Software
Test
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05.07.2019

Praxis

Vorbereitung

Als Erstes sollte das Asparion-Configurator-Installationspaket heruntergeladen werden, die Windowsversion hat 97 MB. Dann installiert man den Configurator, um für die perfekte Kommunikation zwischen Rechner und Controller zu sorgen. Außerdem kann man dort weitere Extensions anmelden oder das Verhalten der Bedienelemente verändern. Nach der Installation funktionieren alle Elemente tadellos und geben bei ihrer Betätigung im Configurator eine optische Korrespondenz. 

Oben links lässt sich dann das zur DAW passende Preset auswählen. Dabei wurden die meisten handelsüblichen DAWs bedacht. Auf der Homepage, dem beiliegenden USB-Stick und auch im Installationsordner des Configurators gibt es noch einmal Schritt-für-Schritt-Anleitungen im PDF-Format für alle unterstützten DAWs.

DAW-Steuerung mit Studio One

Die Anmeldung des D400-Bundles in Studio One ist überschaubar. Zuerst wird am Controller oder im Configurator das entsprechende Preset ausgewählt. Dann muss ein Ordner kopiert werden. Dieser enthält alle für die Kommunikation wichtigen Daten und befindet sich an allen drei oben beschriebenen Orten. Dieser Ordner muss nach „StudioOne\Devices“ kopiert werden. Jetzt kann Studio One geöffnet und die Einstellungen aufgerufen werden. Unter „Externe Geräte“ klickt man auf „Hinzufügen“, woraufhin eine Liste mit Geräten erscheint, die von Studio One unterstützt werden. Durch unsere Kopieraktion erscheint hier nun auch Asparion und das D400-Preset kann ganz einfach ausgewählt werden.  Unter „Empfangen von und Senden an“ wird D400 eingestellt, nach einem Klick auf „Ok“ ist die Anmeldung vollzogen.

Die Faderbox funktioniert hervorragend mit Studio One. Die Motorfader steuern die Lautstärken der jeweiligen Spur und sie sind sehr leise. So leise Fader habe ich bis jetzt noch nie gehört, nicht einmal bei Presonus oder Avid. Auch alle Taster funktionieren einwandfrei. Da der D400F-Controller keine Shift-Taste hat, macht die Doppelbelegung der Taster nun umso mehr Sinn. Im Display werden der Name der jeweiligen Spur, deren Lautstärkewert und deren Pegel sehr scharf und gut lesbar angezeigt.

Auch die Basiseinheit ist perfekt mit Studio One verbunden. Start/Stop, spulen mit dem Jog-Wheel, alle Encoder und sogar Loop und Metronom – jedes Controller-Element triggert verlässlich die entsprechende Softwarefunktion. Zwei der Encoder sind mit Master-Volume und Pan belegt, die anderen beiden sind aber noch frei. Nur die vier EQ-Encoder schwächeln etwas. Sie werden zwar von Studio One erkannt, steuern aber erst einmal keine Parameter – wie könnten sie auch, so lange kein EQ geladen wurde. Über MIDI-Learn können diese Encoder aber leicht jedem Software-Parameter zugeordnet werden. Insgesamt ein sehr befriedigendes Ergebnis.

DAW-Steuerung mit Cubase

Zuerst wähle ich im Configurator das Cubase-Preset aus und öffne dann Cubase. Unter „Studio – Studio-Einstellungen“ klicke ich oben links auf das Plussymbol und füge somit ein Device hinzu. Aus dem Kontextmenü wähle ich den generischen Controller und setzte anschließend MIDI-Eingang und -Ausgang auf D400. Dann importiere ich die XML-Datei, die es auf der Seite des Herstellers zum Download gibt. 

Dann klicke ich noch einmal auf das Plussymbol und füge noch eine Mackie-Control hinzu, erneut mit D400 als MIDI-Ein- und -Ausgang. Das ging dann doch etwas länger als bei Studio One, aber schließlich zählt ja das Endergebnis. 

Nach der Einrichtung erwartet mich das ähnliche Bild: Alle Elemente funktionieren völlig einwandfrei. Das Display, die Fader, alle Taster, die Encoder und das Jog-Rad – die Grundlagen sind sehr gut aufeinander abgestimmt, die Encoder müssen dennoch per Hand und MIDI-Learn zugewiesen werden.

Steuerung anderer DAWs

Da Pro Tools das HUI-Protokoll verwendet, und dieses keine dedizierte Master-Volume-, EQ- und Pan-Regelung vorsieht, muss in der Kommunikation mit Einschränkungen gerechnet werden. Außerdem müssen manche Funktionen per Hand zugewiesen werden. Dafür können mehrere Faderbox-Extensions ohne Probleme angeschlossen werden.

Bei Logic wird dagegen wieder auf das Mackie-Protokoll zurückgegriffen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes auch logisch, da das Protokoll zu Emagic-Zeiten von Mackie für Logic entwickelt wurde und anfangs auch Logic-Control hieß. Inzwischen wird allerdings der Name Mackie verwendet und die Mackie-Control ist mittlerweile zum Universal-Controller aufgestiegen, mit dessen Hilfe so gut wie jede DAW zu steuern ist. Auch bei Logic lassen sich so mehrere Faderboxen anschließen, allerdings sind nicht alle Taster von Anfang an funktionell und müssen manuell in Logic angemeldet werden. Auch die LED-Ring-Auflösung wird nicht  korrekt angezeigt, da der im Mackie-/HUI-Protokoll festgelegte Wert nicht veränderbar ist.

Ähnliches gilt auch für Live, hier müssen aktuell die Encoder auch per Hand zugewiesen werden, eine intelligentere bzw. Kontext-sensitive Lösung gibt es bisher nicht.

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