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05.05.2021

MPE in Live Sounddesign der Extraklasse

Instrumente, Plugins und Automation

Modulation auch ohne MPE-Controller!

MPE – MIDI Polyphonic Expression – erlaubt komplexe Modulationen und Sounddesign der Extraklasse. Damit passt der Standard eigentlich wie die Faust aufs Auge zu Ableton Live, wo Sounddesign schneller und komplexer geht als in jeder anderen DAW. Bisher war Live allerdings nur mit komplizierten Workarounds MPE-fähig. In Ableton Live 11 kommt MPE jetzt vollimplementiert an. Wie man mit MPE-Controllern aufnimmt, welche ableton-internen Instrumente bereits MPE-fähig und welche Möglichkeiten auch ganz ohne MIDI-Controller vorhanden sind, zeigen wir im großen MPE-Workshop. 

 Zu allererst gibt es hier nochmal eine kurze Auffrischung dazu, was MPE überhaupt nochmal genau ist und was es euch bringt. Dann zeigen wir euch, wie ihr einen MPE-fähigen Controller in Live 11 einrichtet, ihn nutzt und wie ihr die Clips mit den MPE-Daten bearbeitet. Und wusstet ihr, dass es für MPE-Modulationen noch nicht einmal einen entsprechenden Controller in Live braucht? Wir zeigen euch, wie ihr ganz ohne Controller trotzdem die volle Bandbreite an Möglichkeiten von MPE in Live nutzen könnt. 

Weiter geht es mit den internen Instrumenten in Live 11, die bereits MPE-Signale zur Modulation verarbeiten können. Wir zeigen euch, wie ihr beispielsweise in Wavetable ganz leicht komplexe Modulationen erzeugen könnt. Beim Multi-Sampling-Device Sampler geht es dann um die Kombination der Tools MPE-Control und Expression Control, mit denen sich die MPE-Signale beeinflussen lassen. 

Was ist MPE und was bringt es?

MPE ist im Vergleich zum MIDI-Standard noch jung. 2015 brachte Roli die ersten Seaboard-Controller auf den Markt, erst 2018 wurde die Erweiterung von MIDI 1.0 von der MIDI Manufacturers Association offiziell anerkannt. Die Grundidee ist, dass jede MIDI-Note einen eigenen MIDI-Kanal bekommt. Dort gibt es dann nicht nur zwei Modulationsdimensionen (wie Velocity und Release Velocity bei gewöhnlichen MIDI-Noten), sondern fünf: Velocity, Release Velocity, Slide, Pressure und Pitch Bend. Ähnlich wie bei einer Gitarre kann man so mit einem entsprechenden Controller beispielsweise Akkorde spielen, wo man nur bei einer der Noten ein Vibrato erzeugt.  

Genauso bei Slide und Pressure: Auf Controllern wie dem Seaboard Block von Roli oder dem Sensel Morph erzeugt das Gleiten auf einer Note nach vorne oder hinten einen weiteren Datenstrom. Mit einem MPE-fähigen Softwareinstrument kann diesem Datenstrom beispielsweise der Cutoff am Filter zugewiesen werden. So öffnet sich das Filter, je weiter hoch man gleitet, und das bei jeder Note unterschiedlich. 

Pressure verhält sich von der Bewegung her ähnlich wie Aftertouch. Sobald man eine Note spielt und den Finger drauf lässt, drückt man fester, dann wieder etwas softer und erzeugt damit noch einen Datenstrom. Weist man dem Datenstrom dann beispielsweise das Panning zu, bewegt sich der Sound der Note im Stereopanorama, je nachdem, wie fest man drückt.

MPE in Live 11 einrichten

MPE-fähige Controller erkennt Live 11, seine MPE-Funktion müsst ihr beim Einrichten aber noch in den Einstellungen aktivieren. Die internen Instrumente in Live 11, die bereits MPE-Signale in Modulationen übersetzten können, könnt ihr jetzt direkt spielen. Live 11 hat extra eigene Presets mitgeliefert, die die Möglichkeiten zeigen, die MPE mitbringt. Der Morph-Hersteller Sensel hat außerdem eine eigene Webseite eingerichtet, auf der es Presets für Ableton Live und einige Softsynths gibt, die speziell auf MPE-Modulationen zugeschnitten sind. Bei externen Plugins wie Equator 2 von Roli, Serum von Xfer Records oder Pigments 3 von Arturia zeigt Live 11 die MPE-Fähigkeit mit einem kleinen MPE-Zeichen in der Titelzeile an.

MPE in Live 11 aufnehmen

Die Aufnahme von MPE-Noten geht genauso wie bei normalen MIDI-Noten vonstatten: Startpunkt setzen, Einzähler aktivieren, los geht’s. Man kann sich in den komplexen Sounds, die man mit MPE-Instrumenten spielt, oft minutenlang verlieren, daher ist es sinnvoll, die Aufnahme in der Arrangement-Ansicht zu tätigen. So könnt Ihr euch dann anschließend die besten Momente einfacher herausschneiden. 

