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Test
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19.05.2014

Reloop Beatmix 4 Test

Vierdeck-DJ-Controller mit integrierter Soundkarte

Vier Decks und viele bunte Knöpfe

Reloop Beatmix 4 im bonedo.de-Test: Mit dem Beatmix 4 bringt Reloop einen Vierdeck-Controller im hart umkämpften Einsteigersegment auf den Markt, der den Versuch wagt, volle Kontrolle über vier Serato-Decks und einen attraktiven Preis, genauer gesagt 299,- Euro, in Einklang zu bringen. Und nicht nur das.

Auch die integrierten Sample-Decks der neuseeländischen DJ-Software, ein Mikrofonkanal und die Effektsektion sollen sich mit ihm kompetent befehligen lassen. Wir schauen dem Neuankömmling im Controller-Universum auf und unter die Haube.

Details

Konzept

Die „4“ im Namen sagt es bereits: Der Beatmix 4 möchte uns die Befehlsgewalt über vier Decks unter die Finger geben. Als primäre Anspielstation dient dabei das (zeitlich befristet) mitgelieferte Serato DJ – alternativ wäre aber natürlich auch jede andere MIDI-fähige DJ-Software denkbar. Neben zwei Jogwheels, einem Mixer und einer Transportsektion warten hier pro „Player“ eine Effekteinheit und eine zweizeilige Pad-Matrix mit jeweils acht Tastern auf ihren Einsatz. In Bezug auf das gebündelte Serato DJ und die Limited-Offer-Aktion äußert sich der Vertrieb wie folgt: „Die ersten paar Lieferungen werden die Serato DJ Vollversion enthalten. Kunden, die schnell kaufen, werden also davon profitieren. Danach ist eine Vierkanal Serato DJ Intro Version inklusive.“

Auspacken

Dem Karton entnehme ich den Controller, eine mehrsprachige Kurzanleitung, ein USB-Kabel und eine Lizenzkarte mit einer aufgeklebten Seriennummer für Serato DJ. Der deutschsprachige Teil der Kurzanleitung schafft es problemlos, auf vier Seiten die wichtigsten Funktionen der Hardware vorzustellen. Spätestens aber wenn es darum geht, sich die Software herunter zu laden, wird es englischsprachig. Eine nicht unüberwindliche, dennoch lästige Hürde, gerade für Einsteiger.

Äußerlichkeiten

Mit seinen 2,7 kg Gewicht ist der Controller zwar nicht besonders schwer, seine stattlichen Abmessungen von 55,8 cm in der Breite und 31,7 cm in der Tiefe lassen ihn jedoch ziemlich wuchtig wirken. Besonders die Breite von gut einem halben Meter trägt ziemlich dick auf und entzieht sich jeglichem Transport in einer Laptop-Tasche. Hier muss schon die Sporttasche (oder ein spezieller Gigbag) herhalten. Daran ändert auch die luftig weiße Gehäusewanne nichts, die der Kommandozentrale eine gewisse optische Leichtigkeit verleiht. Mit 4,1 cm in der Höhe gibt sich der Beatmix 4 dagegen recht bescheiden. Den höchsten Punkt markieren interessanterweise nicht die Jogwheels, sondern die restlichen Bedienelemente. Die Kurbelräder liegen nämlich mit einer Höhe von gerade einmal 7 mm platt wie ein Rochen im Gehäuse. Die mit einer berührungsempfindlichen Metalloberfläche ausgestatten Jogwheels weisen einen stattlichen Durchmesser von 15,5 cm auf und sind seitlich mit einem umlaufenden roten LED-Kranz ausgestattet, der zur Visualisierung der virtuelle Abspielposition von Audiodateien dient. Der haptische Erstkontakt verläuft zu meiner vollen Zufriedenheit, denn die Räder drehen sich sauber und mit einer schönen Wuchtigkeit in ihren Achsen. Auch die tiefe Bauweise und die fingerschmeichelnde Aluminiumoberfläche sorgen für anerkennendes Kopfnicken beim Tester.

Eine in Anbetracht der Preisklasse ordentliche haptische Qualität kann ich auch den restlichen Bedienelementen (inklusive Crossfader) attestieren. Ein kaum wahrnehmbares Kratzen des rechten Pitchfaders im unteren Drittel nehme ich zu Protokoll, vergebe dafür aber keinen Minuspunkt, da es weder die Bewegungsmöglichkeit noch die Funktion beeinflusst. Positiv vermerke ich, dass das große Raumangebot besonders den Potenziometern in der zentralen Mischpultsektion zugutekommt. Sie haben alle sehr viel „Luft zum Atmen“. Nicht so recht verstehen kann ich dagegen, warum die Entwickler den beiden inneren Potis der Effektsektion, die direkt über dem Jogwheel sitzen, nicht ein bisschen mehr Platz spendiert haben. Denn bei beiden kommt man, wenn man sie weit unten an der Basis anfasst, dem Jogwheel gefährlich nahe.

Alle Taster des Beatmix 4 verfügen über eine Hintergrundbeleuchtung, die allerdings in der Intensität nicht regelbar ist. Das ist soweit gut zu verschmerzen, als wirkliches Defizit empfinde ich dagegen die Abwesenheit einer Kanalpegel-Anzeige, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die gebündelte Version von Serato DJ lediglich die absolute Lautstärke der geladenen Tracks, nicht aber den Post-Gain-Pegel visualisiert. Unerfahrene DJs können hier durch Aufdrehen des Gains, ohne es zu merken, sehr schnell in den Bereich rutschen, wo Serato anfängt, das Summensignal zu limitieren. Man könnte das gut mit dem doch recht niedrig angesetzten Preis entschuldigen, wenn es nicht Mitbewerber, wie beispielsweise der geringfügig teurere Gemini G4V, eindeutig besser machen würden.

Anschlusstechnisch geht es beim Beatmix 4 recht übersichtlich zu. An der Vorderseite sitzen der in der Lautstärke regelbare Mikrofoneingang und die Kopfhörerbuchsen, die lobenswerterweise sowohl als Mini- wie auch als Standardklinke ausgeführt sind. Die Rückseite beherbergt den USB-Port und den unsymmetrischen Stereo-Cinch-Ausgang.

Installation

Der Beatmix 4 gibt sich dem angeschlossenen Computer gegenüber als klassenkompatibles Eingabegerät zu erkennen, wodurch die Notwendigkeit zur Treiberinstallation, was jetzt die Controller-Funktionen angeht, entfällt. Die integrierte Soundkarte dagegen will natürlich mit ASIO-Treibern versorgt werden. Diese sind mit wenigen Mausklicks installiert und liefern auf unserem Testsystem (Win 7, i7 2,4 GHz-Quadcore, 16 GB RAM) zuverlässig eine ultraflinke Latenz von drei Millisekunden – hervorragend.   Seratos DJ-Software wird ohne viel Aufhebens vom Installer aufgespielt. Dass dieser im Zuge der Einrichtung unbedingt noch Apples Quicktime auf den Rechner verfrachten will, kann ich mir nur mit Seratos Video-Funktionalität erklären. Zwar werden während der Installation von Serato auch spezielle Interface-Treiber auf die Platte geschaufelt, dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, sicherheitshalber die aktuelle Versionsnummer von der Reloop-Website hinterher zu schieben.

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