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Test
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19.08.2017

Mackie CR5 BT Test

Powered Speakers mit Bluetooth

Kabelsalat adé!

Die Mackie CR-Serie bietet äußerst günstige Speaker mit und ohne Bluetooth. Den CR3 und CR4 hatten wir bereits im Test, heute geht es dem CR5 an den Kragen! Dieser ist etwas neuer und mit Bluetooth ausgestattet. Den kleineren CR3 gibt es indes nur ohne Bluetooth, den CR4 optional auch mit Bluetooth.

Details

Funk mich

Die Mackie CR-Serie umfasst kompakte Monitore für Multimedia-Anwendungen und kleinere Studios. Sie werden im Paar verkauft und sind preislich im Einstiegssegment positioniert („Premium sound that won't break the bank“).

Es gibt drei Größen namens CR3, CR4 (BT) und CR5 BT wobei die Zahl für die Größe des Woofers in Zoll steht. CR hingegen steht für „Creative Reference“. Hinzukommt eine Bluetooth-Option für den CR4, welche den Zusatz BT trägt. Bluetooth bedeutet, dass die Speaker ein zusätzliches Interface zur kabellosen Klangübertragung eingebaut bekommen haben.

Günstig – mit und ohne BT

Mit unserem heutigen Testkandidaten CR5 BT haben wir also das Topmodel hinsichtlich Größe und Optionen im Visier, was es übrigens nur mit Bluetooth gibt. Die Sachverhalte zu Bluetooth lassen sich auch auf den kleineren Monitor übertragen, welchen wir bereits vor geraumer Zeit gemeinsam mit dem CR3 im Test hatten – damals jedoch noch ohne BT-Option. Wie dem auch sei, günstig sind sie alle drei. Angefangen beim CR3 ohne Bluetooth für rund 110 Euro bis hin zum CR5 BT für rund 230 Euro Paar- und Straßenpreis.

„Aktiv“, aber nicht aktiv

Es ist ein wenig historische Haarspalterei, aber wir haben ja einen gewissen Bildungsauftrag: Bei der Beschreibung von Lautsprechern bezieht sich das Wörtchen „aktiv“ nämlich eigentlich auf die Ausführung der Frequenzweiche und nicht auf die Integration eines Verstärkers. 

Die CR-Serie hat einen solch eingebauten Verstärker, die Frequenzweichen sind jedoch ausschließlich passiv. Das bedeutet, die Verstärkung findet vor der Trennung statt und somit können die Speaker nicht „bi-amped“ sein.

Konkret befindet sich in nur einem der beiden Monitore die „aktive Technik“. Der andere hingegen wird mit einem ganz normalen Boxenkabel „passiv“ angeschlossen. Das Boxenkabel ist – wie auch ein RCA-to-Minijack-Kabel und ein Paar Schaumstoffunterlagen, mit denen die Speaker auch angewinkelt werden können – Teil des Lieferumfangs. Das sieht man gerne.

Technisches, gut detailliert

Der Polypropylen-Woofer des kompakten Monitors ist 5 Zoll groß, der ferrofluidgekühlte Silkdome-Tweeter 3/4 Zoll – getrennt wir übrigens bei 3 kHz. Die Gesamtverstärkungsleistung der Class-AB-Endstufe ist mit 28 Watt RMS/50 Watt Peak beziffert, der Übertragungsverlauf mit 60 Hz bis 20 kHz (-3 dB) und der max. Schalldruck mit 103 dB pro Paar angegeben. Das sind sehr detaillierte Angaben, von denen ich mir wünschen würde, auch andere Hersteller würden sie explizit nennen. 

Solides Gehäuse, praktische Details

Das Gehäuse des CR5 BT ist aus robusten, massiven MDF und wurde mit schwarzen Vinyl foliert. Der Bassport des Reflexgehäuses befindet sich auf der Rückseite, die Front besitzt ein Baffel aus Kunststoff. Dieses bettet die Treiber jeweils in eine Art Waveguide, um Reflexionen und Strömungsgeräusche an harten Gehäusekanten zu unterbinden. Zur Dekoration wurde diese mit giftgrünen Ringen eingefasst. Das Paar wiegt 6,8 kg und jede Box misst 259 x 175 x 229 mm (H x B x T).

Üppige Anschlüsse, gut zu bedienen

Neben dem eingebauten Bluetooth-Interface bietet der kleine Mackie-Speaker auch reichlich analoge Anschlüsse. Rückseitig findet sich zwei Stereo-Eingänge, wovon einer mit RCA- und der andere mit 6,35mm-TRS-Buchsen ausgestattet ist. Beide gleichzeitig zu belegen, ist nicht vorgesehen. Filter zur akustischen Anpassung finden sich nicht.

Hinzukommt ein weiterer Stereo-Eingang auf der Front, welcher mit einer 3,5mm-Klinkenbuchse ausgestattet ist („Miniklinke“). Die 3,5mm-Buchse daneben ist für den Anschluss eines Kopfhörers angedacht. Werden Headphones eingesteckt, wird der Speaker automatisch gemuted. Frontseitig ist auch der Pairing-Taster zur Verbindung mit Bluetooth angebracht, sodass man nicht rückseitig „rumfummeln“ muss, um eine Verbindung herzustellen. Direkt darunter befindet sich der Lautstärkeregler, welcher gleichzeitig als Stand-by-Schalter fungiert. Alles ist sehr pragmatisch gelöst.

Ein Stand-by, der keiner ist

Wirklich ärgerlich ist nur, dass der Monitor nicht vollständig vom Netz getrennt wird, sollte man den Front-Stand-by nutzten und er noch immer nicht akzeptable 14,5 Watt zieht. Das ist nicht gut, zumal der erlöschende LED-Ring einen anderes glauben lässt. Ganz ehrlich Mackie, was habt ihr euch denn dabei gedacht? Und was sagt eigentlich das Mackie-Männchen dazu?

Links oder rechts – egal

Der „passive“ Speaker wird mit einem Lautsprecherkabel angeschlossen, dafür sind die Klemmen da. Hinzukommt ein Speaker-Position-Schalter, der definiert welcher Speaker rechts oder links positioniert wird. Praktisch: So ist man nicht festgelegt, auf welcher Seite des Paares das Stromkabel sein muss. Das Stromkabel ist fest mit dem Gehäuse verbunden und nur für den Anschluss an das europäische Stromnetz gedacht (220–240 VAC, 50/60 Hz). Andere Spannungen werden nicht akzeptiert.

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