Auch das andere neue Feature Comping macht sich bei MPE-Aufnahmen bemerkbar. Oft braucht es mehrere Anläufe, bis man genau die Mischung aus Gleiten und Drücken gefunden hat, die den perfekten Sound erzeugt. Also loopt ihr die gewünschte Stelle im Arrangement und spielt einige Durchläufe. Aus diesen könnt ihr dann die besten Momente zusammenschneiden.

MPE-Daten in Live 11 bearbeiten

Die vielen zusätzlichen Daten, die durch einen MPE-Controller entstehen, wollen auch bearbeitet werden. Die Gefahr ist groß, dass mal hier ein Slide zu spät angesetzt, dort zu festgedrückt oder ein Pitchbend zu intensiv bewegt wird. Dafür gibt es in Lives Clips die neue Expression-Ansicht. Dort werden euch die aufgezeichneten Daten angezeigt. Diese Kurven könnt ihr dann wie Automation und Clip-Envelopes ganz einfach per Mausklick oder Stiftsymbol verändern.

Die Kurven für „Slide“ und „Pressure“ (für Velocity und bei Bedarf auch für Release Velocity) werden im unteren Bereich bei allen Noten gleichzeitig angezeigt. Wählt man eine der Noten oben an, könnt ihr jetzt unten bei beiden Parametern Punkte (Breakpoints in der Ableton-Sprache) löschen, verschieben oder per Doppelklick setzen – auch Copy-and-paste funktioniert. Wollt ihr beispielswiese eine besonders gelungene Pitch-Bend-Bewegung auf eine andere Note übertragen, reicht ein Rechtsklick auf die Note, ein anschließendes „Hüllkurve kopieren“ und ein „Einsetzen“ im gleichen Menü der Zielnote. 

Auch wichtig beim Bearbeiten: das Raster. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn ein gewisser Pressure-Wert genau auf einer Viertelnote erreicht werden soll. Beim freien Spielen ist es fast unmöglich, diese Bewegungen beim Timing immer zu treffen. Nachkorrigieren lässt sich das ganz leicht. Standardmäßig ist das Raster bei „Slide“ und „Pressure“ deaktiviert. Falls ein Breakpoint genau auf einem Rasterwert einrasten soll, einfach CMD/STRG beim Bewegen eines Breakpoints gedrückt halten und schon hüpft der Punkt wie magnetisch auf den nächsten Rasterwert.  

Bei den Pitchbend-Kurven gibt es außerdem die Möglichkeit, die Breakpoints auf einem Intervall über- oder unterhalb der Note festzulegen, zum Beispiel um genau drei Halbtöne oder eine Quinte (sieben Halbtöne). Um einen Breakpoint genau auf eine Note springen zu lassen, haltet auch hier STRG/CMD gedrückt, wenn ihr den Breakpoint vertikal bewegt. Hält man beim Bearbeiten eines Breakpoints bei allen MPE-Daten wiederum die SHIFT-Taste gedrückt, sind kleinere Bewegungen möglich.

MPE in Live 11 ohne Controller nutzen

Vielleicht ist es einigen bei der MPE-Bearbeitung schon in den Sinn gekommen: Kann man diese MPE-Kurven nicht einfach einzeichnen? Wozu extra einen neuen Controller kaufen? Und ja, per Mausklick und Stiftwerkzeug können alle MPE-Daten auch einfach eingezeichnet werden – gute Nachrichten für Mausmusiker*innen. 

Wollt ihr zum Beispiel bei einem schönen Pad-Sound einen Pitchbend nur auf der obersten Note eines Akkordes erzeugen, geht das so: im MIDI-Clip in den „Expressions“-Tab gehen und auf der obersten Note Breakpoints setzen oder eine Kurve einzeichnen.

Tipp: Aufgepasst bei Note-Pitch-Bend-Kurven: Habt ihr Fold, was die Ansicht im MIDI-Clip auf die Noten reduziert, die auch gespielt werden, oder Scale aktiviert, wodurch nur die Noten einer gewünschten Tonart anzeigt werden, werden die Pitch-Bend-Kurven in den Noten nicht angezeigt. 

Eine nützliche Funktion, die es seit Live 10 gibt, lässt sich mit einem kleinen Workaround auch für MPE-Daten nutzen. Aktiviert man den Automationsmodus, gibt Live einige Automationskurven vor, wenn man einen ausgewählten Bereich im Arrangement rechts anklickt. Bisher gibt es diese Option nicht bei den MPE-Kurven. Ihr könnt Automationskurven aber in MPE-Kurven kopieren: Rechtsklick auf die Automationskurve, Hüllkurve kopieren, Rechtsklick auf die MPE-Kurve im Clip und Einsetzen. Achtet vorher darauf, dass die Automationskurve nicht zu extreme Werte ansteuert, sonst geht die Pitch-Bend-Kurve auf viel zu hohe Werte. 

