Test
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03.05.2021

Pioneer DJ DJM-S7 Test

Battlemixer für Serato und rekordbox

Performance-Plus Mischpult

Pioneer DJ DJM-S7 ist ein Battlemixer, der speziell auf die Anforderungen von DVS-DJs und Turntablism ausgerichtet ist. Er fungiert als Dongle für Serato DJ Pro und rekordbox, bietet u. a. einen Magvel Fader Pro, Dual-USB Typ-B und einen USB-Hub, zudem zahlreiche MIDI-Controller, um zu navigieren, Loops zu setzen und Effekte abzufeuern. Transformer-Hebel und Pads bringt der Performance-Mixer ebenso mit und offeriert obendrein einige Sonderfunktionen, die selbst der Flottenkapitän der Baureihe und große Bruder DJM-S11 vermissen lässt. Unter anderem erstmalig Bluetooth an einem Pioneer DJ-Mixer und die neue Loop-MIDI-Funktion.

Allerdings verzichtet der Hersteller bei diesem Modell u. a. auf ein integriertes Waveform-Display, was mancher DJ jedoch begrüßen dürfte, zumal sich im Vergleich zum DJM-S11 etwa 500 Euro sparen lassen. Sehen wir uns den Neuankömmling im Pioneer-Universum genauer an.

Details

Pioneer DJM-S7 misst 267 x 108 x 379 mm und wiegt 4,5 kg. Zum Lieferumfang gehören neben dem Mischpult noch das USB- und Netzkabel, ein Serato Pitch n’ Time Gutschein, die Schnellstart-Anleitung sowie Sicherheitshinweise und Garantiebestimmungen.

Die Platine sitzt in einem mattschwarzen Chassis, das an den Seiten eine Kunststoffverkleidung und auch zum Schutz der vorderen Komponenten zwei frontale Stoßfänger aufweist. Back- und Faceplate hingegen bestehen aus Metall, der obere Teil des Mischpults ist mit einer transparenten Plexiglasscheibe besetzt. Mir persönlich gefällt das moderne Design recht gut.

Frontpanel

Das Regelwerk für Cross- und Linefader ist gut zugänglich an der Front untergebracht und besteht aus einem Curve- und Feeling-Regler sowie einem Umkehrschalter für den Crossfader und stufenloser Curve-Control sowie Umkehrschalter für die Channelfader 1 und 2. Die Regler weisen einen guten Drehwiderstand auf und eine einrastende Nullstellung, wo es sinnvoll ist. Mit dem Raumangebot sollte man zurechtkommen.

An der Vorderseite befindet sich zudem eine gut ausgestattete Mikrofonabteilung mit Klang- und Lautstärkeregelung sowie einer Talkover-Schaltung, jedoch ohne Clip-LED.Außerdem ist hier der Pegelsteller für den AUX-Kanal zu finden sowie ein Bluetooth-Level-Regler nebst Pairing-Taste. Die Bluetooth-Funktion ist erstmalig in einem Pioneer DJ-Mixer an Bord. Zwei Klinkenbuchsen in 3,5 und 6,3 mm dienen dem Anschluss von Kopfhörern. Hier trifft klarer Sound auf potente Lautstärke.

Backpanel

Die Rückseite des DJM-S7 bietet je zwei Line- und Phono-Anschlüsse nebst großen griffigen Rändelschrauben für Turntables, dazu einen Cinch-Aux-In und einen Mikrofonanschluss, ausgeführt als XLR/Klinke-Kombo. Zwei USB-TYP-B-Ports erlauben, zwei Laptops simultan anzuschließen. Gut für Back2Back-Sets (zum Workshop) und nahtlose DJ-Wechsel. Das integrierte USB-Audiointerface arbeitet mit 24 Bit und 48 kHz.

Für CDJs, Controller und Co. ist auch gesorgt, denn ihr könnt diese über zwei weitere Typ-A-Buchsen anschließen. In Kooperation mit Serato ließe sich hier zum Beispiel ein Rane Twelve Controller (zum Test) andocken, für rekordbox ein zusätzlicher DDJ-XP2 (zum Test) etc. 

Um den Mischer mit der Beschallungsanlage, den Monitorboxen oder eurem Set-Recording-Device zu verbinden, sind XLR-Outputs, Klinkenbuchsen und ein Cinch-Paar verbaut. Ein Send/Return ist nicht an Bord. Leider ist für Aufnahmen nicht die DJM-Rec-App via USB nutzbar wie beim DJM-900NXS2.

Bedienoberfläche

Kommen wir zur Bedienoberfläche: Diese ist in der unteren Hälfte von dem Fader-Trio bevölkert, in dessen Mitte ein Metering-Display logiert, welches separate Ampel-farbcodierte Signalketten für die beiden Kanäle und den Master-Pegel offeriert, jeweils 9 +1 Schritte von -24 bis +12 und Clip. Einsam links außen residiert ein Regler, mit dem sich die Lautstärke des Serato oder Rekordbox Sample-Players abgleichen lässt. Praktisch, so kann man Jingles, Drops und Breaks oder subtile Überlagerungen passend abstimmen.

Ein wenig klein ist der Knob für meinen Geschmack allerdings ausgefallen. Das trifft dann auch auf die Cue-Mix-Regler gegenüber zu. Für das stufenlose Blenden zwischen den beiden Vorhörkanälen zeichnet sich ein Crossfader verantwortlich, was mancher DJ lieber mag, als Vorhörtasten zu drücken.

Der Trim-Regler sitzt beim DJM-S7 neben der Dreiband-Klangregelung, nicht selten im Battlemixer-Universum, darunter ist der Filter-Knob auszumachen. Das spart zudem Stellfläche bzw. Tiefe ein.

Der Filter-Regler bedient aber nicht nur das bipolare Hoch/Tiefpass-Filter, sondern kann einen von fünf Color-FX regeln. Master/Booth-Poti sind wie so oft im Zentrum zu finden, wo es auch noch einen Panel-Umschalter für die Software sowie eine Shift-Taste für Zweitfunktionen gibt. Ebenfalls verfügt jede Mischpultseite über Navigationselemente, einen Loop-Baukasten, eine umfangreiche Multi-FX-Sektion mit Transformer-Hebeln und nicht zu vergessen die Performance-Pads mit ihren diversen Modi.

Für den DJM-S7 ist ein Setup-Tool erhältlich, das auf Windows-PCs und MacOS-Computern installiert werden kann. Außerdem bietet das Pult diverse nützliche Einstellmöglichkeiten im Utility-Mode wie Mikro-Routing, Aux- und Bluetooth-Einrichtung, Talkover, Limiter, Dämpfung und LED-Helligkeit.

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