Workshop_Folge
Workshop
2
22.02.2012

STROPHE

Für die erste Strophe des Hits benötigen wir keine weiteren Elemente. Die Gitarren aus dem Intro laufen unverändert weiter, wobei die Akkord-Gitarre zunächst etwas ausgedünnt wird. Gegen Ende der Strophe spielt sie dann wieder ihr gewohntes Pattern.

Statt eines Refrains folgt auf die erste Strophe ein Instrumental-Teil, der von einem interessanten Lead-Instrument getragen wird. Das Melodieinstrument erinnert an gezupfte Metallzungen. Näherungsweise basteln wir uns den Sound aus zwei Komponenten zusammen: Den ersten Teil des Sounds bekommen wir aus Logics Synth „Sculpture“. Dieser Physical-Modelling-Synth simuliert das Verhalten einer schwingenden Saite bzw. eines anderen Gegenstands und eignet sich deshalb gut für solche Sounds. Leider klingt er meistens ziemlich plastikhaft, weshalb ich ihn selten einsetze. In diesem Fall war ich jedoch froh, ihn zu haben.

Den Sound habe ich mit einem simplen Gitarrensample gedoppelt, um den Anschlag hervorzuheben und noch etwas Farbe hinein zu bekommen.

Die beiden Sounds werden auf einem gemeinsamen Bus durch einen Modulationseffekt geschickt, der etwas Vibrato hinzufügt. Mit einem leichten Delay klingt das in der Kombination so:

Außerdem kommt in diesem Teil eine Snare hinzu, die ein Sechzehntel-Pattern spielt, das von einem kleinen Wirbel aufgelockert wird. Sie nimmt im Mix nicht die angestammte Snare-Position in der Mitte des Stereobildes ein, sondern versteckt sich ganz rechts. Zum Einsatz kommt bei mir ein Orchestral-Kit aus Native Instruments Battery 3.

Es folgt eine zweite Strophe, in der die Snare weiterläuft. Ansonsten ist sie weitestgehend wie die erste Strophe aufgebaut. Im Hintergrund sorgen einige versprengte Gitarren-Fragmente für etwas Farbe. Interessanter ist aber, wie es weitergeht, und deshalb widmen wir uns nun dem Refrain.

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