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27.08.2021

Auflegen mit Djay Pro und Tidal

Crashkurs Algoriddim Djay Pro #2

Mixen mit der Streaming-Flatrate!

Auflegen mit Streaming Music, das ist mittlerweile so einfach wie nie zuvor. Algoriddim Djay, das auf iOS, Android, Mac und Windows verfügbar ist, legt liegt dir auf Wunsch die gesamten Musikkataloge von Beatport, Soundcloud oder Tidal mit über 70 Millionen Tracks und 250.000 Videos zu Füßen und spricht obendrein noch musikalische Empfehlungen aus, welchen Track du als nächstes mixen kannst. Playlisten mit deinen Freunden tauschen und über Social Media Dienste teilen, ist ebenso möglich. Wie das mit Tidal genau funktioniert, erfährst du in unserem heutigen Crashkurs.

Die einzige Voraussetzung, die du neben einem Mac und einer Softwarelizenz für Algoriddim Djay Pro mitbringen musst, ist ein Tidal Premium Account. Dieser ist, seit im Juli 2020 Spotify nicht mehr genutzt werden kann, eine gute Alternative. Wer schon vorher mit Algoriddim und Spotify gearbeitet hat, bekommt von Algoriddim einen Gutschein für 3 Gratismonate Tidal. Ansonsten kannst du den Streaming-Dienst einen Monat für umme testen, danach kostet er monatlich 9,99 €. Für Studenten gibt es satte 50 % Rabatt und dann kann es auch schon losgehen. Beginnen wir mit der ... 

Tidal und Djay Konfiguration

Wenn du einen Premium-Account eröffnet hast und online bist, muss du dich einmal bei Tidal einloggen und Algoriddim Djay erlauben, sich mit deinem Benutzerkonto zu verbinden. Dann öffnest du die Voreinstellungen und klickst auf das rote Icon mit dem weißen Notensymbol, deine Mediathek. Hier legst du fest, ob die Tracks in hoher oder normaler Qualität streamen sollen. Für den Hausgebrauch reicht die Standardqualität meiner Meinung nach aus. Ansonsten ist es sicher auch eine Frage der verfügbaren Internet-Geschwindigkeit.

Überblick

Auf dem Bildschirm entdeckst du unten links die Icons für die verschiedenen Browser- und Ansichtsoptionen. Klickst du auf das schwarz-weiße Tidal-Symbol ganz links, werden alle anderen Mediatheken ausgeblendet. Direkt daneben befindet sich das Menü, wo du zwischen Playlisten, die du bereits auf Tidal erstellt hast, einer Explore-Funktion und Videos auswählen kannst. Je nachdem, wofür du dich entscheidest, erscheint in der Mitte die Ansicht für deine Tidal-Playlisten oder sämtliche Songs sowie der dazugehörige Browser, um in verschiedenen Genres nach geeigneten Musikstücken zu stöbern.

Hierfür gibt es unterschiedliche Kategorien: „Rising“ für aufkommende Hits, unter „Featured“ kannst du zwischen neu, empfohlen, top oder deutsch wählen oder du browst direkt in „Genre“ und wählst dein Thema. Ein weiterer Zugang erfolgt über „Moods“, wo dir von „Relax“ bis „Party“ Musikstücke unterschiedlichster Stimmungen offeriert werden. Ganz rechts ist das Menü der Voreinstellungen für den Automix platziert.

Bleibt noch die letzte Funktion ganz rechts. Wenn du bereits eine Nummer auf dem Player hast, kannst du dir über das Icon mit dem Pfeil Stücke vorschlagen lassen, die zum laufenden Track passen.

Ansonsten gibt es noch ein Listenmenü, um Musik per Drag & Drop in eine Warteschlange einzureihen. Die Ansicht der Library kannst du zudem nach Bedarf links unten vergrößern oder verkleinern.

Das Vorschlagsystem nutzen

Gehen wir einmal davon aus, dass du noch keine Idee hast, was du auflegen möchtest. In diesem Fall leistet dir das Vorschlagssystem mitunter gute Dienste. Aber zuerst bist du an der Reihe. Sobald du den ersten Track vorgelegt hast, klickst du auf das Matching-Icon und die integrierte „Echo Nest Technologie“ analysiert Songs für dich, basierend auf verschiedenen Faktoren wie Stil, Tonlage und Geschwindigkeit.