MPE-Instrumente in Live (I): Wavetable

 Wavetable kam in Ableton Live 10 dazu, in 10.1 wurden die Funktionen noch einmal erweitert. Der Import eigener Wavetables in den Synth war nun möglich. Das Instrument ist in Live 11 der erste interne Software-Synthesizer, der MPE-Daten als Modulation verarbeiten kann. Ein neuer Reiter namens „MPE“ ist dazu gekommen, mit dem sich die MPE-Datenströme zur Modulation einbinden lassen. Und das geht genauso einfach wie in der normalen Modulationsmatrix.  

Voreingestellt ist die Verknüpfung von Slide und Osc 1 Pos, sie entspricht der Position im geladenen Wavetable. Wir ändern das – wird Frequency bei den Filtern angeklickt, taucht Filter 1 Freq in der MPE-Liste auf. Wir drehen die Modulationsstärke auf – nichts passiert? Dann müsst ihr den Frequency-Regler selbst auch etwas runterdrehen. Vorher kann die Modulation nicht sich nicht bewegen. Und je mehr wir Frequency zudrehen, desto stärker ist der Effekt beim Gleiten an einer Note hörbar. 

Da geht noch was! Breiter und größer soll der Sound werden. Wie wäre es, wenn wir mit zwei Oszillatoren einen Sound erzeugen, der, je weiter wir sliden, immer größer und breiter wird? 

  • Stereobreite erzeugen wir über die Panningregler in den Oszillatoren. Das kleine C oben links in Oszillator 1 anklicken, schon taucht Osc 1 Pan in der MPE-Matrix auf. Diesen Parameter drehen wir in der Slide-Spalte auf 100. 
  • Dasselbe wiederholen wir bei Oszillator 2. Diesen anwählen, hier genauso auf das kleine C klicken, jetzt taucht Osc 2 Pan auf. Damit die beiden Oszillatoren in verschiedene Richtungen laufen, drehen wir in der Slide-Spalte auf -100. Resultat: Je weiter ihr auf einer MPE-Note nach hinten gleitet, desto breiter klingt der Ton.

  • Für einen noch größeren Sound packen wir den Regler Unison ebenfalls auf Slide. Zuerst stellen wir rechts unten im Unison-Bereich den Shimmer-Modus ein und dann die Anzahl der Stimmen auf das Maximum: acht. Dann müsst ihr den Unison-Amount auf 50% drehen. Dieser Parameter ist jetzt auch in der MPE-Matrix zu sehen. 
  • Jetzt heben wir wie beim Panning die Intensität des Parameters Unison in der Slide-Spalte an. Hier stellen wir 100% ein. 

So richtig riesig und performativ wird es, wenn wir die Geschwindigkeit eines LFO an den Pressure-Parameter binden. Je fester wir also drücken, desto schneller wird der LFO, der selbst den zweiten Filter-Cutoff und die Wavetable-Positionen beider Oszillatoren bewegt.  

  • Zuerst wird LFO1 mit den Zielen Filter 2 FrequencyOsc 1 Position und Osc 2 Position verbunden. Die Modulationsverbindung verläuft immer so, dass ihr den gewünschten Parameter anklickt. Anschließend stellt ihr die Stärke in der normalen  Modulationsmatrix (nicht MPE!) in der Spalte von LFO 1 in der neu aufgetauchten Zeile des Parameters ein. 
  • Wichtig ist dann noch, dass ihr den Frequency-Regler von Filter 2 möglichst weit nach unten und die beiden Position-Regler von Oszillator 1 und 2 ungefähr in die Mitte dreht. So ist die Modulationsbewegung besonders deutlich zu hören.
  • Letztendlich soll die Geschwindigkeit des LFO davon abhängen, wie fest wir auf den MPE-Controller drücken. Erst stellen wir LFO 1 so ein, dass er nicht ganz so extreme Modulationsbewegungen sendet, der Amount kommt auf 36% und die Geschwindigkeit auf halbe Noten. 
  • Diese soll sich verändern, je nachdem, wie stark gedrückt wird. Also klicken wir einmal auf Rate in LFO 1, der Parameter LFO 1 Rate taucht in der MPE-Matrix auf. Nun stellen wir in der Spalte Pressure die Stärke 100 ein.

MPE-Instrumente in Live (II): Sampler und Co.

