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Test
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11.07.2014

iZotope Break Tweaker Test

Virtuelles Instrument

Microbreak Design-Tool

iZotope Break Tweaker im bonedo.de-Test: Mit Break Tweaker beschert uns das Audio-Softwarehaus iZotope nach Stutter Edit ein weiteres, in Zusammenarbeit mit dem EDM-Künstler Brian Transeau entwickeltes Plug-In, das eine sehr spezielle Zielsetzung verfolgt: Nämlich die Kreation und Integration von zeitgemäßen Rhythmus- und Microbreak-Strukturen innerhalb der DAW dramatisch zu vereinfachen. Während der Vorgänger Stutter Edit allerdings vornehmlich darauf ausgelegt war, extern zugeführtes Klangmaterial zu verbiegen und in Bezug auf die integrierte Klangerzeugung eher bescheiden daherkam, verspricht Break Tweaker einen vollständigen Sample- und Synthese-Baukasten zu liefern, der von einem integrierten, hochspezialisierten Pattern-Sequenzer gesteuert wird. Klingt aufwändig? Ist es auch. Aber keine Sorge, wir haben uns erfolgreich durch die Möglichkeiten dieses außergewöhnlichen Plug-Ins gearbeitet und berichten in diesem Artikel, wer davon zu profitieren vermag (und wer nicht).

Details

Egal, ob man nun in Richtung clubtauglicher Dubstep- oder Complextro-Tunes schaut oder eher im Kosmos experimenteller, sperriger IDM zu Hause ist: Stilkonstanten zeitgenössischer elektronischer Musik sind fraglos die aufwändigen Microbreaks, Sample-Zerstückelungen und gewagten Variationen der rhythmischen Abfolge. Möchte man also einigermaßen aktuell und „fresh“ klingen, steigt der Editieraufwand (und Plug-In-Einsatz) beim Produzieren dramatisch. Dass es Produzenten gibt, für die es einen Riesenspaß bedeutet, in nächtelangen Sessions Breaks und Breakdowns zu zaubern, die manchen Psychiater vielleicht zu einer ADHS-Diagnose verleiten würden, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass es aber auch mit hochmodernen DAWs und entsprechend machtvollen Editierwerkzeugen oft eine ermüdende und kleinteilige Arbeit ist, dürfte sich zwischenzeitlich ebenso rumgesprochen haben. Genau hierbei will uns nun Break Tweaker, der Name ist im wahrsten Sinne Programm, unterstützen und inspirieren.

Konzept

Auch komplizierte Dinge - und das hier getestete Plug-In fällt eindeutig in diese Kategorie – sollte man zunächst einfach angehen. Im Grunde ist Break Tweaker nämlich nichts anderes als ein Pattern-Sequenzer mit sechs Spuren und integrierter Klangerzeugung. Jede dieser Spuren kann wahlweise mit einem internen Sampler- oder Synthesizer-Modul bestückt werden. Die basale Besonderheit von Break Tweaker liegt aber in der Art und Weise, wie Sounds getriggert werden. Hier haben iZotope nämliche eine Art objektorientiertes Editing umgesetzt, bei dem man für jedes Event separat bestimmen kann, mit welchem Repetitionsfaktor es ausgelöst wird. Dabei reicht die Geschwindigkeit der Wiederholungsimpulse bis weit in den hörbaren Bereich – sprich, die einzelnen Transienten eines Sounds kommen in so schneller Abfolge, dass sie anfangen, tonal zu klingen. Wie das im Detail funktioniert, lest ihr im Praxisteil. Zunächst einmal wollen wir das Plug-In samt Zusatz-Content auf die Festplatte befördern. Schreiten wir also zur:

Installation

Break Tweaker läuft unter Windows (XP, 7, 8) und Mac OS X (>10.6.8) und dockt über alle gebräuchlichen Plug-In-Schnittstellen (AAX, RTAS, VST/VST 3, Audio Unit) an die gastgebende DAW an. Mit 1,5 Gigabyte fällt der Download der Factory-Library zwar nicht gerade klein aus, ist aber dennoch dringend zu empfehlen, denn hier bekommt der User neben unzähligen, teilweise außerordentlich gelungenen Pattern-Sets direkt noch ein sehr zeitgemäß und stilecht klingendes Arsenal von Drum-Sounds frei Haus dazu.

Die Installation selbst verläuft weitgehend unproblematisch. Die Lizenzierung erfolgt am Ende wahlweise über das Challenge/Response-Verfahren (on- und offline) oder via iLok. Ich entschied mich, mit meinem von mir fundamentalistisch vom Internet getrennten PC, für die letztgenannte Methode und musste im Ergebnis einige IT-technische Klimmzüge bewältigen, damit sich Break Tweaker ordnungsgemäß registriert fühlt (Update der iLok-Treiber und -Software, Wechsel des USB-Ports, zweimaliges Eingeben der Registrierungsdaten...). Der alternative Weg über einen Challenge/Response-Code verlief dagegen reibungslos.

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