Hersteller_Arturia
Test
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04.04.2017

Praxis

Übersichtliches Konzept

Der Arturia MatrixBrute erklärt sich nach etwas Eingewöhnung von selbst, denn trotz der äußerst vielen Features ist er sehr übersichtlich gehalten. Das ist letztlich auch ein großer Verdienst der Matrix, die hilft, die vielen Modulationsverknüpfungen im Überblick zu behalten. Auch der Sequenzer ist durch die Matrix sehr gut zu bedienen. In Kooperation mit Electronic Beats seht ihr hier ein Video-Review von BLAWAN, das sich mit meinen Feststellungen überwiegend deckt.

Viel Synth für Schrauber

Der MatrixBrute ist meiner Einschätzung nach der perfekte Synth für Schrauber und angehende Schrauber, weil er trotz seiner Komplexität relativ einfach zu bedienen ist und die extrem vielen Modulations-Möglichkeiten viel Raum für komplexe und rhythmische Sounds schaffen. Dafür ist er perfekt!

Der Grundsound des MatrixBrute, also der Flavour, kann mich jedoch nicht überzeugen. Er klingt mir persönlich einfach nicht edel genug – kein Vergleich zum Moog Minimoog Model D , um mal wieder den Vergleich der Vergleiche zu ziehen. Die Bässe gehen nicht tief und stramm genug, die Höhen wiederum sind nicht sahnig genug, was gerade bei den typischen Brot-und-Butter-Sounds auffällt. Hier ist einfach zu viel Mikroelektronik im Signalfluss! Hinzu kommt, dass der Arturia auch leicht rauscht. Als klassischen Bühnen-Synth für Keyboarder sehe ich ihn nicht, auch weil Presetwechsel mit einer Sekunde etwas zu lange dauern. Trotzdem ist er auch für Synth-Enthusiasten äußerst interessant, wenn man ihn als Effekt-Synth für die Mitten betrachtet. Aber hört doch lieber selbst!

Die vielen CV-Ausgänge machen den Synth aber auch für Modular-Fans äußerst interessant, sodass man den MatrixBrute auch als umfangreichen Controller betrachten kann – denn der Sequenzer ist wirklich üppig. Etwas schade in dem Zusammenhang ist allerdings, dass man die Sync-Quelle nur über die Software einstellen kann. 

Die eingebauten Effekte sind ebenfalls okay, aber keine klangliche Offenbarung. Durch sie kommt nochmals ein leichtes Rauschen hinzu. Und wieder: für Effekt-Sounds und komplexe, rhythmische Strukturen geht das dennoch vollkommen in Ordnung.

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