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04.07.2021

Bruce Dickinson wettert gegen die Auswirkungen des Brexit auf britische Musiker

Der Iron Maiden-Frontmann hatte zunächst selbst für den Brexit gestimmt

Iron Maiden-Frontmann Bruce Dickinson hatte zunächst keine großen Bedenken, dass durch den Ausstieg Großbritanniens aus der EU mit schweren Folgen für die Unterhaltungsindustrie zu rechnen sei. Das sieht der Musiker mittlerweile aber anders. Er äußerte sich über den britischen Nachrichtensender Sky News kürzlich zu den negativen Folgen, die der Brexit auf Kunstschaffende hat.

Nicht nur die Covid-19-Pandemie kreuzt fleißig Tournee-Pläne von Musikern. Der Brexit legt zudem auch noch einmal einen Haufen Steine in den Weg - vor allem für britische Musiker und Künstler. Dass Großbritannien nun endgültig aus der EU ausgetreten ist, hat für diese nämlich verheerende Folgen: Grob zusammengefasst, entstehen durch den Brexit jede Menge zusätzliche Kosten und Papierkram.

Auch wenn größere Acts, die bereits Stadien spielen, hiermit vermutlich klarkommen werden, verbaut das vor allem jüngeren, aufstrebenden britischen Bands die Möglichkeit sich eine Karriere über die eigenen Grenzen hinaus aufzubauen. Kein Wunder also, dass sich aus der Musikwelt bereits einige Stimmen erhoben haben, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. So tat es kürzlich auch Iron Maiden-Frontmann Bruce Dickinson.

Der Musiker hatte anfangs eine sehr entspannte Einstellung zu den möglichen Folgen des Brexit und stimmte sogar selbst für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Damals meinte Dickinson in einem Interview mit dem französischen Nachrichtenmagazin L'Obs, dass es viele Falschaussagen zu dem Thema gäbe und er der Meinung sei, der Brexit würde mehr Flexibilität und einen Vorteil für die Menschen in Europa mit sich bringen. Mittlerweile ist dem Musiker jedoch bewusst, welche negativen Auswirkungen das Ganze auf Künstler und das Tour-Leben hat, weswegen er kürzlich über Sky News seinen Unmut kund tat. Dort sagte er zunächst über die Unterhaltungsbranche im Allgemeinen: "We are probably one of the UKs major exports. And yet we are sitting here. We can't do anything."

Dem fügte der Frontmann anschließend noch hinzu: "It's very well known that I voted for Brexit. The idea is that, after you've done it, you then go in and be sensible about the relationships you have with people. So, at the moment, all this guff about not being able to play in Europe, and the Europeans not being able to play over here, and work permits and all the rest of the rubbish... Come on! Get your act together!"

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