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25.08.2015

Pioneer DDJ-SB2 Test

DJ-Controller

Günstig und gut?

Heute zu Gast in der Bonedo-Testredaktion: Pioneers DDJ-SB2, ein DJ-Controller mit integriertem Audiointerface, einem Mixer, zwei Decks sowie Pad- und Effekt-Sektionen, der sich der Steuerung von Serato DJ verschrieben hat. Wenngleich nicht der kleinste „Pioneer“ (das ist der Wego 3), ist er doch mit 259 Euro Listenpreis der günstigste DJ-Controller im Portfolio der Japaner und gleichzeitig Einstiegsmodell in die DDJ-Serie. Diese umfasst den DDJ-SZ für 1799 Euro, den DDJ-SX2 für 999 Euro und den DDJ-SR für 599 Euro. In den Punkten Ausstattung und Preis steht der DDJ-SB2 in direkter Konkurrenz zur aktuellen Generation eines Reloop Beatmix, Gemini Slate oder Numark Mixtrack. Wie er sich Pioneers „Doppeldecker“ im Test schlägt, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Details

Also raus aus dem Karton und rauf auf den Tisch mit dem Probanden und seinen Beigaben, genauer gesagt einem USB-Kabel, dem Handbuch, der Serato-Card und den Garantiehinweisen. Bedeutet: Sobald das Serato DJ Intro von der Hersteller-Website heruntergeladen und eurem Rechner untergeschoben worden sind, habt ihr sämtliche Komponenten zusammen, um den DDJ-SB2 an eure Anlage anzuschließen und mit eurem Laptop und eurer Musik aufzulegen.

Visueller Schnell-Check

Der erste Eindruck ist ja oftmals ein bleibender und dies hat meine visuelle Erkundungstour hervorgebracht: Das Gerät besteht überwiegend aus Kunststoff, ist gut einen halben Meter breit, 27 cm tief und wiegt 2,1 kg. Es bringt also die idealen Voraussetzungen mit (ein passendes Messenger-Bag vorausgesetzt), mit der S-Bahn oder dem Bus zur Party im Freundeskreis oder in die nächstgelegene Pinte kutschiert zu werden. Von langen Armen keine Spur! Der Controller legt zudem eine ordentliche Fertigungsqualität an den Tag und steht wackelfrei auf vier Gummifüßen.

Trotz seiner recht transportfreundlichen Maße herrscht auf der Oberfläche ausreichend Raumangebot, um nicht mit den Fingern versehentlich ein benachbartes Bedienelement mitzureißen. Fader, Pads, Tasten und Jogwheels lassen sich im Trockenlauf gut drehen, schieben und drücken, wobei gerade die Teller eine bessere Figur abgeben, als man es in dieser Preisklasse mitunter gewohnt ist oder erwartet hätte. Eine Gummierung für die Drehregler hätte dem Probanden natürlich auch gut zu Gesicht gestanden.

Layout und Anschlüsse

Im Zentrum des DDJ-SB2 logiert der Mixer. Ihn flankieren zwei Decks mit 130-Millimeter-Jogwheels und zahlreiche Stellschrauben, um eure Tracks durch den musikalischen Wolf zu drehen. Darunter Performance-Pads für Hotcues, Sampler und Loops und eine Effektsteuerung, die sicher nicht alle haarklein erklärt werden müssen, sind sie doch seit Jahren fester Bestandteil von DJ-Softwares und Controllern. Falls jedoch noch detaillierter Informationsbedarf bezüglich Serato DJ herrscht, schaut mal in den Software-Test. Außerdem haben wir ein mehrteiliges Controller-Special in unserer Serie „Kickstart Digital DJing“ geschrieben, das euch detailliert mit der hippen DJ-Gear vertraut macht, so erwünscht.

Pioneer fokussieren mit ihrem jüngsten Spross in erster Linie ambitionierte Controller-Neulinge und Hobby-DJs. Das wird besonders deutlich, wenn der Blick über das Backpanel streift. Außer dem Cinch-Master-Output sowie der USB-Buchse und der Aussparung für die Diebstahlschutzvorrichtung ist dort nichts weiter zu finden. Sonst meist vorn anzutreffen, hat es die Kopfhörerausgänge (3,5/6,3 mm) und die Mikrofonbuchse an die linke Außenflanke verschlagen.

Ein weiteres Indiz für den Einsteigecharakter: Mit Ausnahme der rot hinterlegten Felder entsprechen die Beschriftungen am Controller zwar 1:1 den Funktionsaufrufen in der Software und es wird sofort klar, was passiert, wenn man eine Taste oder einen Regler betätigt. Die rot markierten „Sonderfunktionen“ (Rolls, Cue Loops, Bank und Slip) jedoch halten nur mit der Serato Vollversion Einzug.

Serato DJ Intro

Serato DJ Intro (SDJI) ist ein Programm zum Abspielen und Mixen von MP3-, AIFF- und Wave-Dateien auf bis zu vier Decks. Die grafische Benutzeroberfläche legt ein kontraststarkes und äußerst stromlinienförmig Design an den Tag, mit dem selbst Neulinge schnell zurecht kommen sollten: oben die Player, unten die Library, optionale Tabulatoren (FX, Sampler), dazu Hotcues und Loops. Obendrein habt ihr die Wahl zwischen zwei horizontalen und einem vertikalen Wellenform-Layout mit zwei bis vier Abspieleinheiten. Nicht viel Schnickschnack, aber leider auch keine Recording-Funktion, keine Quantisierung etc ...

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