Gitarre Hersteller_MXR
Test
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07.07.2019

Praxis

Wir testen den MXR Raijin Drive mit zwei ebenfalls klassischen Gitarren-Modellen: Es kommt eine Fender Stratocaster mit Singlecoil-Pickups und eine Gibson Les Paul mit Humbuckern und ordentlich Output zum Einsatz. Verstärkt wird das Signal durch einen Marshall JCM 800.

Den Anfang macht die Stratocaster mit dem Raijin-Pedal im Distortion-Mode. Mit dem Drive-Poti auf 9 Uhr, dem Tone-Regler auf 13 Uhr und Level moderat auf 10 Uhr eingestellt in den Preamp des Verstärkers gefahren, ergibt sich ein cremiger und äußerst dynamischer Lead-Sound.

Für das nächste Beispiel bewegen wir den Kippschalter nach unten in den Overdrive-Modus und heben lediglich ein wenig den "Drive" an auf 10 Uhr.

Zum Vergleich nehmen wir nun das exakt gleiche Audiosignal über ein altes Boss SD-1 Pedal mit gespiegelten Einstellungen auf.

Um den höheren Output der Les Paul zu kompensieren, nehmen wir sowohl Level als auch Drive ein wenig zurück. Der Tone-Regler befindet sich knapp über Mittelstellung. Angewählt ist der Overdrive-Kanal.

Im Distortion-Mode hat der Verstärker ordentlich damit zu kämpfen, das Signal der Gibson nicht matschen zu lassen. Fast schon "fuzzy" kommen die Riffs. Abermals wurde der Drive-Regler ein wenig nach unten, auf ca. 8 Uhr, korrigiert.

Die Kombination eines leicht angezerrten Clean-Kanals am Amp und dem MXR Raijin Drive verhilft ohne große Anstrengung zu cremigen, dynamischen Sounds, die von Blues bis Hardrock eine breite Palette an Stilen abdecken können. Gegenüber den originalen Boss-Pedalen, die hierbei offensichtlich als Inspiration galten, ist der Klang einen Tick moderner und druckvoller. Der Tone-Regler reagiert eher defensiv und agiert in einem breiten Mittenband. Der Einsatz hin zu härteren Spielarten ist limitiert durch die Mittenbetonung und das Fehlen von stärkerer Kompression.

Video

Um das Ansprechen der drei Regler zu dokumentieren und den Unterschied zwischen Overdrive- und Distortion-Mode zu demonstrieren, wollen wir während der Aufnahme nun etwas 'drehen'.


Im ersten Abschnitt hört ihr die Strat mit Fender Lace Pickups in der Stegposition bei der Akkordarbeit.
Anschließend dieselbe Gitarre mit dem Halspickup mit einigen Sololicks. Eine Les Paul Pro in der Stegpickup-Einstellung interagiert nicht ganz so feingliedrig mit dem Pedal.
Wie man im letzten Beispiel hören kann, atmet der Sound in der Zwischenstellung der beiden Tonabnehmer dann wieder besser.

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