Im Handumdrehen erhältst du Vorschläge für Folgenummern. Ich habe verschiedene Stücke ausprobiert. Einmal habe ich zum Beispiel mit Daft Punk „Harder Faster Stronger“ begonnen und Tidal hat mir dazu und jedes andere Mal auch zwanzig musikalische Empfehlungen geliefert, wie mein Mix nun weitergehen könnte. Und die passten tatsächlich. Coole Sache.

Controller für Algoriddim Djay - Tipps aus der Redaktion

Pro & Contra

  • intuitiver, guter Workflow
  • Layout, Haptik und Design
  • Traktor Pro 3 Vollversion im Lieferumfang
  • ...

  • keine Deck-FX in den Player-Sektionen
  • iOS-Schnittstelle noch nicht funktional
  • ...

Pro & Contra

  • Design und Workflow
  • Haptik und Status-Feedback
  • gute Audioeigenschaften
  • ...

  • rückseitige Klinken-Ein/Ausgänge und Miniklinken-Kopfhörerbuchse etwas wackelig
  • keine Deck-Switches (Sampler, 4 Decks)

Pro & Contra

  • kompaktes Layout
  • integriertes Audiointerface
  • Plug&Play für macOS und iOS
  • ...

  • Features/Nutzungsmöglichkeit variiert mit Geräten/Plattformen
  • Etwas fummelige Cue-Master-Regler-Anordnung
  • ...

Pro & Contra

  • kompakter, leichter Controller
  • plug & play
  • einfacher Zugang
  • ...

  • Pad-Modus nicht pro Deck festlegbar
  • keine EQ/FX-Steuerung
  • ...

Erstellen von Playlisten

Hier gibt es zwei Optionen:

  1. Du nutzt die bereits erwähnte Drag & Drop Methode und stellst Musiktitel, die dir gefallen, in deine Warteschlange.
  2. Du erstellst deine Playlisten direkt in Tidal. Diese werden dann automatisch in Djays Mediathek angezeigt.

Die Vorbereitung lohnt sich besonders dann, wenn du dich in einem Repertoire bewegen willst, das du bereits beim Vorhören für geeignet befunden hast, statt währen der Session auf Titel-Fahndung zu gehen.Verlassen wir Djay also kurz und öffnen Tidal. Hier findest du drei Möglichkeiten, eine neue Playlist zu erstellen, entweder ganz links unter „meine Playlisten“ oder im Menü unten links, wo der laufende Titel angezeigt wird oder direkt im Hauptfenster in der Mitte rechst hinter jedem Track beim Pluszeichen. Darauf geklickt erlaubt dir das Browser-Menü, den Titel zur Playlist hinzuzufügen und im nächsten Schritt auch zu welcher. Oder du generierst eine neue Liste, die du dann auch gleich benennst. Die Playlisten kannst du dir in Tidal dann alphabetisch oder nach Datum sortieren und anzeigen lassen.

Teilen von Playlisten

Wenn du Tidal neu startest, findest du unter „Meine Musik“ den Reiter „Meine Playlists“. Hier erscheinen die von dir selbst angelegten Listen und die, denen du folgst. Wenn du eine Playliste veröffentlichen oder teilen möchtest, hilft ein Rechtsklick auf deren Namen und „Teilen“. Ein neues Menü öffnet sich und hier kannst du auswählen, in welchem Netzwerk du die Liste teilen möchtest. Im Angebot stehen Facebook und Twitter sowie Playlist link oder Embed-Code kopieren.

Mix-Aufzeichnung

Aus lizenztechnischen Gründen ist es nicht möglich, die Aufnahmefunktion in Djay Pro zu nutzen, so lange du Musik von Tidal spielst. Tracks, die sich in deiner Musikbibliothek befinden, kannst du natürlich ganz normal im Mix recorden

Auch auf kommerziellen Veranstaltungen darfst du die Musik des Streaming-Anbieters nicht nutzen, es sei denn, der Club- oder Partybetreiber hat hierfür eine Lizenz bei der GEMA/GVL beantragt.

Weitere Informationen zu Djay

Weblink algoriddim

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