In Sampler gibt es für alle fünf MPE-Signale eigene Modulationsslots in der Matrix. Für den Einstieg beschränken wir uns auf die Modulationsmöglichkeiten, die es schon für einfaches Sampling gibt. Wir erzeugen aus einem einfachen Saw-wave-Audioclip ein riesiges Pad-Monster.

  • Wir laden eine simple SAW-Wave aus dem Mood Reel Pack in Sampler und stellen dort den Sustain Mode auf loopen, sodass die Töne so lange gehalten werden, wie wir eben spielen. 
  • Wir drehen den Cutoff im Filter auf 500 Hz, dazu 100% Resonance und 20 dB am Drive-Parameter. Damit entfernt das Filter Höhen deutlich hörbar und erzeugt Sättigung. 
  • Für die erste Bewegung sorgt LFO1. Diesen aktivieren wir im Modulation-Bereich. Wir stellen ihn auf Sechzehntelnoten und als Muster eine Square-Wave ein. Anschließend drehen wir unten bei Pan die Modulationsstärke voll auf. 
  • Jetzt geht’s in den MIDI-Bereich, wo die MPE-Modulation eingestellt wird. Beim Parameter Pressure wählen wir als erstes Ziel LFO 1 AMT Pan aus und drehen daneben die Stärke auf 100. Drücken wir jetzt mit dem Finger eine MPE-Note in die Tiefe oder zeichnen diese Kurve ein, wird der Panning-Effekt immer intensiver, je fester wir drücken. 
  • Noch größer klingt es, wenn dazu der Cutoff über Slide geöffnet wird. Also wählen wir dort als Ziel Filter Freq aus und drehen auch hier die Stärke voll auf. 
  • Wie wäre es, wenn wir jetzt mit dem Pressure-Parameter auch die Geschwindigkeit von LFO 1 bestimmen können? Also wählen wir als zweiten Parameter in der Pressure-Zeile LFO 1 Rate und stellen die Stärke ein.
  • Der Intensitätsverlauf bei Slide passt noch nicht. So wie jetzt ist er linear, was den Cutoff zu schnell öffnet, wenn wir noch gar nicht in der Mitte der Taste sind. Das kleine MPE-Control-Tool hilft hier weiter. Wir stellen den Verlauf der Intensität von Slide so ein, dass es bereits etwas höher beginnt, sich anschließend erst schnell und dann langsam steigert. 
  • Wäre es nicht schön, wenn wir mit der Slide-Bewegung auch noch einen Effekt verändern könnten? Hier hilft uns das Expression-Control-Tool, das nun auch MPE versteht. Mit dem Max4Live-Werkzeug lassen sich MIDI-Signale mit Effektparametern verbinden. 

  • Wir ziehen das Tool VOR Sampler und eine Instanz von Echo dahinter. Im Expression Tool wird Slide noch gar nicht angezeigt. Dann wählen wir den Parameter Slide aus der Liste. 
  • Nun aktivieren wir direkt daneben Map und verbinden es mit dem Dry/Wet-Regler von Echo. Und schon fährt der Effekt hinzu – die Intensität richtet sich danach, wie hoch wir auf einer MPE-Note Sliden. Eine Einschränkung gegenüber den Effekten in Wavetable selbst gibt es nicht: Zwar könnt ihr den Dry/Wet-Regler mit jeder MPE-Note aufziehen, der Effekt gilt dann aber immer für ALLE Noten gleich – soweit sind wir (noch) nicht.  

MPE und Push

Richtig viel von MPE versteht Abletons Premiumcontroller Push nicht. Slide und Pitchbend auf jeder Note sind technisch nicht möglich. Aber immerhin erhält Push mit Live 11 die Möglichkeit zum polyphonen Aftertouch. Diese Funktion wird per Update auf den Controller aufgespielt, sobald ihr Live 11 installiert und den Controller angeschlossen habt. Wenn ihr nun oben rechts auf den Setup-Button drückt, gibt es bei Pressure nun die Option Poly

Was bedeutet das? In Wavetable und Sampler könnt ihr jetzt wie bei einem echten MPE-Controller den Press-Parameter als Modulationsquelle nutzen. So kann sich bei Akkorden beispielsweise der Cutoff für jede Note anders öffnen – oder die Geschwindigkeit der LFO-Modulation. Alle Press-Modulationen, die wir für Wavetable und Sampler beschrieben haben, könnt ihr nun auch mit dem Push erzeugen.

MPE: Wie geht es weiter? 

Wenn Native Instruments endlich aus dem Knick kommt, Omnisphere auf den Zug aufspringt und MPE auch in der Hardware-Synth-Welt eine größere Verbreitung erfährt, stehen uns goldene Zeiten bevor. Was die Technologie an Sounddesign- und Ausdrucksmöglichkeiten sowie an Spielgefühl mitbringt, passt wie die Faust auf das Ableton-Auge. Wer weiß, was uns eine nächste Push-Generation so bringen mag... 

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