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Test
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04.12.2008

Korg SP-250 Test

Schnäppchen oder Billigheimer?

Ein Stage-Piano muss viele Widersprüche in sich vereinen: es muss eine Hammermechanik haben, aber transportabel sein. Es soll leicht bedienbar sein, Sequencer, Equalizer und Masterkeyboardfunktionen wären aber auch nicht schlecht. Es soll den Klang eines 120.000 Euro- Flügels in verschiedenen Varianten bieten und außerdem ein Fender Rhodes, eine B3, eine Kirchenorgel und die Streichersektion ersetzen. Das alles dann bitte möglichst günstig, denn die Konkurrenz ist groß und schläft nicht.

Um die 30 verschiedene Modelle von elf Anbietern buhlen um die Gunst der Keyboarderschaft, und die hat höchst verschiedene Vorstellungen: vom robusten Masterkeyboard mit Klavier-Sound, über Unterrichtsgerät, bis zum schicken Wohnzimmeraccessoire. Die Minimaldefinition eines Stage-Pianos ist deshalb wohl eher E-Piano ohne Ständer, aber zugegeben: Stage-Piano klingt besser. Und manchmal kommt der Ständer ja trotzdem gleich mit, wie zum Beispiel bei unserem Testkandidaten.

Lange Zeit waren die preisgünstigsten, ernstzunehmenden Kandidaten solcher eierlegenden Wollmilchsäue ab 1.000 Euro zu haben. In dieser Preisklasse lag auch das Korg SP-250, bis es sich nach einer radikalen Preiskorrektur nach unten zu einem Bestseller entwickelte. Denn für knapp 700 Euro bekommt man nicht nur eine schwer gewichtete Hammermechanik, sondern auch noch gleich Lautsprecher, Ständer, zwei Kopfhörerausgänge und Sustain-Pedal mit Halbpedalfunktion geliefert.

Wir haben das Gerät auf Herz und Nieren getestet und zeigen auf, ob es zu diesem Preis überhaupt ein gutes Stage-Piano geben kann und wo man manchmal Kompromisse eingehen muss.

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