Test
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31.08.2010

Oberheim SEM Test

Der Wolf im schalen Pelz

Es scheint in Mode gekommen zu sein, alte, erfolgreiche Synthesizer zu überarbeiten und neu auf den Markt zu bringen – getreu Robert Zemeckis Klassiker „Zurück in die Zukunft“. Robert Moog hat es mit dem „Minimoog Voyager“ vorgemacht: altes Innenleben mit bewährtem Sound, gepaart mit einer Prise MIDI hier, einem kleinen Gimmick da und Moog-typisch edler Verarbeitung. Auch Dave Smith hat in jüngster Vergangenheit sehr ordentlich überarbeitete Geräte auf den Markt gebracht. Nun fand auch Tom Oberheim, dass es an der Zeit sei, den Klassiker Oberheim SEM neu aufleben zu lassen. Und dieser Mann hat im Bereich der Synthesizer-Entwicklung wirklich große Dienste geleistet. Aus der „Werkstatt“ der von ihm 1970 gegründeten Firma Oberheim Electronics Inc. entstammen der erste polyphone (SEM Four-Voice) und auch einer der ersten komplett programmier- und damit speicherbaren Synthesizer, der OB-8!

Nun gilt es erst mal die Frage zu klären, was sich hinter dem Namen SEM versteckt: kurz, knapp und ohne Schnick-Schnack: Synthesizer Expander Module. Ebenso knapp hält es Herr Oberheim mit übertriebenen Neuerungen, einem schicken Holzgehäuse oder etwa fleißig blinkenden LEDs. Nichts dergleichen ist am neuen SEM zu finden – dafür aber ein durchdachtes Patch-Panel, durch welches man beinahe jeden Parameter durch eine Steuerspannung ändern kann ... aber nun los, denn: „Marty, wir müssen zurück – zurück in die Zukunft!

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