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14.09.2018

Native Instruments Maschine Workshop #4 – Arrangements

Tutorial: Arrangieren in NI Maschine

Wie aus Patterns ein kompletter Song wird

Nachdem wir den Groove komponiert und mit Audioaufnahmen komplettiert haben, läuft das erste Pattern fleißig im Loop. Doch wie wird daraus jetzt ein Arrangement, in dem sich der Song aufbaut? Natürlich könnten alle Parts manuell eingespielt werden, doch Maschine hält natürlich Features bereit, die das Arrangement-Leben erleichtern. Welche das sind, schauen wir uns in dieser Folge an, um aus unserem Groove einen Song zu arrangieren.

Details

Aus Patterns werden Szenen, aus Szenen werden Arrangements 

Jede Group in Maschine verfügt über Patterns, in denen MIDI und Audio abgespielt wird. Spielt man etwas ein, wird automatisch „Pattern 1“ angelegt. In der Pattern-Ansicht können neue, leere Patterns hinzugefügt werden, um etwas Neues einzuspielen. Doch auch bestehende Patterns lassen sich duplizieren. Letztere Option ist besonders dann nützlich, wenn beispielsweise ein Drum-Pattern um weitere Instrumente erweitert wird, die Im Laufe des Songs hinzukommen sollen. Andersherum kann man natürlich auch Instrumente aus einem duplizierten Pattern herausnehmen.

Um die Patterns zu einem Song zu arrangieren, werden sie in die gewünschte Reihenfolge gebracht. Genau hier kommen die sogenannten Szenen ins Spiel. Mit dem Arranger- (MK3) bzw. Scene-Button (ältere MKs) lassen sich die Szenen einblenden und der Song arrangieren. Sowohl die Szenen als auch die Patterns werden mit den Pads angelegt.

Richtig Szene machen!

Nach dem Anlegen einer Szene ist diese automatisch mit den Patterns der Groups befüllt, die derzeit ausgewählt sind. Wer lieber mit einer leeren Szene starten möchte, kann diese mit der Kombination „Scene + Delete“ löschen, um diese nach Belieben mit Patterns zu befüllen. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn die erste Szene auch das Intro des Songs sein soll. Dazu wird immer zuerst die Group ausgewählt und daraufhin das Pattern, das in der Szene abgespielt werden soll. In diesem Beispiel baue ich ein schlichtes Arrangement: Intro, Verse, Refrain, Verse, Refrain, Outro. Im Intro bietet es sich an, die Chords und harmonischen Komponenten des Songs laufen zu lassen. Ist das Intro komplett, kann die Szene ganz einfach dupliziert werden, woraufhin eine zweite Szene mit gleichem Inhalt erstellt wird. In dieses Duplikat lassen sich Patterns aus weiteren Groups hinzufügen, etwa Drums, Basslines oder Ähnliches.

Zur besseren Übersicht benennen wir Szene 1 in „Intro“ und Szene 2 beispielsweise in „Verse“. Die Tastenkombinationen auf der Computerstatur sind STRG + R (Windows) und CMD + R (macOS). Legt euch für jeden Part, in dem eine Änderung im Arrangement vorkommen soll, eine neue Szene an bzw. dupliziert eine ähnliche. Wichtig zu wissen ist, dass eine Szene ist immer so lang ist, wie das längste Pattern. Alle weiteren Patterns werden auf die Länge des längsten Patterns verdoppelt. Im Arranger View werden diese optisch transparent dargestellt. Die Pattern-Regionen lassen sich mit rechtem Mausklick auch farblich umgestalten, was nochmals die Übersichtlichkeit verbessern kann.

Natürlich ist man nicht auf die bisher eingespielten Patterns festgenagelt. Statt vorhandene Patterns in die Szenen zu laden, können auch leere hinzugefügt werden. So kann man beispielsweise nachträglich eine Bridge einspielen. Damit man beim Befüllen der Szenen die Patterns auch mithören kann, wird die aktuell ausgewählte Szene abgespielt. Der Abspielbereich lässt sich jedoch auch ändern, indem man mehrere Szenen mit den Pads gleichzeitig auswählt. Mit Shift + Restart-Button in der Transportsektion könnt ihr den Loop-Modus deaktivieren, um das gesamte Arrangement abzuspielen.

Im folgenden Video seht ihr, wie aus dem ursprünglichen Groove in kurzer Zeit ein komplettes Arrangement wird.

Das Arrangement steht! In puncto Sound kann der Beat allerdings noch einige Verbesserungen vertragen. Daher dreht sich in der nächsten Folge alles um den Mixdown in Maschine.

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