man dem F-130R zwei Taster zur Lautstärkeanpassung eingepflanzt. Das mag bei Aktivboxen oder MP3-Playern zeitgemäß sein, allerdings ist es für ein Digitalpiano eher unpraktisch. Ein Drehregler oder Fader für das Mastervolume hätte mir eindeutig besser gefallen. Neben den besagten Volume-Buttons gibt es drei Taster zur Kontrolle von Songs oder Rhythmen, die untertitelt sind mit Variation, Intro/Ending und Start/Stop.

Rechts vom Display gibt es zwei weitere + und - Buttons, außerdem Taster für das Metronom und die Splitfunktion sowie zwei Knöpfe zur Soundauswahl, überschrieben mit Piano und Other. Wie bei fast allen anderen Geräten in dieser Kategorie erreicht man viele Funktionen nur durch Tastenkombinationen und die Zuhilfenahme der Klaviatur. Dazu ist ein Blick in die Bedienungsanleitung unabdingbar.

Anschlüsse

Das F-130R ist anschlussseitig vergleichsweise üppig ausgestattet. Neben der Netzteilbuchse und dem Multipin-Anschluss für die Pedaleinheit befinden sich auf der Rückseite zwei Miniklinkenbuchsen, die als Stereoausgang und Stereoeingang dienen. Das ist schon mal sehr anständig und keine Selbstverständlichkeit. Da sich die Miniklinke im Hausgebrauch als Schnittstelle für Audiosignale etabliert hat, erleichtert das Piano in diesem Fall die Anbindung an das heimische Soundsystem und das Einschleifen externer Signale aus dem Smartphone oder Tablet. Ferner bietet die Rückseite eine USB-Buchse zur Verbindung mit einem Computer.

Weitere Anschlüsse sind links unterhalb des Spieltisches angeordnet. Hier gibt es zwei Kopfhörerbuchsen, wobei eine als 3,5 mm Miniklinke und die zweite als 6,3 mm Stereoklinke ausgeführt ist. Des Weiteren finden wir hier einen zweiten USB-Anschluss, der als Slot für Speichermedien oder den optional erhältlichen WLAN-Stick vorgesehen ist.

Lautsprecher

Das Lautsprecher-System des F-130R ist auf der Unterseite angebracht und gibt den Sound dementsprechend nach unten ab. Das ist bei Home-Pianos keine Seltenheit und soll den Höreindruck verstärken, dass der Klang wie beim akustischen Vorbild aus dem Inneren des Gehäuses kommt. Hinter zwei Kunststoffkörbchen sitzen links und rechts zwei ovale Membranen mit einer Größe von 8x12cm. Diese werden mit einer Leistung von 2x12 Watt angetrieben, was dafür sorgt, dass man sich mit dem Instrument auch in größeren Räumen Gehör verschaffen kann. Trotz ihrer relativ geringen Größe transportieren die Membranen satte Bässe und klar aufgelöste Höhen und fangen auch bei Maximallautstärke kaum an zu verzerren. Wem die Lautstärke dennoch nicht genügt, der kann mit dem Stereoausgang problemlos ein größeres Lautsprechersystem anschließen.

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