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Workshop
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25.01.2017

Double Bassdrum Video-Workshop

Doppelpedal Grooves und Fill-Ins online lernen

Im Video-Tutorial Schritt für Schritt erklärt

Ihr habt an eurem Schlagzeug eine Doppelfußmaschine oder sogar zwei Bassdrums? Fein, hier lernt ihr, wie ihr Schritt für Schritt eine solide „Doppelhuf-Technik“ aufbaut. Bevor ihr euch in den Geschwindigkeitsolymp hinein trommelt, solltet ihr ein paar grundlegende Dinge beachten. Wie stellt man die Pedale ein, welche Sitzposition ist empfehlenswert und mit welchen Grooves sollte man anfangen, damit es vorwärts geht und sich vor allem Spaß und kein Frust breitmacht? All das lernt ihr hier im bonedo Video-Workshop.

Wie kam es überhaupt zur Entwicklung des Double Bassdrum Spiels?

Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde in der Orchestermusik die Schlagwerkstimme in mehrere Einzelstimmen unterteilt. So bediente zum Beispiel ein Drummer die Snare Drum und ein anderer die Basstrommel. Auch wenn das aus heutiger Sicht seltsam klingt - wozu hat man uns schließlich Arme UND Beine spendiert? - findet man diese Art der "Arbeitsteilung" nach wie vor in den klassischen Orchestern. Hätte ein gewisser William F. Ludwig nicht 1909 das erste Fußpedal entwickelt, dann könnten wir zwar unsere Snare Drum Rudiments mit Tempo 300 in die Felle tackern, würden aber "Four-Way-Coordination" vermutlich immer noch für eine Verkehrskreuzung halten. 

Vom Jazz über die Hippie-Ära, hin zu Fusion und Metal

Der gute Herr Ludwig hatte schlicht und einfach die geniale Idee, dass man auch die Füße zum Trommeln benutzen kann und legte damit den Grundstein für das klassische Drumset mit Bass Drum, Snare, Hi Hat, Toms und Becken. Die Drummer der Swing- und Jazz-Ära haben uns eindrucksvoll gezeigt, was man damit so alles anstellen kann, aber es gab auch einen, der noch mehr wollte, und zwar eine Bass Drum mehr! Sein Name war Louis Bellson, Schlagzeuger in Benny Goodmans Big Band, und er nutzte die zweite Basstrommel, um seine rasanten Drumsoli mit einem bis dahin nicht gehörten Donnergrollen zu unterfüttern. Im Jazz fand er zwar keine Nachahmer, aber einige Jahrzehnte später, zur Zeit der Hippie-Bewegung, erfuhr die Idee der Double Bass Drum ein Revival. 

Die Musikfestivals und mit ihnen die Beschallungsanlagen und Gitarrenverstärker wurden immer größer und leistungsstärker. Um sich gegen diese Schallmacht durchzusetzen und natürlich auch, um optisch was herzumachen, stellten Drummer wie Ginger Baker von Cream ihrerseits immer mehr und fettere Trommeln auf die Bühne und entwickelten eine wesentlich lautere Spielweise, als man es vom Jazz gewohnt war. Die zweite Bassdrum sah man jetzt wieder häufiger, und sie wurde, im Gegensatz zu Louis Bellson, nicht nur in den Soli, sondern auch innerhalb der Grooves verwendet. 

In den darauffolgenden Jahrzehnten waren neben Billy Cobham vor allem Neil Peart, Terry Bozzio und Simon Phillips dafür verantwortlich, den zweiten Fuß nicht nur stumpf für durchgehende Ostinati zu benutzen, sondern damit komplexe Patterns und Rudiments zu spielen. Den Grundstein für das metal-typische Doublebass-Gewitter legte Dave Lombardo 1986 mit seiner Band Slayer und deren Album "Reign In Blood". Viele der heutigen Metal-Größen wie Chris Adler und Joey Jordison nennen Lombardo als einen ihrer wichtigsten Einflüsse. 

Double Bass, nur echt mit zwei Bassdrums, oder tut es auch ein Doppelpedal?

An Stelle von zwei Bassdrums, die zwar imposant aussehen, aber auch mehr Platz auf der Bühne und mehr Schlepperei bedeuten, hat sich bei der Mehrheit der Drummer heutzutage das Spiel mit einer Doppelfußmaschine durchgesetzt. In den vier Folgen unseres Video-Workshop lernt ihr diese Schritt für Schritt zu benutzen. Ihr könnt diese Techniken aber genau so gut auf zwei einzelne Bassdrums übertragen.

Jetzt aber los! Den Link zu den einzelnen Folgen findet ihr unten in der Liste. Viel Spaß!

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