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Test
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11.06.2009

Native Instruments B4 II Test

B4 zum Zweiten und zum … Next Generation of B4

Hammond! Auch im Hightech-Zeitalter ist es nach wie vor der Wunschtraum vieler Organisten und Keyboarder, eine echte Hammond zu besitzen. Doch selbst wenn man in der glücklichen Lage ist, ein Instrument der Edelschmiede sein Eigen zu nennen, gibt es immer noch genügend feine, aber häufig auch entscheidende Unterschiede – denn Hammond klingt nun mal nicht gleich Hammond.

Und dann wäre da ja auch noch die Frage, welches Kabinett man - meist für eine bestimmte Musikstilrichtung - dazu auswählt. Genau aus diesen Gründen ist eine Hammond, neben einem echten Konzertflügel, eines der wenigen Tasteninstrumente, das den direkten Vergleich mit echten Vintage-Gitarren nicht scheuen muss.

 

Mit den Neuerungen des überarbeiteten Software-Instruments B4 von Native Instruments soll der Traum eines authentischen Hammond-Sounds nun - jedenfalls virtuell - für jeden in Erfüllung gehen können. Native Instruments gehören seit ihrer Gründung 1995 in Berlin zu den Pionieren der Software Synthesizer Entwicklung. Der „Generator“ war das erste Werk von Stephan Schmitt und seinem Team, aus dem später die Megamaschine „Reaktor“ hervorging. Bald darauf nahm er sich der Virtualisierung von Vintage-Instrumenten wie zum Beispiel Oberheim an - und eben auch der legendären Hammond. Es gehörte viel Mut und Selbstbewusstsein dazu, sich dieser heiligen Kuh zu nähern. Dem milden Lächeln vieler Puristen zum Trotze entwickelte Schmitt eine Software mit dem Namen B4. Schon die Wahl des Namens war ein cleverer Schachzug, da das Kürzel B3 sicherlich nicht frei benutzbar war -  erst recht nicht für eine Software. Dann eben B4  - und man war wenigstens numerisch der realen Tastenwelt schon mal einen Schritt voraus. Der Erfolg der Simulation ließ nicht lange auf sich warten, und schlappe 10 Jahre später ist die B4 in fast jedem ernst zu nehmenden Studio der Welt fester Bestandteil der PlugIn-Bestückung.
Dieser Test dient weniger dazu, ein weiteres Loblied anzustimmen, als vielmehr herauszufinden, ob die Produktpflege des Hauses Native Instruments das ohnehin hervorragende Software-Instrument zu einem noch ultimativeren Tool gepimpt hat.


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