Test
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20.09.2017

Numark DJ2Go2 Test

DJ-Controller

Einsteigercontroller für Serato, Traktor und Co

Platz ist in der kleinsten Hütte. So zumindest könnte das Motto des Numark DJ2Go2 lauten, seines Zeichens MIDI-Controller und USB-Audiointerface, zertifiziert für Serato DJ. Etwa zwei Dutzend Controller möchten auf kompaktem Raum die nötigen Werkzeuge darstellen, um digitalen DJ-Einsteigern eine Mixsession am Laptop zu ermöglichen und ihre DJ-Software ohne Maus oder Keyboard zu dirigieren. Wird das Gerät grad nicht benötigt oder ist man unterwegs, lässt es sich problemlos im Messenger Bag, der Schreibtischschublade oder im Fluggepäck verstauen. Numark DJ2Go2 bezieht seine Stromversorgung über den USB-Anschluss, kann ganz simpel auf oder vor dem Laptop aufgebaut werden und schon kann es losgehen. 83,29 Euro lautet die unverbindliche Preisempfehlung, Serato Intro ist als Software mit von der Partie. Gear genug, um seine ersten Gehversuche als MP3-Jockey zu unternehmen?

Details

Kaum größer als das Tool selbst ist die Verpackung, in der es angeliefert wird. Der Testkandidat misst 314 x 86 x 16 Millimeter, bringt entspannte 350 Gramm auf die Waage und sieht für mich, was das Design angeht, um einiges ansprechender aus als der Vorgänger.

Zum Lieferumfang gehören ein USB-Kabel, ein Miniklinke-auf-Cinch-Kabel, Beipackzettel, Download-Karte und ein Satz Aufkleber. Die wichtigste Neuerung gegenüber dem ursprünglichen Modell ist das integrierte Vierkanal-USB-Audiointerface. An der linken Seite ist hinten die Miniklinkenbuchse für (Desktop-) Boxen, Verstärker oder Mixer platziert, rechts hinten sitzt hingegen die USB-Buchse, der Kopfhörerausgang ist etwas nach vorn versetzt.

Bedienoberfläche

Im Detail kommt der kleine Numark Controller auf drei Flachbahnregler, 19 teils hintergrundbeleuchtete Tasten, zwei „Jogwheels“ und vier Drehregler für die Kanallautstärke und die Master- und Cue-Pegel. Dazwischen ist noch ein Browser-Encoder mit Push-Funktion platziert. Channelfader sind nicht an Bord, ebenso wenig eine Klangregelung, aber es kann navigiert, vorgehört, gepitcht, gesynct, abgespielt und mittels Crossfader übergeblendet werden. Das dürfte manchem interessierten Gelegenheits-DJ oder reisenden Serato Track-Prepper sicher schon ausreichen. Als besonderes Bonbon stattet Numark den DJGO2 mit je vier multifunktionalen Pads pro Deck aus – folglich ist noch ein bisschen mehr drin als „Play, Sync & Fade“.

Serato Intro

Nach dem Download der 18 MB großen Mac-Installationsdatei und wenigen Clicks ist die Software startklar. Serato Intro tritt mit zwei Decks, farbigen Wellenformen, Autosync, einem übersichtlichen Browser sowie DJ-FX und Sampler in den Ring. Das Programm setzt im Gegensatz zu Traktor, Mixvibes oder Virtual DJ zertifizierte Audiointerfaces, Mixer oder DJ-Controller voraus, möchte man damit Tracks mixen. Zur Vorbereitung gibt es zwar einen Offline-Player, der ist aber auf einen Track beschränkt. Titel anhören, Playlisten bauen und Cues platzieren (ohne Quantisierung) geht ohne Controller natürlich schon. Mal eben unterwegs einen Übergang checken oder Loops speichern, ist im Serato Intro Preview-Player indes nicht vorgesehen. Und es gibt auch kein Taktraster, das man bearbeiten könnte.

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