Gitarre Hersteller_Positive_Grid
Test
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10.08.2018

Positive Grid Bias Delay Twin Test

Delay Effektpedal

Delay-Vollversorgung

Das Positive Grid Bias Delay Twin Pedal gibt dem User verschiedene Delay-Effekte an die Hand, die zusätzlich mit diversen Modulationseffekten und einem Reverb angereichert werden können. Das Bias Delay Twin präsentiert sich dabei als die kleinere Version des schon seit dem letzten Jahr erhältlichen Bias Delay Pro Pedal aus dem Hause Positive Grid und arbeitet mit derselben Software, die für PC/Mac und als App für das iPad verfügbar ist.

Die ebenfalls kürzlich erschienene kompakte Modulationseffekt-Ausgabe des Herstellers konnte mich im Test absolut überzeugen. Heute will ich herausfinden, wie das Delay-Twin-Pedal klanglich und natürlich auch in Sachen Bedienung aufgestellt ist.

Details

Design/Zubehör:

Wie sein Modulationskollege wird auch das Bias Delay Twin in einem Pappkarton geliefert, der außerdem vier aufklebbare Gummifüßchen, ein Netzteil mit zwei Stecker-Aufsätzen, ein USB-Kabel zur Rechneranbindung, zwei kleine Kärtchen mit dem für die Software benötigten Redeem-Code und eine kurze Anleitung zur ersten Inbetriebnahme bzw. Installation bereithält. In seinem Erscheinungsbild gibt sich auch dieser Testkandidat absolut hochwertig und sehr sauber verarbeitet.

Anschlüsse und Stromversorgung:

Alle Anschlüsse befinden sich an der Stirnseite. Das Pedal kann dabei mit seinen zwei Ein- und Ausgängen auch in ein bestehendes Stereo-Setup integriert werden. Neben USB- und Netzteilbuchse steht auch ein Anschluss für ein Expressionpedal bereit. Über der USB-Buchse befindet sich zudem ein kleiner Taster, der die Bluetooth-Verbindung aktiviert.

Bedienelemente und Funktionen:

Auf der Oberseite des Pedals lassen sich über ein gerastertes Poti neun verschiedene Presets anwählen. Preset 1 und 2 sind nur nummeriert, die anderen Preset-Speicherplätze hat man dagegen vorab schon beschriftet und mit passenden Factory-Presets versehen. Beim Speichern eigener Presets können die neun Bänke aber dennoch frei belegt werden. Fünf weitere Potis kümmern sich dann um die Justierung einzelner Parameter des angewählten Presets. Hier kann neben dem Mischverhältnis (Mix), der Anzahl der Delay-Wiederholungen (Feedback), und der Delay-Geschwindigkeit (Time) auch der zusätzliche Reverb- (Reverb) und Modulationseffekt (Mod) jeweils in seinem Anteil dosiert werden.

Neben weniger Preset-Bänken markiert übrigens auch die Steuerung des Modulationseffekts eine der Einschränkungen gegenüber dem großen Bias-Delay-Pro, bei dem diese Abteilung auch noch ein Rate- und Depth-Poti beinhaltet. Gemein haben beide Ausgaben wiederum den Kippschalter, der drei Notenwerte vorgibt, in denen das gewählte Delay-Tempo ausgegeben wird. Über den Bypass-Fußschalter wird der Effekt aktiviert und auch das jeweilige Setting gespeichert. Der Tap-Fußschalter ist für die manuelle Eingabe des Tempos zuständig und aktiviert bei längerem Halten auch eine Kill-Dry-Funktion.

Software und App

Über den beigelegten Redeem-Code kann die Software heruntergeladen und die App aktiviert werden. Die Softwareoberfläche zeigt sich ansonsten, was ihr Design anbelangt, zum zuvor von mir getesteten Bias Mod Twin in den meisten Punkten identisch. Bei der Software Bias Delay hat man in der Signalkette zwei EQs in jeweils drei Ausführungen zu Verfügung, die frei beweglich im Signalweg verschoben werden können, zum Beispiel an den Anfang oder das Ende des virtuellen Pfades oder auch zwischen ModStage und Power Modul. Die Delay Stage bietet dann verschiedene Option hinsichtlich des Delay Sounds. Die darauffolgende Mod Stage hält zudem einiges an Optionen zum Modulieren des Delays bereit. Anschließend läuft das Signal, wie auch beim Mod Twin, durch ein Power-Modul. Wie die einzelnen Soundblöcke sich im Detail verhalten, werden wir uns in der Praxis gleich genauer anschauen.

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